In mehr als 100 Fällen ermitteln die Behörden in Nordrhein-Westfalen wegen gefälschter Impfausweise. (Archivbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus: Großer Impfpassbetrug in NRW – LKA ermittelt – Liveblog

Das LKA ermittelt in mehreren Städten wegen gefälschter Corona-Impfausweise. Immer mehr dieser Fälle würden in NRW aufgedeckt, heißt es. Doch es gibt ein Problem. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 953.112 bestätigte Fälle – 34.800 aktuell Infizierte – 17.746 Todesfälle, Wocheninzidenz: 57,5 (Stand: 27.9.2021).
  • In mehr als 100 Fällen ermitteln die Behörden in NRW wegen gefälschter Impfausweise. Laut LKA ist es generell schwierig, Impfpässe zu überprüfen, da sie keine „Echtheitsmerkmale“ wie etwa hoheitliche Dokumente haben.
  • Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Die Vorgabe soll mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umgesetzt werden.
  • Schüler benötigen in den Herbstferien für 3G-Veranstaltungen einen aktuellen negativen Corona-Test. Durch die ferienbedingte Pause der Schultestungen gelten sie nicht mehr als getestete Personen.
  • Die WHO hat erstmals ein Medikament als vorbeugende Therapie für Risikopatienten empfohlen.
  • Eine neue Regelung der Länder bestimmt, dass Ungeimpften im Quarantänefall kein Verdienstausfall mehr gezahlt wird, für Beamte und Beamtinnen gilt das nicht.
  • Die neueste Version der Corona-Warn-App ist verfügbar. Die Entwickler haben sie an das aktuelle Geschehen angepasst. Sie informiert den Nutzer jetzt auch über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen.

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Montag, 27. September, 18.09 Uhr

EU-Arzneimittelbehörde prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden, um den Schutz vor einer Corona-Infektion zu erhöhen. Bisher werden diese Booster in einigen Ländern bereits Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten. Die EMA erklärte erneut, dass im Prinzip eine dritte Impfdosis als Schutz vor einer Infektion nicht notwendig sei.

Montag, 27. September, 16.44 Uhr
Unsolidarisch? Haltungen zu ungeimpften Covid-Patienten
Aus Krankenhäusern gibt es Stimmen, die über ungeimpfte Corona-Patienten einfach nur noch wütend sind. Zu Recht – oder geht Berufsethos vor? Die Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) setzt erst einmal Professionalität dagegen.

In der Medizin würden „regelhaft“ Patienten behandelt, die mehr oder weniger Einfluss darauf hätten, ob und wie krank sie werden, heißt es. Im Rahmen einer fachlich qualifizierten ärztlichen und pflegerischen Tätigkeit sei es also Alltag, damit umzugehen.

Es gelte, „dieses Wissen über eine mögliche Mitverursachung des Patienten nicht negativ auf die Behandlung oder die Beziehung wirken zu lassen“. Die Divi antwortet aber auch: „Natürlich sind Emotionen gegenüber dem Erkrankten ganz normal, auch negative.“ Sie gehörten jedoch in einen anderen Rahmen. „Sie müssen selbstverständlich ernst genommen werden und auch ihren Raum haben.“

Montag, 27. September, 13.06 Uhr
Corona-Inzidenz in NRW weiter unter Bundeswert
Die Corona-Inzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen weiter unter dem Bundeswert. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das Robert Koch-Institut am Montag mit 57,7 an – im Bund lag der Wert bei 61,7.

Am Sonntag waren 58,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in NRW binnen einer Woche registriert worden. Im bevölkerungsreichsten Bundesland kamen binnen eines Tages zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzu, außerdem 512 neue Infektionen.


Montag, 27. September, 10.55 Uhr
Stiko rät zu Corona- und Grippeimpfung
Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko mit.


Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren. Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe.

Montag, 27. September, 9.40 Uhr
Inzidenz steigt leicht auf 61,7
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen. Das RKI gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 61,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 61,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Binnen eines Tages wurden 3.022 Corona-Neuinfektionen und 10 neue Todesfälle gemeldet.



