Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) vermutet ein baldiges Ende der Impfzentren. © picture alliance/dpa

Coronavirus in NRW: Laumann sieht Ende für Impfzentren – keine Sonderaktion für Kinder – Liveblog

Trotz derzeitigen Verzögerungen der Erstimpfungen sind Impfzentren nach Einschätzung von Gesundheitsminister Laumann (CDU) nicht mehr lange notwendig. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 815.128 bestätigte Fälle – 5.700 aktuell Infizierte – 17.083 Todesfälle, Wocheninzidenz: 7,4 (Stand: 23.06.2021).
  • Impfzentren werden nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in ihrer jetzigen Form nur noch bis Ende September gebraucht. Sonderimpfaktionen für Kinder sind nicht geplant.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Schulen nach den Sommerferien konsequent regulär öffnen. Der Bildschirm könne soziale Kontakte nicht ersetzen, sagte er.
  • Ab Mittwoch können in NRW wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren vereinbart werden. Dies gilt jedoch zunächst nur für priorisierte Personengruppen, wie Menschen über 60 Jahren.
  • Schülerinnen und Schüler in Deutschland müssen sich wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Delta möglicherweise auch im Herbst teilweise auf Homeschooling einstellen.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe verschickt ab heute QR-Codes an 1,4 Millionen Menschen, die ihre Erst-und Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten haben. Mit diesem kann der digitale Impfpass auf dem Handy abgerufen werden.
  • Seit Montag gilt in NRW eine neue Corona-Schutzverordnung. Sie hebt die Maskenpflicht im Freien weitgehend auf, aber auch sonst gibt es Lockerungen. Partys können im kleinen Rahmen (Innen: 50 getestete Gäste plus Geimpfte und Genesene, Außen: 100 Gäste plus GG) wieder stattfinden. Nur in Köln bleibt die Maskenpflicht im Freien an ausgewählten Orten bestehen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Mittwoch, 23. Juni, 21.50 Uhr
Laumann spricht von entspannter Situation

Trotz der aktuellen Verzögerungen in den Impfzentren zeigt sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit Blick auf die aktuellen Inzidenz-Zahlen entspannt. „Etwa 0,06 bis 0,07 der Bürgertests sind positiv. Das Virus ist zurzeit in der Bevölkerung nicht so stark unterwegs“, sagte Laumann.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form seien seiner Einschätzung nach nur noch bis Ende September notwendig.

Bei den Impfungen für die 12 bis 16 Jahre alten Kinder plant Laumann keine Sonderaktionen in den Impfzentren. Das soll über die Kinderärzte oder ausnahmsweise über Hausärzte geschehen. „Keiner weiß, wieviel Prozent der Eltern sich am Ende dafür entscheiden“, sagte Laumann.



Mittwoch, 23. Juni, 21.00 Uhr
Anteil der Infektionen mit Delta-Variante hat sich verdoppelt

Nach Angaben des RKI hat sich der Anteil der Corona-Infektionen mit der Delta-Variante innerhalb einer Woche verdoppelt. Damit ergebe sich nun eine Quote von 15% der mit der Mutation infizierten Menschen in Deutschland.


Mittwoch, 23. Juni, 18.40 Uhr
Biontech-Gründer erhalten renommierten Preis

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als die „spanischen Nobelpreise“.

Mittwoch, 23. Juni, 18.30 Uhr
EU befürchtet Delta-Ausbrüche unter Jüngeren

Die Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten. Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon.

Mittwoch, 23. Juni, 17.22 Uhr
Laumann: Impfzentren nur noch bis Ende September

Die Impfzentren in der jetzigen Form werden nach Einschätzung von Karl-Josef Laumann (CDU) nur noch bis Ende September gebraucht. Für die Zeit danach sollen die Kreise und kreisfreien Städte in NRW Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form soll es laut Gesundheitsminister Laumann (CDU) nur noch bis Ende September geben. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa



Mittwoch, 23. Juni, 16.28 Uhr

Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden gelockert

Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert. Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber „durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten“ sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind.

