Ansteckende Krankheit

Die Geflügelpest ist in NRW angekommen: Erste Tiere sind befallen

Die bereits in Norddeutschland grassierende Geflügelpest ist jetzt auch bei ersten Tieren in NRW nachgewiesen worden. Auch für den Menschen ist ie Krankheit gefährlich.
Ein Schild mit dem Schriftzug „Geflügelpest" hängt an einem Zaun eines Geflügelmastbetriebes in Rothenkirchen bei Rambin im Landkreis Vorpommern-Rügen. In der Putenmastanlage sollen 16100 Tiere getötet werden. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken befürchtet ähnliche Zustände auch in unserer Region. © picture alliance/dpa

Die bereits in Norddeutschland nachgewiesene Geflügelpest hat jetzt auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Bei einer am Deich in Emmerich am Rhein tot aufgefundenen Wildgans sei festgestellt worden, dass diese an Geflügelpest verendet sei, berichtete der Kreis Kleve am Donnerstag. Es handele sich um den ersten amtlich bestätigten Fall bei einem Wildvogel in Nordrhein-Westfalen. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Die Veterinärexperten des Kreises verzichteten laut der Mitteilung auf das Einrichten von Schutzzonen um den Fundort, weil er sich in einem Gebiet ohne hohe Geflügeldichte befindet. Die Lage werde aber weiterhin intensiv beobachtet. Bei einer weiteren Ausbreitung müsse damit gerechnet werden, dass im gesamten Kreisgebiet eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet werde, hieß es weiter.

Geflügelpest kann auch auf Menschen überspringen

Die auch Vogelgrippe genannte Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Bei Hühnern und Puten werden nach Angaben des Ministeriums die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet – teilweise bis zu 100 Prozent.

Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

dpa

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