Montag, 27. September, 7.38 Uhr
Lauterbach: Direktwahl „Votum für unsere Corona-Politik“

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht sein erneut errungenes Direktmandat bei der Bundestagswahl als „ein Votum für unsere Corona-Politik“. Der durch die Pandemie bundesweit bekanntgewordene Gesundheitsexperte hatte seinen Wahlkreis Leverkusen – Köln IV mit 45,6 Prozent der Erststimmen zum fünften Mal gewonnen und bleibt im Bundestag. Lauterbach hatte vor der Wahl Interesse am Posten des Bundesgesundheitsministers geäußert.



Montag, 27. September, 6.45 Uhr

Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. Besonders betroffen sind Männer in den USA.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. Am meisten sank die Lebenserwartung von Männern in den USA – um 2,2 Jahre im Vergleich zu 2019.


Sonntag, 26. September, 21.47 Uhr

Niederlande: Hackerangriffe erschweren Start des Corona-Passes

Der Start des Corona-Passes in den Niederlanden zum Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines negativen Tests ist durch Hackerangriffe behindert worden. Dadurch war es am Samstagabend zeitweise nur schwer oder mit Verzögerungen möglich, den erforderlichen QR-Code herunterzuladen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag am Sonntag mit. Die Angriffe, die Serverkapazitäten blockieren, seien aber abgewehrt worden.

Der Corona-Pass muss in den Niederlanden seit Samstag von Menschen ab 13 Jahren vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport vorgezeigt werden. Er ist umstritten; am Samstag gab es mehrere Demonstrationen gegen die Einführung des Passes.


Sonntag, 26. September, 18 Uhr
Union-Chef: 3G-Regel „vollkommen in Ordnung“
Union Berlins Präsident Dirk Zingler hält weiterhin auch die Zulassung von Getesteten in Fußballstadien für richtig. „Insbesondere an der frischen Luft halten wir das für vollkommen in Ordnung“, sagte der Clubchef des Bundesligisten am Sonntag im TV-Sender Bild. Das Mittel des Testens habe sich in der Corona-Zeit bewährt. „Das ist ein gutes, stabiles Mittel, das sollten wir nicht wegnehmen“, sagte Zingler.

Zuvor hatte der Berliner Senat beschlossen, dass künftig in etlichen Bereichen Betreiber selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Veranstaltungen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall etwa der Maskenpflicht und mit mehr Teilnehmern nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Union-Chef Zingler bezeichnete die Berliner Corona-Verordnung als „die schlechteste“ aller Bundesländer und hält unter diesen Bedingungen die 2G-Option für „nicht umsetzbar“.

Sonntag, 26. September, 16.10 Uhr
Impfmobil in Düsseldorf tourt am Sonntag zu Wahllokalen
Wählen und eine Corona-Impfung bekommen: In Düsseldorf war das am Sonntag möglich. Das Impfmobil der Stadt machte Station an drei Wahlgebäuden. Der Bus blieb zunächst zweieinhalb Stunden an einer Grundschule, fuhr dann zu einem Gymnasium und dann zu einer Hauptschule. Das Impfmobil sei seit Monaten unterwegs in der Stadt, sagte ein Sprecher am Sonntag. Die Standorte für die Tour seien bewusst über das Stadtgebiet verteilt worden, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Vor einem Wahllokal in einer Schule lässt sich ein junger Mann an einer mobilen Impfstation über eine Covid-19-Impfung beraten.
Vor einem Wahllokal in einer Schule lässt sich ein junger Mann an einer mobilen Impfstation über eine Covid-19-Impfung beraten. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind 12,9 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimmen zur Bundestagswahl abzugeben. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Rund 110.000 Wahlhelfer sollen in NRW für einen reibungslosen Ablauf in etwa 16.000 Wahlräumen sorgen.

Sonntag, 26. September, 15.20 Uhr
BVB-Studie: Corona-Pandemie schadet Popularität des Fußballs
Die Corona-Pandemie hat dem Stellenwert des Fußballs geschadet. Das ist das Ergebnis einer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Universität. Einer Umfrage unter 28.000 BVB-Fans zufolge hatten knapp über 80 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fußballs in ihrem Leben vor der Pandemie mit „hoch“ bewertet. Bezogen auf den Stellenwert des BVB in ihrem Leben waren es sogar 90 Prozent. Unter dem Eindruck der Pandemie lagen diese beiden Werte im Frühjahr allerdings nur noch bei 50 und 60 Prozent.