Das Bundeskabinett hat die neue Verordnung am Mittwoch beschlossen. Sie soll bis 10. September gelten. Arbeitgeber sind demnach aber weiterhin gehalten, „die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (…) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“. Zudem bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, etwa durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden.

Mittwoch, 23. Juni, 15.01 Uhr

Kassenärzte kritisieren Impf-Modellversuch in Apotheken

Der geplante Modellversuch zu Grippeschutzimpfungen in Apotheken in Teilen von Westfalen-Lippe stößt auf Kritik der dortigen Kassenärzte, die bisher die Impfungen durchführen. „Impfen ist ärztliche Kernkompetenz“, erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Der behandelnde Arzt kenne seine Patienten. „Statt impfende Apotheker brauchen wir Ärzte ausreichend Impfstoff“, hieß es am Mittwoch in der Erklärung. Die Krankenkasse AOK Nordwest hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ein Modellprojekt mit dem Apothekerverband Westfalen-Lippe für Grippeimpfungen ab dem Herbst vereinbart habe. Zu der Modellregion gehören Dortmund, der Regierungsbezirk Detmold, der Kreis Olpe, der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis – laut KVWL betrifft das fast 700 Apotheken.


Mittwoch, 23. Juni, 13.44 Uhr
Laschet: Schulen in NRW sollen nach Ferien offen bleiben
Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien offen bleiben. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Der Bildschirm könne soziale Kontakte für Kinder und Jugendliche nicht ersetzen, sagte der Unions-Kanzlerkandidat mit Blick auf den wochenlangen Distanzunterricht im ablaufenden Schuljahr. Er habe von Anfang an gesagt, dass die Kinder die Hauptleidtragenden der Pandemie seien, sagte Laschet. Diese Analyse werde jetzt weithin geteilt.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte für Aufregung gesorgt mit der Vorhersage, dass auch im Herbst und Winter voraussichtlich Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig seien. Allerdings – so stellte er klar -, sei es eines der Hauptziele, das normale Schulleben so lange wie möglich zu bewahren. Es sei auch möglich, nach den Sommerferien Wechselunterricht zu vermeiden.

Mittwoch, 23. Juni, 12.59 Uhr
Zoos sollen weitere 8,4 Millionen Euro Corona-Hilfe vom Land erhalten

Die Zoos in Nordrhein-Westfalen sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere 8,4 Millionen Euro vom Land erhalten. Das sieht eine Vorlage des NRW-Finanzministeriums für die Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags an diesem Donnerstag vor. Damit sollten die Einnahmeausfälle abgemildert werden, die entstanden seien, weil die Zoos während des zweiten Lockdowns von Anfang November 2020 bis März 2021 erneut geschlossen bleiben mussten, heißt es zur Begründung.

Die Unterstützung solle für Zoos gelten, die sich in öffentlicher Hand befinden. Denn diese seien für die ab Januar 2021 angebotene Überbrückungshilfe des Bundes nicht antragsberechtigt. Ohne finanzielle Hilfe von Bund oder Land seien die Zoos jedoch nicht in der Lage, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, heißt es in der Vorlage.

Mittwoch, 23. Juni, 11.46 Uhr
Kabinett billigt strengere Kontrollvorgaben für Testzentren
Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren sollen künftig strengere Kontrollvorgaben greifen. Darauf zielt eine Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mit der sich am Mittwoch das Bundeskabinett befasst hat. Unter anderem sollen private Testzentren nur noch nach Einzelprüfung zugelassen werden können. Die Möglichkeit von Sammelabrechnungen für mehrere Teststellen etwa für überregionale Betreiber soll wegfallen.

Die für die Abrechnungen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern sollen zusätzliche Prüfungen vornehmen, bei Bedarf auch vertiefte oder Prüfungen vor Ort. Teststellenbetreiber müssen ihnen dafür Auskünfte und Dokumentationen bereitstellen. Zudem werden Vergütungen gesenkt, die bisher inklusive Sachkosten für das Testmaterial bei bis zu 18 Euro pro Test lagen.

