FFP2-Masken gehören bald zum vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen. © Daniel Karmann/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Pflicht für Schutzmasken im Auto geplant – Liveblog

Nicht nur Verbandszeug, sondern auch Schutzmasken gehören künftig zur Ausstattung des Erste-Hilfe-Kastens im Auto. Die Pflicht soll bald eingeführt werden. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 951.119 bestätigte Fälle – 36.600 aktuell Infizierte – 17.741 Todesfälle, Wocheninzidenz: 58,5 (Stand: 25.9.2021).
  • Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Die Vorgabe soll mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umgesetzt werden.
  • Schüler benötigen in den Herbstferien für 3G-Veranstaltungen einen aktuellen negativen Corona-Test. Durch die ferienbedingte Pause der Schultestungen gelten sie nicht mehr als getestete Personen.
  • Die WHO hat erstmals ein Medikament als vorbeugende Therapie für Risikopatienten empfohlen.
  • Eine neue Regelung der Länder bestimmt, dass Ungeimpften im Quarantänefall kein Verdienstausfall mehr gezahlt wird, für Beamte und Beamtinnen gilt das nicht.
  • Die neueste Version der Corona-Warn-App ist verfügbar. Die Entwickler haben sie an das aktuelle Geschehen angepasst. Sie informiert den Nutzer jetzt auch über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen.
  • Spätestens ab dem 1. November sollen die meisten Nicht-Geimpften bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt.

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Samstag, 25. September, 17.49 Uhr
Niederlande: Demonstrationen gegen Corona-Pass
In den Niederlanden haben mehrere tausend Menschen gegen die Einführung eines „Corona-Passes“ protestiert, wie die Tagesschau berichtet. Sie zogen in Den Haag durch die Straßen. In den Niederlanden ist seit heute ein Corona-Pass mit dem Nachweis über eine Impfung oder ein negativer Test Voraussetzung für einen Besuch im Restaurant, Bars, Theater oder anderen Veranstaltungsorten. Im Gegenzug wurden Abstandsregeln und Maskenpflicht weitgehend aufgehoben.

Samstag, 25. September, 16.51 Uhr
RKI registriert 7.211 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 60,6
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 60,6 an. Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 62,5 gelegen, vor einer Woche bei 72,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7.211 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.188.604 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,58 an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.952.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.365.

Samstag, 25. September, 15.45 Uhr
Kriminologin zu Idar-Oberstein: „Als Gesellschaft sensibler werden“
Der tödliche Angriff auf einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein ist nach Einschätzung der Kriminologin Britta Bannenberg keine überraschende Tat. „Wir haben seit Jahren einen Anstieg von Aggressionspotenzial, von Extremismen und Gewaltbereitschaft“, sagte die Professorin von der Universität Gießen der Deutschen Presse-Agentur.

Dies habe sich zunächst in der Gewaltbereitschaft gegenüber Amtsträgern aller Art wie Polizisten, Einsatzkräften, Mitarbeitern von Jobcentern und Bürgermeistern geäußert. „Das Klima ist insgesamt rauer geworden und das spüren viele“, sagte Bannenberg, die seit Jahren auch zur Kriminalprävention forscht. „Es ist ein Groll gegen die Gesellschaft spürbar, und an den Corona-Maßnahmen entzündet sich vieles. Aber sie sind nicht die Ursache.“ Sich jetzt nur auf Corona-Leugner zu fokussieren, sei zu einseitig. „Es ist breiter.“

Samstag, 25. September, 14.35 Uhr
Bundespolizei: Rund 230.000 Maskenpflicht-Verstöße im Bahnverkehr
Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut „Welt am Sonntag“ bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung. In rund 11.300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert. 745 Mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt – die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42.300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23.000.

Die Einführung der Maskenpflicht in Zügen und anderer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben laut Betriebsrat der Deutschen Bahn zu vermehrten Übergriffen auf Mitarbeiter des Konzerns geführt.

Samstag, 25. September, 12.20 Uhr
Corona-Inzidenz sinkt in NRW auf 58,5

In der Corona-Pandemie sinkt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. In dem Bundesland gab es binnen sieben Tagen 58,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervorging. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 61,2 betragen und eine Woche zuvor 77,7. Das aktuelle Infektionslevel in NRW lag leicht unter dem Bundesschnitt von 60,6.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland verzeichnete das RKI binnen eines Tages zuletzt 25 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wurden 1529 Neuinfektionen registriert.

Bei der Bekämpfung der Pandemie gelten neben der Inzidenz weitere Faktoren als zentral: So berücksichtigt die aktuelle Corona-Schutzverordnung für NRW auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten. Nach Angaben der Landesregierung lagen in NRW mit Stand vom 24. September 1050 Covid-19-Patienten im Krankenhaus und damit 71 weniger als einen Tag zuvor. Von den Krankenhauspatienten wurden 386 auf der Intensivstation behandelt (Vortag: 395), darunter war bei 253 Patienten eine Beatmung erforderlich – das war einer mehr als einen Tag zuvor.