Eine neue Studie des BVB zeigt: Der Fußball hat stark unter der Corona-Pandemie gelitten.
Eine neue Studie des BVB zeigt: Der Fußball hat stark unter der Corona-Pandemie gelitten. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Vor allem die zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs wurde von 80 Prozent der Befragten als „kritisch“ bewertet. Selbst ein solch populärer Verein wie der BVB mit normalerweise großer Fanbindung bekommt diese wachsende Skepsis zu spüren, kann aber auch positive Erkenntnisse aus der Krise ziehen. „Im Verlauf der Umfrage fällt immer wieder auf, dass Borussia Dortmund in der Einschätzung der Fans im Vergleich zum Fußball im Allgemeinen ein Stück weit besser durch die Pandemie gekommen ist“, wird Professor Uwe Wilkesmann in einer Mitteilung des Vereins von Sonntag zitiert.

Sonntag, 26. September, 14.14 Uhr
Brandanschlag auf Corona-Teststation in Ahaus
Bereits zum dritten Mal ist die Corona-Teststation ins Visier von Vandalen geraten. In der Nacht zu Sonntag verschafften sich bisher Unbekannte Zutritt zum Bürocontainer der Station und legten Feuer. Auch das angrenzende Drive-in-Zelt wurde durch die Hitzeentwicklung stark beschädigt. Jetzt ermittelt die Kripo. Wie die Polizei mitteilt, löschte die Feuerwehr das Feuer, ehe jetzt ein Brandsachbearbeiter der Kripo das Ganze unter die Lupe nehmen wird.

Auf eine Corona-Teststation in Ahaus wurde bereits zum dritten Mal ein Brandanschlag verübt. © Kippic © Kippic

Dabei wird es auch darum gehen, wie das Feuer gelegt wurde. „Es wird auch geschaut, ob und welche Brandbeschleuniger eingesetzt wurden“, erklärt Kreispolizei-Pressesprecher Markus Hüls auf Redaktionsanfrage. Zu den Hintergründen kann die Polizei derzeit – auch aus ermittlungstaktischen Gründen – noch keine Angaben machen. Dass der Brandanschlag auf das Konto der Querdenkerszene geht, liegt angesichts der Umstände und weiterer Fundstücke am Tatort allerdings nah. Dazu macht die Polizei noch keinen näheren Angaben.

Sonntag, 26. September, 12.44 Uhr
Seehofer warnt vor Querdenkern
Nach dem tödlichen Schuss bei einem Streit um die Maskenpflicht in Idar-Oberstein warnt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor einer Radikalisierung der Querdenker-Bewegung. „Die Gruppe der Querdenker wird zwar immer kleiner, aber leider auch immer radikaler und brutaler.“

Sonntag, 26. September, 12 Uhr
Sind Corona-Genesene wirklich nur sechs Monate geschützt?
Ob Reisen oder Restaurant: Corona-Genesene genießen die gleichen Freiheiten wie vollständig Geimpfte – allerdings nur bis zu sechs Monate nach der Infektion. Dann heißt es: testen oder sich impfen lassen. Ist diese zeitliche Begrenzung wirklich sinnvoll und notwendig?

Nein, sagt Sebastian Ulbert, Abteilungsleiter Impfstoffe und Infektionsmodelle am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig. „Diese Sechs-Monats-Regel entbehrt mittlerweile einer wissenschaftlichen Grundlage.“

Sonntag, 26. September, 10.42 Uhr
Bundestagswahl in NRW: Maskenpflicht im Wahllokal ist rechtens
Ein Mann aus Ennigerloh im Kreis Warendorf hatte gegen die Maskenpflicht im Wahllokal geklagt. DAs Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster wies den Eilantrag am Freitag aber ab. Es gilt also für alle in NRW im Wahllokal die Maskenpflicht. Die Begründung des Antragstellers: Er sieht durch die Maske sein allgemeines Wohlbefinden und seine Konzentration beeinträchtigt. Die Maskenpflicht verletze ihn in seinem Wahlrecht.


Sonntag, 26. September, 9.57 Uhr
Corona-Inzidenz sinkt in NRW nur leicht
Die Corona-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen nur leicht gesunken. Im Land gab es binnen sieben Tagen 58,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Sonntagmorgen hervorging. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 58,5 betragen und eine Woche zuvor 73,6. Das aktuelle Infektionslevel in NRW lag unter dem Bundesschnitt von 61,4.