Mittwoch, 23. Juni, 10.28 Uhr
Welcher Impfstoff schützt wie gut vor der Delta-Variante?
Die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus (B.1.617.2) weist Mutationen auf, die die Wirkung von Impfstoffen abschwächen können. Zahlen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) deuten nun darauf hin, dass der Impfschutz nur leicht herabgesetzt wird, sich aber je nach Präparat unterscheidet.

Wir haben zusammengefasst, welcher Impfstoff welche Wirksamkeit gegen die Delta-Variante aufweist:


Mittwoch, 23. Juni, 8.06 Uhr

Virologe Drosten warnt vor Delta-Variante des Coronavirus

Der Virologe Christian Drosten fürchtet spätestens im Herbst wieder steigende Infektionszahlen. Nachdem bereits mehrere Bundesländer gemeldet haben, dass der Anteil der Variante an den Neuinfektionen zuletzt spürbar gestiegen ist, werden heute Abend neue Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Mutante in vielen Teilen Deutschlands weiter ausgebreitet hat – wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin. © picture alliance/dpa/dpa Pool © picture alliance/dpa/dpa Pool

„Wir müssen einfach schnell impfen”, lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. „Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird.”

Mittwoch, 23. Juni, 7.35 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter. Am Mittwoch lag die Kennzahl bei 7,4, während sie am Dienstag noch 8,2 betragen hatte. Das geht aus Daten auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Wert in der Corona-Pandemie bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Mittwoch, 23. Juni, 7.03 Uhr

Studie: Fast jeder zweite Internetnutzer findet Falschinfos zu Corona

Viele erwachsene Internetnutzer in Deutschland sind einer Studie zufolge schon auf falsche oder irreführende Informationen zum Coronavirus im Netz gestoßen. Das geht aus dem „Reuters Institute Digital News Report“ hervor, der am Mittwoch erscheint. Mit 46 Prozent habe fast die Hälfte der Befragten innerhalb einer Woche falsche oder irreführende Informationen zu Covid-19 gesehen.

Seit 2012 untersucht die Studie in mittlerweile 46 Ländern Trends und Besonderheiten in der Nachrichtennutzung. Pro Land wurden den Angaben zufolge 2021 rund 2000 Personen befragt.

Mittwoch, 23. Juni, 6.18 Uhr

RKI registriert 1016 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 7,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 723 798 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Mittwoch, 23. Juni, 5.50 Uhr

Wieder Erstimpfungen für Vorerkrankte und Senioren in Zentren

Bei den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen können ab diesem Mittwoch wieder Termine für erste Corona-Impfungen vereinbart werden. Trotz Aufhebung der Impfpriorisierung sind die Erstimpfungen dort allerdings Menschen über 60 Jahren oder Vorerkrankten vorbehalten.

Das Angebot gilt auch für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Mitarbeiter von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die noch keine Impfung über ihren Arbeitgeber oder Hausarzt erhalten haben, teilten die kassenärztlichen Vereinigungen mit. Alle Anderen noch ohne Impfangebot sollen es stattdessen zunächst bei den Haus- oder Betriebsärzten versuchen.

Dienstag, 22. Juni, 22.32 Uhr

Drosten: Delta muss sich hier nicht entwickeln wie in Großbritannien

Nach dem Wiederanstieg der Corona-Inzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante sieht der Virologe Christian Drosten für Deutschland auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs. Es könne sein, dass die Lage vorerst relativ konstant bleibe, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info). Er verwies zum Beispiel darauf, dass es nach Deutschland wohl keine so hohe Zahl an unabhängigen Eintragungen der Variante – etwa direkt aus Indien – gegeben habe.

In Großbritannien gebe es zudem eine etwas andere Struktur in der Bevölkerung mit asiatischstämmigen Communitys, in denen das Virus anfangs hochgekocht sei. „Deswegen kann es auch sein, dass sich das bei uns nicht so einstellt.“ In Deutschland lag der Anteil von Delta an den Neuinfektionen nach Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt bei gut 6 Prozent.

