Coronavirus

Ärzteverband: Impfungen von Kindern ab 12 Jahren laufen schleppend an

Kinder ab 12 Jahren können sich mittlerweile mit dem Vakzin von Biontech impfen lassen. In den Kinderarztpraxen erfolgen laut Ärzteverband bisher jedoch nur sehr wenige Erstimpfungen.
Erstimpfungen von Kindern sind aufgrund des Impfstoffmangels kaum möglich. © picture alliance/dpa

Die seit Montag zugelassene Corona-Schutzimpfung für Heranwachsende ab 12 Jahren läuft dem Kinderärzte-Verband zufolge sehr schleppend. Da das dafür alleinig zugelassene Vakzin von Biontech in nur sehr spärlichen Mengen geliefert werde, seien Erstimpfungen von Kindern kaum möglich, sagte eine Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in NRW am Mittwoch.

Nur sechs zusätzliche Impfdosen für Erstimpfung

In vielen Kinderarztpraxen seien die Wartelisten lang, aber nur wenige Kinder und Jugendliche könnten immunisiert werden. Verbandssprecherin Christiane Thiele schilderte, ihre eigene Praxis in Viersen am Niederrhein habe nur sechs Impfdosen zusätzlich für Erstimpfungen für diese Woche erhalten.

„Ich habe noch nie die Impfmenge bekommen, die ich bestellt hatte.“ Sie starte an diesem Mittwoch mit der Impfung von ersten Kindern ab 12 Jahren. Die ersten Spritzen in dieser neuer Impfgruppe erhalten zwei Jungen im Alter von 12 und 14 Jahren, die in einem Haushalt leben, in dem Personen besonders geschützt werden müssten.

Die niedergelassenen Kinderärzte immunisieren bereits seit Wochen junge Patienten ab 16 Jahren, und zwar primär besonders gefährdete Jugendliche mit Vorerkrankungen. Seit Montag ist auch eine Impfung von Jungen und Mädchen ab 12 Jahren mit Biontech-Impfstoff erlaubt.

dpa

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