Samstag, 25. September, 11.50 Uhr
Pflicht zur Mitnahme von Schutzmasken im Auto geplant

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Demnach müssen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto dabei haben. Geplant sei, dass die Masken künftig dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Dies hatte nach Angaben des Ministeriums der Bundesverband Medizintechnologie vorgeschlagen.

Es sei beabsichtigt, die Vorgabe mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umzusetzen, schrieb das Verkehrsministerium. Wann genau die Änderung in Kraft treten könnte, sei aber noch unklar.

Samstag, 25. September, 9.20 Uhr
Niederlande: Ende von 1,5-Meter-Regel

Die Niederlande sind auf dem Weg zurück zu einem normalen Leben. Mit dem heutigen Samstag wird nach rund 18 Monaten der verpflichtete Sicherheitsabstand von 1,5 Metern abgeschafft. „Damit machen wir einen deutlichen Schritt in Richtung einer Gesellschaft ohne einschränkende Corona-Maßnahmen“, erklärte die Regierung in Den Haag.

Allerdings können die Niederländer noch keinen „Vrijheidsdag“ (Freiheitstag) feiern. Denn an die Stelle der 1,5 Meter-Regel tritt der heftig umstrittene Corona-Pass. Fortan muss jeder ab 13 Jahre vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport nachweisen, dass er geimpft, getestet oder genesen ist.


Samstag, 25. September, 7.05 Uhr
Schüler brauchen in den Herbstferien aktuellen Corona-Test für 3G

Für die Teilnahme an 3G-Veranstaltungen in den Herbstferien benötigen Schülerinnen und Schüler in NRW einen aktuellen negativen Corona-Test. Das hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klargestellt. An 3G-Veranstaltungen dürfen nur gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen.

Eigentlich gelten Schüler laut Coronaschutzverordnung „aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen“. Dieser Passus werde in den Ferien nun ausgesetzt, da die regelmäßigen Schultests in dieser Zeit wegfallen, erklärte ein Sprecher.

Freitag, 24. September, 21.57 Uhr

WHO empfiehlt Risikopatienten vorbeugende Therapie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten. Sie verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Schweizer Unternehmen Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte ihre neue Empfehlung nun im «British Medical Journal».

In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt. Viele Länder, die selbst keine Risikobewertungen machen können, warten aber auf solche WHO-Empfehlungen. Auch Hilfsorganisationen setzen in der Regel nur von der WHO empfohlene Mittel ein.

Freitag, 24. September, 20.42 Uhr

Stiko empfiehlt parallele Corona-und Grippeimpfung

Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko am Freitag mit. Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren.

Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe. Zuvor hatten sich bereits der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens und der Hausärzteverband für gleichzeitiges Impfen ausgesprochen.

Freitag. 24. September, 19.27 Uhr

RKI: Corona-Ansteckungszahlen sinken weiter

Die Zahl der Corona-Ansteckungen ist in Deutschland zuletzt zurückgegangen. Im Wochenvergleich sank die bundesweite 7-Tage-Inzidenz um 15 Prozent, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts, der am Freitag aktualisiert wurde. Die derzeitige Entwicklung könnte auf einen Rückgang des Sommerreiseverkehrs, eine Abnahme der festgestellten Infektionen beim Schulanfang sowie auf die Impfquote und die Einführung der 2G- und 3G-Regeln in vielen Bereichen zurückzuführen sein, hieß es.

Dabei gibt es jedoch regionale Unterschiede. In fast allen Bundesländern nahmen die registrierten Fallzahlen ab. In zwei ostdeutschen Bundesländern gab es dagegen deutliche Steigerungen: In Sachsen-Anhalt um 31 und in Thüringen um 21 Prozent.

Freitag, 24. September, 16.50 Uhr

Düsseldorfer Impfzentrum schließt Ende September nach 378.000 Impfungen

Das Düsseldorfer Impfzentrum schließt wie geplant am 30. September. Bislang wurden in dem Zentrum im Fußballstadion Merkur Spiel-Arena knapp 378 000 Impfungen verabreicht, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Die Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee sowie das „Impfmobil“ sollen weiter im Einsatz bleiben. Mit den Impfungen in den Arztpraxen wurden nach Angaben der Verwaltung in Düsseldorf 864 222 Impfungen vorgenommen.

Freitag, 24. September, 15.02 Uhr
Maske muss auch im Wahlbüro getragen werden – Gericht lehnt Eilantrag ab

Auch Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen müssen bei der Bundestagswahl an diesem Sonntag im Wahllokal eine Maske tragen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen am Freitag klargestellt. Das Gericht in Münster wies den Eilantrag eines Mannes aus Ennigerloh im Kreis Warendorf ab.