Dienstag, 22. Juni, 21.04 Uhr

Knapp 32 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Fast 32 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Am Montag wurden in der Bundesrepublik 582 569 Corona-Impfungen verabreicht, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. 42.540.863 Menschen (51,2 Prozent) sind zumindest einmal, 26.274 154 Menschen (31,6 Prozent) vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern liegt bei den Erstimpfungen weiter Bremen mit 57,9 Prozent vorn, gefolgt von Schleswig-Holstein (54,9) und dem Saarland (54,4). Sechs Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke noch nicht erreicht, Schlusslicht bleibt Sachsen mit einem Anteil von 45,5 Prozent Erstgeimpfter. Bei den vollständig Geimpften ist weiter das Saarland mit einem Bevölkerungsanteil von 37,9 Prozent an der Spitze, Brandenburg bleibt mit 29,1 Prozent Schlusslicht.

Dienstag, 22. Juni, 19.28 Uhr

Europäische Corona-Hilfen: Deutscher Aufbauplan gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen. Die EU-Kommission billigte den deutschen Aufbauplan am Dienstag vor einem Besuch von Präsidentin Ursula von der Leyen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF. Insgesamt hatten die EU-Staaten vor einem Jahr ein Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart – in laufenden Preisen sind das sogar gut 800 Milliarden Euro. Es soll der europäischen Wirtschaft nach der Pandemie wieder Auftrieb geben und sie gleichzeitig modernisieren. Das Geld wird am Kapitalmarkt aufgenommen und von den EU-Staaten bis 2058 gemeinsam getilgt.

Dienstag, 22. Juni, 17.51 Uhr

Brinkhaus und Dobrindt offen für EM-Finale in München wegen Corona

Die Spitze der Unionsfraktion hat sich wegen der in Großbritannien grassierenden aggressiveren Delta-Variante des Corona-Virus offen für eine mögliche Verlegung der Finalspiele der Fußball-Europameisterschaft von London nach München gezeigt. „Wenn es die Chance gibt, dann sind wir gerne bereit, diese Spiele auch in München durchführen zu lassen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt bei einem gemeinsamen Auftritt mit Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) vor der letzten regulären Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin.

Ob es dafür angesichts der Entwicklung in Großbritannien eine zwingende Notwendigkeit gebe, sei derzeit nicht zu beurteilen. Im Wembley-Stadion sind zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Dienstag, 22. Juni, 16.44 Uhr

Umfrage: Corona-Belastungen jetzt stärker als im ersten Pandemie-Jahr

Die Corona-Krise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor. Dass sie die Situation psychisch belastet habe, sagten im Mai 49 Prozent der Befragten über sich, wie die Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller ergab. Bei einer Befragung von Juni 2020 hatten dies 44 Prozent bejaht. Eine Corona-Infektion in der eigenen Familie hatte demnach nun fast jeder Fünfte (19 Prozent), nachdem es vor einem Jahr 7 Prozent waren. Dass sie wirtschaftliche Einbußen hatten, sagten jetzt 28 Prozent nach zuvor 31 Prozent. Fast zwei Drittel (65 Prozent) machen sich der Umfrage zufolge Sorgen, auch in Zukunft weitere Pandemien samt Einschränkungen und Lockdowns zu erleben – 29 Prozent haben diese Befürchtung nach eigenen Angaben nicht, 6 Prozent wissen es nicht.

Dienstag, 22. Juni, 15.49 Uhr

Corona-Variante Delta bedroht den Präsenzunterricht in Schulen

Schülerinnen und Schüler in Deutschland müssen sich möglicherweise auch im Herbst teilweise auf Homeschooling einstellen – im Fall von neuen größeren Corona-Ausbrüchen. Der Grund für die unklare Perspektive ist vor allem die riskantere Delta-Variante. In einem sind sich der Gesundheitsminister und die Kanzlerin, der Bund und die Länder einig: Präsenzunterricht sollte die Regeln sein – auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei ist und die gefährlichere Delta-Variante des Virus um sich greift.

„Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei. Aber: Komplett vorauszusehen sei die Entwicklung nicht.

