Coronatest

Aufpassen bei Corona-Schnelltests an Tankstellen und in Supermärkten

Tankstellen, Supermärkte, Tierarztpraxen und Brauereien: Nicht alle Corona-Schnelltests im Handel sind auch legal. Falsche Tests könnten „katastrophale Infektionsfolgen“ haben.
Die Bezirksregierung Köln hat vor illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests gewarnt. © picture alliance/dpa

Die Bezirksregierung Köln hat vor bundesweit illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests gewarnt. Sie könnten, wenn sie nicht von Fachkräften angewendet würden, „katastrophale Infektionsfolgen“ haben. Wie die Behörde am Montagabend mitteilte, sind solche Schnelltests unter anderem an Tankstellen, in Supermärkten, Tierarztpraxen, Brauereien und vielen anderen Stellen illegal in den Verkehr gebracht worden.

Zurückgerufene Schnelltests werden weiter verkauft

Die Bezirksregierung warnte vor vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests beim unsachgemäßen Gebrauch durch Laien – gerade vor den anstehenden Feiertagen. Auch eine Verletzungsgefahr sei nicht auszuschließen. Die Tests sind den Angaben zufolge von einem Unternehmen in Frechen in Umlauf gebracht worden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich.

Zwar seien Tests zweier verschiedener Hersteller „als dringende Sicherheitsmaßnahme“ zurück gerufen worden, teilte die Bezirksregierung mit. „Die Schnelltests werden derzeit aber noch teilweise offen – und aus der Originalgroßverpackung herausgenommen – auf dem Verkaufstisch angeboten.“

5700 Kunden von Coronaschnelltests im gesamten Bundesgebiet

Betroffen seien die Produkte „Covid-19 Ag Test“ des Herstellers nal von minden GmbH und „blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)“ des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co. Die Bezirksregierung warnt ungeschulte Privatperson eindringlich vor dem Kauf und der selbstständigen Anwendung des Schnelltests.

Beim Geschäftsführer des Unternehmens aus Frechen seien zusammen mit der Kriminalpolizei Hürth und dem Ordnungsamt Wohnung und Firma durchsucht worden. Dort sei eine Kundenliste sichergestellt worden. „Die Kundenliste enthält circa 5700 Kunden von Coronaschnelltests im gesamten Bundesgebiet, von denen zwischen 4000 und 4500 Kunden den Test nicht hätten erhalten dürfen“, berichtete die Bezirksregierung.

dpa

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.