Er sieht durch die Maske sein allgemeines Wohlbefinden und seine Konzentration beeinträchtigt. Außerdem wollte er mit dem Verweigern der Maske seine kritische Haltung gegenüber den staatlichen Corona-Maßnahmen ausdrücken, heißt es in einer Mitteilung des OVG. Die Maskenpflicht verletze ihn in seinem Wahlrecht, so der Mann. Dieser Sicht folgte das Gericht nicht. Die Maskenpflicht im Wahllokal bei der Bundestagswahl sei eine verhältnismäßige Schutzmaßnahme zur Verhinderung von Corona-Infektionen. Die auf wenige Minuten begrenzte Maskenpflicht hindere keinen Wahlberechtigten an der Stimmabgabe. Ausgenommen von der Pflicht sind nur Personen, die medizinische Gründe vorbringen können.

Freitag, 24. September, 12.39 Uhr
Sonderregeln für Beamte bei Verdienstausfall
Eine neue Regelung der Länder bestimmt, dass Ungeimpften im Quarantänefall kein Verdienstausfall mehr gezahlt wird. Beamte und Beamtinnen hingegen haben in Quarantäne keinen Verdienstausfall zu befürchten. Bei dieser Regelung ist Ärger vorprogrammiert, da es zu einer Spaltung der Belegschaften im öffentlichen Dienst kommt.

„Das ist eine Ungleichbehandlung, die den Betriebsfrieden in Rathäusern oder Schulen ganz erheblich stören kann“, sagte Roland Staude, Chef des Beamtenbundes NRW, zur WAZ. „Wir erwarten vom Gesetzgeber, das zu verhindern und Angestellte wie Beamte gleich zu behandeln.“

Die Regelung greift für ungeimpfte Berufstätige spätestens ab dem 1. November. In NRW soll die Regel bereits zum 11. Oktober gelten. Die Lohnfortzahlung gilt aber weiterhin im Krankheitsfall.

Freitag, 24. September, 8.54 Uhr

Mehrheit gegen rasches Ende der Corona-Maßnahmen

Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer YouGov-Umfrage wandten sich 61 Prozent dagegen. 33 Prozent wären hingegen dafür. Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hatte zuletzt ein Ende aller Auflagen zum 30. Oktober gefordert. Die Regierung lehnte das ab.

Freitag, 24. September, 7.24 Uhr

Kinderschutzbund lehnt „Freedom Day“-Debatte entschieden ab
Der Kinderschutzbund lehnt die Diskussion um die Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen entschieden ab.

„Die Debatte um das Fallenlassen aller Maßnahmen ignoriert völlig die Belange der Bevölkerungsgruppen, die sich nicht impfen lassen können, und das sind insbesondere alle Kinder unter zwölf Jahren“, sagte Bundesgeschäftsführer Daniel Grein dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Anliegen von Kindern fanden in der Pandemie ohnehin zu wenig Gehör.“ Die aktuelle Debatte reihe sich in diese Erfahrung ein.

Freitag, 24. September, 5.22 Uhr

RKI meldet 9727 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 62,5
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 62,5 an.

Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 63,1 gelegen, vor einer Woche bei 74,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9727 Corona-Neuinfektionen.

Donnerstag, 23. September, 20.51 Uhr

Stiko empfiehlt dritte Impfung für bestimmte Risikopatienten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Corona-Auffrischungsimpfungen bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Eine Empfehlung für die sogenannten Booster nach Altersgruppen gebe das Gremium derzeit noch nicht, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens und bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bei der Stiko-Empfehlung geht es laut Mertens um Menschen mit Immundefekten oder Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös herunterreguliert wird, etwa bei Autoimmunerkrankungen oder nach einer Transplantation. Es soll aber innerhalb dieser Gruppen je nach Ausmaß der Immunsuppression differenziert werden, sagte Mertens der Deutschen Presse-Agentur. So solle sich der Zeitpunkt der Impfung danach richten, wie weit das Immunsystem geschwächt sei.

Donnerstag, 23. September, 19.32 Uhr

Griechenland: Justiz soll Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen

Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Maßnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, am Donnerstag in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit. Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen.

Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Maßnahmen auszuhebeln, hieß es in dem Schreiben, dass der Tageszeitung „Kathimerini“ vorlag. Vorausgegangen war eine Anzeigenwelle von Impfgegnern und Corona-Leugnern in den vergangenen Wochen, die sich vor allem gegen Lehrer und Ärzte richtete.

