Corona-Impfung

Digitaler Corona-Impfnachweis geht jetzt an den Start – mit Einschränkungen in NRW

Der digitale Impfpass geht an den Start. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen bald möglich sein. Das können NRW-Apotheken aber nur teilweise anbieten. Es fehlt an wichtigen Voraussetzungen.
Mit dem digitalen Impfnachweis sollen viele Erleichterungen kommen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild-Pool

Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag, 10. Juni, an den Start gehen. Die Anwendung namens „CovPass“ werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin.

Der digitale Nachweis kann zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein.

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Das soll auch Reisen erleichtern. Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können.

Nur ein Teil der Apotheken werde Impfnachweis ausstellen können

Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein – etwa bei Ärzten und Apotheken. In Nordrhein-Westfalen werden ab Montag nur ein Teil der Apotheken diese Dienstleistung bereits anbieten können. „Zum Start am Montag werden es noch nicht so viele Apotheken sein, weil die Apotheken noch technische, personelle und zum Teil auch räumliche Voraussetzungen schaffen müssen. Aber ein Teil wird auf jeden Fall dabei sein“, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, der dpa.

Den Bedarf für den digitalen Impfpass schätze der Verband auf etwa 1000 potenzielle Nachweise pro Apotheke. Preis geht nach den bisherigen zusätzlichen Angeboten beispielsweise für Corona-Schnelltests und Grippeschutzimpfungen davon aus, dass nach einem schrittweisen Aufbau jede vierte Apotheke im Rheinland den Service des digitalen Corona-Impfpasses anbieten werde.

Dabei könnte die Möglichkeit einer Reservierung, einer Terminbuchung über das Internet, angesichts der zu erwartenden Nachfrage, sinnvoll sein. „Nicht jede Apotheke wird mitmachen können. Die Hauptaufgabe der Apotheken ist die Versorgung mit Arzneimitteln“, erklärte er.

dpa

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