Kriminalität

„Aggressive Randalierer“ und lebensgefährlicher Messerangriff – Polizeieinsatz am Aasee

Am Aasee in Münster hat die Polizei nach Körperverletzungen und Einsatz von Pyrotechnik eine Wiese geräumt. Außerdem kam es zu einem lebensgefährlichen Messerangriff.
Die Polizei geht auf einer Wiese am Aasee gegen Randalierer vor. Nachdem Kontrollen der Stadt zunächst Wirkung gezeigt und Hunderte Besucher friedlich gefeiert hatten, sei die Situation im Laufe der Nacht eskaliert. © picture alliance/dpa

Körperverletzungen, Pyrotechnik und Flaschenwürfe: „Wegen aggressiver Randalierer“ hat die Polizei in der Nacht auf Samstag eine beliebte Wiese am Aasee in Münster geräumt. Nachdem Kontrollen der Stadt zunächst Wirkung gezeigt und Hunderte Besucher friedlich gefeiert hatten, sei die Situation im Laufe der Nacht eskaliert, teilte die Polizei am Samstag mit.

Sachbeschädigung und Lärmbelästigung nach Räumung

Bis zu 250 teils betrunkene Menschen hätten sich versammelt, Böller gezündet, Plastik- und Glasflaschen auf die Einsatzkräfte geworfen und Aufforderungen über Lautsprecherdurchsagen ignoriert. Ein Mann habe sich etwa nach einem Körperverletzungsdelikt den Maßnahmen widersetzt und einen Polizisten leicht verletzt.

Nach der Räumung kam es laut Polizei auch zu Sachbeschädigungen an Blumenkübeln und Fahrrädern sowie Lärmbelästigungen. Die Beamten fertigten zahlreiche Strafanzeigen. Fünf Menschen wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht im Polizeipräsidium verbringen.

20-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

Zudem ist bei einer Auseinandersetzung unterhalb einer Brücke am Aasee in Münster ein 20-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen habe es einen Streit zwischen zwei Gruppen mit jeweils etwa acht Menschen gegeben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag gemeinsam mit.

Der Verletzte sei am späten Freitagabend mit Stichverletzungen im Bauch- und Oberkörperbereich in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert worden. Das Opfer schwebte den Angaben zufolge am Samstagmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Unbekannter Tatverdächtiger noch nicht gefunden worden

„Nach ersten Erkenntnissen trafen die Kontrahenten zufällig aufeinander“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Die Hintergründe des Angriffs seien noch unklar. Der unbekannte Tatverdächtige flüchtete. Die Suche verlief laut Polizei bislang erfolglos. Eine Mordkommission ist im Einsatz.

dpa

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