Die SPD-Opposition im NRW-Landtag hat eindringlich vor erneuten Schulschließungen nach den Sommerferien gewarnt. „Die Schulen dürfen nicht mehr geschlossen werden“, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott. Erneuten Distanzunterricht im Fall einer vierten Corona-Welle dürfe es „auf keinen Fall“ geben und Wechselunterricht „nur im allergrößten Notfall“. Vielmehr sollten dann andere Lernorte etwa in Kirchen oder Vereinen genutzt und die Schulstunden anders organisiert werden, damit jedes Kind jeden Tag in die Schule gehen könne.

Dienstag, 22. Juni, 15.49 Uhr

Biontech bereitet schnelle Reaktion auf neue Virus-Varianten vor

Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. „Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist“, sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens. Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung. Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis zur Auffrischung bestehender Impfungen oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysiere Biontech ständig die Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen neu auftretende Varianten, erklärte Sahin. Seit einigen Monaten verfolge das Unternehmen einen „Prototyp-Ansatz“, der dies erleichtern solle.

Dienstag, 22. Juni, 14.01 Uhr
Dehoga fordert grünes Licht für größere Hochzeitsfeiern
Mit Blick auf niedrige Corona-Infektionszahlen hat der Gastgewerbe-Verband Dehoga die Landesregierung aufgefordert, größere Feierlichkeiten im privaten Rahmen wieder zu erlauben. Die maximale Gästezahl bei Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstagsfeiern sollte von aktuell 50 auf 150 angehoben werden, heißt es von dem Verband, der unter anderem die Interessen von Restaurants und Cafés vertritt.

„Solche Veranstaltungen sind wichtig für die Branche und vor der pandemischen Situation abgesichert durch Corona-Tests mehr als vertretbar“, erklärte Dehoga-Regionalpräsident Haakon Herbst. Die aktuell gültige Corona-Schutzverordnung läuft am Donnerstagabend aus.

Dienstag, 22. Juni, 12.51 Uhr
Corona-Impfung für Schwangere: Haftungsfrage laut Experten geklärt
Eine Hürde für den Zugang von gesunden Schwangeren zu Corona-Impfungen in Deutschland ist aus Sicht zweier Fachgesellschaften ausgeräumt. Große Unsicherheit bei Ärzten hinsichtlich haftungsrechtlicher Fragen habe bisher dazu geführt, dass Schwangere „trotz eindeutiger Risikosituation“ nur erschwert eine solche Impfung erhielten, mittlerweile gebe es aber Klarheit. Das erklärten die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) am Dienstag in einer Stellungnahme. Inwiefern Ärzte nun ihre Impfpraxis bei Schwangeren ändern, war zunächst unklar.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht bisher keine Covid-19-Impfempfehlung für alle Schwangeren aus, da die Datenlage sehr begrenzt sei. Die Fachgesellschaften verweisen unter anderem auf die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI). Dort heißt es: Für gesundheitliche Schäden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung werde (auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes) auch dann eine staatliche Entschädigung geleistet, „wenn diese nicht öffentlich von einer Landesbehörde empfohlen worden ist – d.h. in der Regel auch, wenn die Impfung nicht von der Stiko empfohlen ist“. Dies umfasse zum Beispiel die Einzelfallentscheidung bei der Impfung von Schwangeren.

Dienstag, 22. Juni, 10.52 Uhr
Landtag plant zentrale Gedenkstunde für Opfer der Corona-Pandemie
Mit einer zentralen Gedenkstunde wird am 30. Juni an die Opfer der Corona-Pandemie in Nordhrein-Westfalen gedacht. Neben Landtagspräsident André Kuper und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werde auch die Präsidentin des NRW-Verfassungsgerichts, Barbara Dauner-Lieb, im Landtag sprechen, teilte ein Sprecher des Landtags am Dienstag mit. Die Feier im Parlament stehe im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie des Dankes „an die stillen Helferinnen und Helfer“.

Nach früheren Angaben sollen für die Verstorbenen Kerzen angezündet werden. Als Gäste sind Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer eingeladen. In NRW starben seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 mehr als 17 000 Menschen im Zusammenhang mit Corona. Rund 815 000 Corona-Infektionen wurden bisher im bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet.

