Prof. André Karch von der Uni Münster hält wiederholte Kontaktbeschränkungen nicht für eine auf Dauer geeignete Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Video-Gespräch

Corona-Experte Prof. Karch: Kontaktbeschränkungen sind keine sinnvolle Strategie

Mittelfristig taugen immer neue Kontaktbeschränkungen nicht, um das Coronavirus in den Griff zu bekommen, sagt der Epidemiologe Prof. Karch. Und er hat ein weiteres großes Problem.

Weil sie zu viele unerwünschte Nebenwirkungen haben, hält Prof. Dr. André Karch, Leiter der Klinischen Epidemiologie der Universität Münster, wiederholte, immer neue Kontaktbeschränkungen nicht für eine sinnvolle Strategie gegen das Coronavirus. Das sagte er in einem Videogespräch mit unserer Redaktion.

Dabei äußerte er sich auch kritisch über die als wichtiger Indikator für die Entwicklung der Krise angesehene Reproduktionszahl R. Sie gibt wieder, wie viele andere Menschen ein Infizierter seinerseits ansteckt. Bei dieser Zahl, die zuletzt unter die kritische Marke von 1 gesunken war, gebe es ein großes Problem, sagte Karch.

Über den Autor
Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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Ulrich Breulmann

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