In dem bevölkerungsreichsten Bundesland kamen zuletzt drei weitere Todesfälle hinzu, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus standen und binnen eines Tages amtlich erfasst wurden. Zudem wurden 1482 Neuinfektionen registriert. Die höchsten Inzidenzen verzeichneten Lippe (145,8), Hagen (123,5) und Minden-Lübbecke (118,6). Am positiven Ende der Statistik lagen Remscheid (27,8) und Kleve (15,9).

26. Sonntag, 26. September, 9.11 Uhr
Große Ermittlungsaktion wegen gefälschter Impfpässe in NRW
In mehr als 100 Fällen ermitteln die Behörden in Nordrhein-Westfalen wegen gefälschter Impfausweise. Bislang liege die Zahl der gemeldeten Fälle für den Zeitraum April bis September im „unteren dreistelligen Bereich“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA).

Die entsprechende LKA-Statistik werde täglich aktualisiert.

Sonntag. 26. September, 7.35 Uhr

RKI registriert bundesweit leichten Inzidenz-Anstieg

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 61,4 an. Am Vortag hatte der Wert bei 60,6 gelegen, vor einer Woche bei 70,5.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7774 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7337 Ansteckungen gelegen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,58 an, ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zum Vorwochenwert. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.


Samstag, 25. September, 20.33 Uhr
Corona-Zahlen rückläufig – Ministerium sieht noch keine Entwarnung
Der rückläufige Trend bei den Corona-Zahlen hält vorerst an. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen sank erneut. Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte, vor dem Hintergrund der erreichten Impfquote und von Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getesteste in vielen Bereichen sei es wahrscheinlich zu einer Abnahme von Infektionen gekommen. „Grundsätzlich ist es aber noch zu früh, um jetzt von einer Entwarnung oder von einem anhaltenden Trend zu sprechen“, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen – der wesentliche Parameter für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen – ging zuletzt in den meisten Bundesländern zurück.

Samstag, 25. September, 19.48 Uhr
War der Ursprung von Covid-19 doch eine Laborpanne?
Forschende in China wollten genetisch veränderte Coronaviren aus Fledermäusen befähigen, in Zellen anderer Lebewesen vorzudringen – zu rein wissenschaftlichen Zwecken. Das Hochsicherheits­labor in Wuhan soll dafür im Jahr 2018 14 Millionen Dollar Fördergeld in den USA beantragt haben. Washington lehnte ab.

Fanden die Experimente am Ende trotzdem statt – und ging dann etwas schief?

Samstag, 25. September, 18.54 Uhr
Streit über Hygienekonzept: Oliver Pocher von Polizei abgeführt
Oliver Pocher ist bei einem Konzert im schleswig-holsteinischen Hartenholm von der Polizei vom Gelände begleitet worden, weil er gegen das Hygienekonzept des Veranstalters verstoßen haben soll.

Pocher selbst sagte auf Instagram, dass er die Reaktion des Veranstalters als „übertrieben“ empfinde.

Samstag, 25. September, 17.49 Uhr
Niederlande: Demonstrationen gegen Corona-Pass
In den Niederlanden haben mehrere tausend Menschen gegen die Einführung eines „Corona-Passes“ protestiert, wie die Tagesschau berichtet. Sie zogen in Den Haag durch die Straßen. In den Niederlanden ist seit heute ein Corona-Pass mit dem Nachweis über eine Impfung oder ein negativer Test Voraussetzung für einen Besuch im Restaurant, Bars, Theater oder anderen Veranstaltungsorten. Im Gegenzug wurden Abstandsregeln und Maskenpflicht weitgehend aufgehoben.

Samstag, 25. September, 16.51 Uhr
RKI registriert 7.211 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 60,6
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 60,6 an. Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 62,5 gelegen, vor einer Woche bei 72,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7.211 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.188.604 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,58 an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.952.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.365.

Samstag, 25. September, 15.45 Uhr
Kriminologin zu Idar-Oberstein: „Als Gesellschaft sensibler werden“
Der tödliche Angriff auf einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein ist nach Einschätzung der Kriminologin Britta Bannenberg keine überraschende Tat. „Wir haben seit Jahren einen Anstieg von Aggressionspotenzial, von Extremismen und Gewaltbereitschaft“, sagte die Professorin von der Universität Gießen der Deutschen Presse-Agentur.