Dienstag, 22. Juni, 8.43 Uhr

Betrug mit Corona-Soforthilfe: Durchsuchungen im Rheinland

Wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Soforthilfezahlungen durchsucht die Polizei derzeit mehrere Wohnungen und Gewerbebetriebe im Rheinland. Laut einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei von Dienstag sind rund 200 Beamte in Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Weilerswist, Aachen und Euskirchen im Einsatz. Die Polizei spricht von Betrug im großen Umfang.

Dienstag, 22. Juni, 7.52 Uhr

Umfrage: Corona-Krise verdrängt Klimawandel als größte Bedrohung

In der Corona-Krise geht das Interesse der Deutschen an den Folgen des Klimawandels und der Erderhitzung nach Umfragen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski deutlich zurück. Das Umweltbewusstsein der Deutschen sinkt stetig, sagte Opaschowski (80) der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe aus repräsentativen Umfragen des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) der vergangenen drei Jahre hervor.

Dabei wurden jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen zum Klimawandel befragt. So stimmten der Aussage „Klimawandel und Wetterextreme werden zur größten Bedrohung der Zukunft“ 2019 noch 83 Prozent zu, 2020 waren es 78 Prozent und 2021 nur 72 Prozent. Nur die Bewohner im ländlichen raum machten sich unverändert große Sorgen um die Folgen des Klimawandels.

Dienstag, 22. Juni, 6.08 Uhr

Arbeitsminister Heil warnt vor „Corona-Jahrgang in der Ausbildung“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer kritischen Phase. „Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer“, sagte Heil der Funke-Mediengruppe (Dienstag). „Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt.“

Klar sei: „Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen“, sagte Heil. Viele Unternehmen zögerten derzeit, weil sie glaubten, sich Auszubildende im Moment nicht leisten zu können. Heil rief Betriebe auf, die staatliche Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsprämie stärker zu nutzen. Die Prämie sei seit vergangenen Sommer für knapp 40 000 Ausbildungsplätze bewilligt worden.

Dienstag, 22. Juni, 5.38 Uhr

RKI registriert 455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 8,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 652 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 8,0 an (Vortag: 8,6; Vorwoche: 15,5; Vormonat: 66,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 77 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote gewesen.

Montag, 21. Juni, 22.45 Uhr

Großbritannien wegen EM-Finale in Sorge

Abgeordnete des britischen Oberhauses zeigen sich besorgt über mögliche Ausnahmeregelungen für ausländische Besucher der Fußball-EM-Spiele in London. Der “Telegraph” berichtet, dass für das Endspiel, das am 11. Juli im Wembley-Stadion stattfindet, etwa 2.500 Medienschaffende und VIP-Gäste von der zehntägigen Corona-Quarantäne ausgenommen sein könnten.

Oberhaus-Mitglied Baroness Kishwer Falkner kritisierte, man riskiere mit solchen Ausnahmen einen Anstieg der Corona-Fälle. “Das Volk sorgt sich zurecht, dass ihr Recht auf Leben und Lebensgrundlagen schon wieder auf dem Spiel steht, weil wir möglicherweise eine – sollen wir es so nennen – UEFA-Variante importieren, wenn diese Ausnahmen durchkommen.”

Montag, 21. Juni, 21.58 Uhr

Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3).

Montag, 21. Juni, 20.19 Uhr

Neue Impftermine ab Mittwoch zunächst nach Priorisierung

Ab Mittwoch werden in den Impfzentren wieder Termine zur Erstimpfung vergeben. Allerdings können sich laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nicht alle Personen für einen Impftermin anmelden. Trotz der Aufhebung der Impfpriorisierung Anfang Juni hat demnach das NRW-Gesundheitsministerium veranlasst, dass zunächst weiterhin priorisiert geimpft werden soll. So können sich etwa grundsätzlich Personen ab 60 Jahren oder Vorerkrankte ab 16 Jahren bevorzugt für einen Impftermin melden.