Donnerstag, 23. September, 17.55 Uhr

Virologe Streek: „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass die Zahlen wieder steigen”

Donnerstag, 23. September, 16.53 Uhr

Impfstoffentwicklerin: Gefährlichere Corona-Variante unwahrscheinlich

Eine der Entwicklerinnen des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona hält die Entstehung einer noch gefährlicheren Variante des Virus als Delta aktuell für eher unwahrscheinlich. „Normalerweise werden Viren harmloser, während sie zirkulieren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es noch eine bösartigere Version von Sars-CoV-2 geben wird“, sagte die Immunologin Sarah Gilbert von der Universität Oxford am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung der Royal Society of Medicine.

Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Virus so mutiere, dass es sich etwa der Wirkung der Impfstoffe entziehe. Vielmehr vermutet Gilbert, dass das Virus sich angesichts der wachsenden Immunität in der Bevölkerung ähnlich wie andere saisonale Coronaviren entwickeln werde.

Donnerstag, 23. September, 15.47 Uhr
BVB lädt 500 Corona-Helfer zum Duell gegen Lissabon ein
Das zweite Gruppenspiel von Borussia Dortmund in der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr) gegen Sporting Lissabon ist mit 25 000 Zuschauern ausverkauft. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, werden auch 500 Besucher aus medizinischen Berufen als Gäste dabei sein. „Wir hatten frühzeitig betont, dass wir uns bei denen bedanken wollen, die im Kampf gegen das Coronavirus enorm viel für uns als Gesellschaft geleistet haben.

Auch in einer Zeit noch immer eingeschränkter Kapazität war es uns ein Bedürfnis, die Einladung zum Spiel gegen Sporting auszusprechen“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Auch zu kommenden Spielen des Revierclubs in der Bundesliga und dem DFB-Pokal sollen Pflegekräfte eingeladen werden.

Donnerstag, 23. September, 13.11 Uhr
Ohne PCR-Test sollten freiwillig ungeimpfte Menschen nicht mehr zum Friseur gehen dürfen

Gewerkschafter sind sauer, Sozialverbände ebenso. Ungeimpften in Quarantäne den Lohn streichen? Das geht gar nicht, sagen sie. Doch, sagt Redakteur Ulrich Breulmann und meint: Da muss sogar noch mehr kommen. Viel mehr. Seinen Kommentar lesen Sie hier:


Donnerstag, 23. September, 9.31 Uhr

Quarantäne-Entschädigung: Kritik von Verdi und Streeck
Die Gewerkschaft Verdi hat kritisiert, dass ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne künftig keine Entschädigung mehr für Verdienstausfälle bekommen sollen.

Es sei „ziemlich herb“, dass damit „enormer Druck“ auf die Beschäftigten ausgeübt werden solle, sagte NRW-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt am Donnerstag im „Morgenecho“ auf WDR 5. Es handele sich um eine „Existenzfrage“. Zu befürchten sei Unruhe in den Betrieben und eine weitere Spaltung.

Auch der Virologe Hendrik Streeck bemängelte die geplante Neuregelung in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“ am Mittwochabend. „Wir arbeiten mit Strafen und das führt zu einem Druck, wo der Mensch am Ende sagt: Ich sage meinem Arbeitgeber gar nicht, dass ich Corona habe“, meinte Streeck. Schlimmstenfalls gingen Ungeimpfte infiziert ins Büro und trügen das Virus weiter.

Donnerstag, 23. September, 8.19 Uhr

Beeinflusst die Covid-Impfung den weiblichen Zyklus?
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig, die Behörde sammelt Berichte über unerwünschte Nebenwirkungen. Bis Ende Juni wurden dem Institut 310 Einzelfallmeldungen mit 368 „unerwünschten Ereignissen“ von Zyklusstörungen berichtet, wie aus einem Sicherheitsbericht der Behörde hervorgeht.

Einige Frauen berichten über stärkere, schwächere oder eine unregelmäßige Menstruation sowie Zwischenblutungen nach der Covid-Impfung. Gibt es einen ursächlichen Zusammenhang?

Behauptung: Die Corona-Impfung beeinflusst den weiblichen Zyklus.

Bewertung: Ein Zusammenhang zwischen Impfung und Zyklusstörung ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht belegt. Experten halten das angesichts der generellen Störanfälligkeit des Zyklus für eher unwahrscheinlich.

Donnerstag, 23. September, 6.37 Uhr

Geteiltes Echo auf Ende der Quarantäne-Entschädigung
Das Ende der Entschädigungszahlungen für ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne ist auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Die Gesundheitsminister hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass es für Verdienstausfälle, die wegen einer angeordneten Quarantäne entstehen, für die meisten ungeimpften Arbeitnehmer spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr geben soll. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Donnerstag, 23. September, 5.19 Uhr

RKI registriert 10.696 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 63,1 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 65 gelegen, vor einer Woche bei 76,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.696 Corona-Neuinfektionen.

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