Dies habe sich zunächst in der Gewaltbereitschaft gegenüber Amtsträgern aller Art wie Polizisten, Einsatzkräften, Mitarbeitern von Jobcentern und Bürgermeistern geäußert. „Das Klima ist insgesamt rauer geworden und das spüren viele“, sagte Bannenberg, die seit Jahren auch zur Kriminalprävention forscht. „Es ist ein Groll gegen die Gesellschaft spürbar, und an den Corona-Maßnahmen entzündet sich vieles. Aber sie sind nicht die Ursache.“ Sich jetzt nur auf Corona-Leugner zu fokussieren, sei zu einseitig. „Es ist breiter.“

Samstag, 25. September, 14.35 Uhr
Bundespolizei: Rund 230.000 Maskenpflicht-Verstöße im Bahnverkehr
Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut „Welt am Sonntag“ bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung. In rund 11.300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert. 745 Mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt – die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42.300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23.000.

Die Einführung der Maskenpflicht in Zügen und anderer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben laut Betriebsrat der Deutschen Bahn zu vermehrten Übergriffen auf Mitarbeiter des Konzerns geführt.

Samstag, 25. September, 12.20 Uhr
Corona-Inzidenz sinkt in NRW auf 58,5

In der Corona-Pandemie sinkt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. In dem Bundesland gab es binnen sieben Tagen 58,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervorging. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 61,2 betragen und eine Woche zuvor 77,7. Das aktuelle Infektionslevel in NRW lag leicht unter dem Bundesschnitt von 60,6.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland verzeichnete das RKI binnen eines Tages zuletzt 25 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wurden 1529 Neuinfektionen registriert.

Bei der Bekämpfung der Pandemie gelten neben der Inzidenz weitere Faktoren als zentral: So berücksichtigt die aktuelle Corona-Schutzverordnung für NRW auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten. Nach Angaben der Landesregierung lagen in NRW mit Stand vom 24. September 1050 Covid-19-Patienten im Krankenhaus und damit 71 weniger als einen Tag zuvor. Von den Krankenhauspatienten wurden 386 auf der Intensivstation behandelt (Vortag: 395), darunter war bei 253 Patienten eine Beatmung erforderlich – das war einer mehr als einen Tag zuvor.


Samstag, 25. September, 11.50 Uhr
Pflicht zur Mitnahme von Schutzmasken im Auto geplant

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Demnach müssen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto dabei haben. Geplant sei, dass die Masken künftig dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Dies hatte nach Angaben des Ministeriums der Bundesverband Medizintechnologie vorgeschlagen.

Es sei beabsichtigt, die Vorgabe mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umzusetzen, schrieb das Verkehrsministerium. Wann genau die Änderung in Kraft treten könnte, sei aber noch unklar.

Samstag, 25. September, 9.20 Uhr
Niederlande: Ende von 1,5-Meter-Regel

Die Niederlande sind auf dem Weg zurück zu einem normalen Leben. Mit dem heutigen Samstag wird nach rund 18 Monaten der verpflichtete Sicherheitsabstand von 1,5 Metern abgeschafft. „Damit machen wir einen deutlichen Schritt in Richtung einer Gesellschaft ohne einschränkende Corona-Maßnahmen“, erklärte die Regierung in Den Haag.

Allerdings können die Niederländer noch keinen „Vrijheidsdag“ (Freiheitstag) feiern. Denn an die Stelle der 1,5 Meter-Regel tritt der heftig umstrittene Corona-Pass. Fortan muss jeder ab 13 Jahre vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport nachweisen, dass er geimpft, getestet oder genesen ist.


Samstag, 25. September, 7.05 Uhr
Schüler brauchen in den Herbstferien aktuellen Corona-Test für 3G

Für die Teilnahme an 3G-Veranstaltungen in den Herbstferien benötigen Schülerinnen und Schüler in NRW einen aktuellen negativen Corona-Test. Das hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klargestellt. An 3G-Veranstaltungen dürfen nur gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen.

Eigentlich gelten Schüler laut Coronaschutzverordnung „aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen“. Dieser Passus werde in den Ferien nun ausgesetzt, da die regelmäßigen Schultests in dieser Zeit wegfallen, erklärte ein Sprecher.

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