Montag, 21. Juni, 19.15 Uhr

Bericht aus Dortmund: Studierende fühlen sich in der Pandemie vergessen

Die Tagesthemen haben in einem Bericht aus Dortmund auf die Situation der Studierenden aufmerksam gemacht. In dem Beitrag beklagen die Studentinnen und Studenten Mehrarbeit und zusätzliche Semester in Folge der Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die weitestgehende Schließung der Präsenz-Lehre halten sie mit Blick auf geöffnete Großraumbüros in der Pandemie für unverhältnismäßig.

Montag, 21. Juni, 17.13 Uhr

Impfzentren in Westfalen-Lippe verschicken Impfzertifikate

Alle Menschen, die bereits vollständig in einem Impfzentrum in Westfalen-Lippe geimpft wurden, erhalten Post: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) verschickt ab heute QR-Codes für das elektronische Impfzertifikat. Das betrifft in NRW 1,4 Millionen Menschen. Mit der CovPass-App oder über die Corona-Warn-App können die Codes dann gescannt und der digitale Impfpass so auf dem Smartphone vorgehalten werden. Auch Erstgeimpfte sollen in einem zweiten Schritt den QR-Code postalisch zugesendet bekommen, so die KVWL.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung der Digitalen Impfpässe direkt in den Impfzentren und in den Hausarztpraxen. Bereits jetzt können sich vollständig Geimpfte in den Apotheken den QR-Code für den Digitalen Impfpass aushändigen lassen.

Das digitale Impfzertifikat soll den Papier-Impfpass nicht ersetzen, warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 16.15 Uhr

Betrug mit Corona-Pandemie: 7200 Ermittlungsverfahren in NRW

Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben die Staatsanwaltschaften in NRW bislang mehr als 7200 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies umfasst den Zeitraum vom April 2020 bis Mai 2021, wie das NRW-Justizministerium am Montag dem Landtag mitgeteilt hat. Was die Schadenshöhe angeht, verwies die Justiz auf Angaben des NRW-Innenministeriums, das von 45,3 Millionen Euro Gesamtschaden im Bezug auf 5075 Betrugsfälle ausgeht. Nach Angaben der Justiz mündeten die Ermittlungsverfahren in 810 Anklagen, 1390 Strafbefehle und 764 Verurteilungen. Dem standen 17 Freisprüche gegenüber. Mehr als 3000 Verfahren seien eingestellt worden.

Montag, 21. Juni, 15.33 Uhr

Bis August könnte jeder über 12 Jahren ein Impfangebot bekommen

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase darum, die richtige Balance zu finden. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche , sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin: “Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich.” Eine Möglichkeit dabei seien Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. “Wir können bis Ende August, jedem über 12-Jährigen, der geimpft werden will, mindestens die erste Impfung angeboten haben.”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass jedem über 12 Jahren bis August ein Impfangebot gemacht werden kann. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa


Montag, 21. Juni, 14.02 Uhr
Kliniken weisen Schummelvorwurf um Betten für Covid-Patienten zurück
Deutschlands Krankenhäuser haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aus finanziellen Gründen bei Angaben zu Betten für Covid-19-Behandlungen geschummelt. Der Bundesrechnungshof habe keine Belege für entsprechende Vorwürfe vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag bei einer Veranstaltung seiner Organisation. Seit Tagen wird darüber spekuliert, die Kliniken hätten mit Manipulationen Pauschalzahlungen für frei gehaltene Betten bekommen wollen.

Gaß sagte, die Kliniken hätten die Infrastruktur zur Behandlung zahlreicher möglicher Covid-19-Patientinnen und -Patienten geschaffen. Diese möglichen Intensivbetten seien nicht komplett gebraucht worden. Aber wenn es nötig gewesen wäre, hätten die Behandlungskapazitäten hochgefahren werden können. Insgesamt forderte Gaß einen Kurswechsel in der Krankenhauspolitik mit einer auskömmlicheren Finanzierung.

