Medizinische Masken, wie sie dieser Schüler trägt, sind in NRW noch keine Pflicht, werden es aber bald sein. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken gilt in NRW noch nicht

Dienstag haben sich Bund und Länder auf eine Verschärfung des Lockdowns verständigt. Das betrifft auch eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Noch gilt diese Pflicht in NRW aber nicht.

Der seit Mitte Dezember geltende Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert und in einigen Punkten auch verschärft. Darauf haben sich Bund und Länder am späten Dienstagabend nach einem Sitzungsmarathon verständigt. Zu den Verschärfungen gehört unter anderem, künftig beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen eine medizinische Maske zu tragen. Diese Vorschrift soll zwar auch in Nordrhein-Westfalen gelten, noch aber ist sie nicht in Kraft.

Der Grund dafür ist, dass eine solche Auflage erst zur Pflicht wird, wenn es dazu eine gültige Rechtsgrundlage gibt. Die hat das Land in der Nacht zu Freitag in einer neuen Coronaschutzverordnung erlassen. Die neue Verordnung tritt am Montag um 0 Uhr in Kraft.

Solange die neue Verordnung nicht in Kraft ist, kann man also noch beim Einkaufen oder in Bussen und Bahnen mit einer Stoffmaske unterwegs sein, ohne ein Bußgeld zu riskieren. Danach aber ist eine medizinische Maske vorgeschrieben. Das kann eine FFP2-Maske sein, die etwa in Bayern vorgeschrieben ist, aber auch eine deutlich preiswertere OP-Maske, wie sie jetzt schon im Straßenbild vielfach zu sehen ist.

Und was ist mit Homeoffice?

Übrigens: Die neuen Regelungen zum Homeoffice werden nicht Teil der Coronaschutzverordnung sein, sie sind vom Bundes-Arbeitsministerium bereits am Mittwoch in einer eigenen Verordnung erlassen worden. Sie gelten ab Mitte der kommenden Woche.

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Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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