Impfstoff

Biontech-Lieferverzögerungen betreffen 100 000 Impfdosen in NRW

Aufgrund von Umstellungen am Biontech-Werk in Belgien kommt es zu Lieferengpässen beim Impfstoff. 100.000 Impfdosen erreichen NRW später als geplant.
In Hessen haben die Impfzentren bereits geöffnet - in NRW werden die Termine erst ab dem 21. Januar vergeben. © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Die Lieferverzögerungen beim Hersteller Biontech betreffen in Nordrhein-Westfalen 100 000 Impfdosen. Diese Anzahl erhalte das Land in den übrigen zehn Tagen im Januar weniger als von Biontech fest zugesagt gewesen seien, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Er gehe davon, dass der weitere Biontech-Impfstoff in der ersten Februar-Woche für übrige Erstimpfungen in den Altenheimen und für Mitarbeiter der Krankenhäuser von NRW vergeben werden könne. Vor dem Hintergrund könnten die Erstimpfungen der Über-80-Jährigen, die zu Hause wohnen, erst am 8. Februar und nicht wie ursprünglich geplant am 1. Februar in den 53 Impfzentren beginnen.

Zweitimpfungen in Altenheimen laufen wie geplant

Die Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten seien in NRW aber weniger stark als in anderen Bundesländern. Für die im eigenen Haushalt lebenden Über-80-Jährigen seien noch keine Termine vergeben worden, die abgesagt und neu vergeben werden müssten, betonte Laumann. Die Terminvergabe starte wie geplant am 25. Januar.

In das System sollen Termine für acht Wochen eingestellt werden. Die Erstimpfungen in den Altenheimen mit dem Biontech-Impfstoff gingen unterdessen ohne Unterbrechung weiter, weil die zweite Dosis zurückgelegt worden sei.

Impfbereitschaft ist größer als erwartet

Der Impfstoff von Moderna könne die Lieferschwierigkeiten von Biontech nicht ausgleichen: Nach der erste Tranche von 13 000 Dosen würden in der nächsten Woche weitere 19 000 Dosen von Moderna erwartet. Damit es nicht zu Verwechslungen kommen könne, werde der Moderna-Impfstoff weiter nur an Mitarbeiter in den Unikliniken vergeben. „Die Menge des Impfstoffes bestimmt das Tempo“, betonte Laumann. Es habe keinen Wechsel in der Impfstrategie gegeben. Die Impfbereitschaft sei größer als Ende des vergangenen Jahres erwartet.

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