Montag, 21. Juni, 12.54 Uhr
Nach den Corona-Lockerungen: Einkaufsstraßen füllen sich wieder
Die Lockerungen der coronabedingten Verkaufsbeschränkungen sorgen für mehr Leben in den Innenstädten. Das geht aus Zahlen des auf die Messung von Besucherfrequenzen in Einkaufsstraßen spezialisierten Unternehmens Hystreet hervor. In den zehn größten deutschen Städten liegt die Zahl der Einkaufsbummler demnach inzwischen wieder bei durchschnittlich 72 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Hystreet vergleicht dabei Zahlen der vergangenen vier Samstage mit denen von Mai/Juni 2019. Im Februar 2021, als ein weitreichender Lockdown galt, habe die Zahl der Passanten nur bei 17 Prozent des Februars 2019 gelegen, teilte Hystreet am Montag mit. Die Rückkehr der Passanten fiel dabei nicht überall gleich hoch aus. In Düsseldorf (Schadowstraße) wurden den Angaben zufolge 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, in Hamburg (Spitalerstraße) waren es im Schnitt der vergangenen vier Samstage 80 Prozent.

Montag, 21. Juni, 11.25 Uhr
Neuinfektionen so niedrig wie im August 2020

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter deutschlandweit weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.605.200 an. 90.395 Menschen sind an oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Montag, 21. Juni, 9.51 Uhr

Infektiologe sieht Fußball-EM mit Sorge

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. „Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen“, sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. „In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee.“

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. Biergärten und Gaststätten waren teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten. Getrübt wurde die Freude über den Sieg aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministers vor allem von der Ignoranz Tausender Fans im Stadion – denn sie trugen entgegen der ausdrücklichen Vorschrift keine FFP2-Masken.

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich - und vielfach ohne Masken oder Abstand - den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert.
Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 8.23 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter

In der Corona-Pandemie sinkt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Am Montagmorgen lag sie bei 9,2 und damit um 0,4 niedriger als am Vortag, wie aus der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Unter den kreisfreien Städten und Kreisen hat Hagen mit 29,1 die höchste Inzidenz in NRW. Am besten sieht es in Herford (1,2), Minden-Lübbecke (1,6) und Höxter (2,1) aus. Vier coronabedingte Todesfälle kamen in Nordrhein-Westfalen binnen 24 Stunden hinzu, insgesamt starben in dem Bundesland seit Ausbruch der Pandemie 17.048 Menschen an den Folgen einer Infektion.

Montag, 21. Juni, 7.50 Uhr

Studie: Distanzunterricht so effektiv wie die Sommerferien

Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität haben sich dafür Daten aus aller Welt angesehen – das Ergebnis ist ernüchternd: „Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, erklärte Prof. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie lehrt, einer der Autoren der Studie.

Montag, 21. Juni, 7.12 Uhr

Intensivmediziner: Weniger Patienten in möglicher vierten Welle

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. „Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben“, sagte er der „Rheinischen Post“. Bisher seien die Intensiv-Neuaufnahmen weitestgehend parallel zu den Inzidenzen verlaufen.

Montag, 21. Juni, 6.05 Uhr

Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Montag, 21. Juni, 5.20 Uhr

Masken im Freien und Tests für Innengastronomie keine Pflicht mehr

Die Maskenpflicht im Freien ist in Nordrhein-Westfalen seit Montag weitgehend aufgehoben. Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss jetzt kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das sieht die neue Corona-Schutzverordnung des Landes vor, die am Montag in Kraft trat. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen. Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort bleibt die Maskenpflicht in festgelegten öffentlichen Bereichen noch bis einschließlich 28. Juni gültig. Das hatte der Krisenstab der Stadt beschlossen.

Die neuen landesweiten Regelungen gelten für die Inzidenzstufe 1. Das sind 0 bis 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35. Auch für Hagen und Wuppertal wird diese Stufe ab Montag wirksam. Die stabilen Werte unter 35 auf kommunaler und landesweiter Ebene bedeuten auch, dass nun in allen Regionen keine Test- oder Impfnachweise mehr für den Besuch der Innengastronomie erforderlich sind.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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