Coronavirus

Düsseldorfer stellen sich quer und demonstrieren gegen “Querdenker”

In Düsseldorf haben erneut "Querdenker" gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Zugleich sind ähnlich viele Gegendemonstranten auf die Straße gegangen. Darunter auch Krankenhauspersonal.
In Düsseldorf hat es eine Gegendemonstration zu einer "Querdenker"-Veranstaltung gegeben. © picture alliance/dpa

Anhänger der „Querdenken“-Initiative haben sich am Sonntag im Düsseldorfer Rheinpark versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. In ihrem Aufruf im Vorfeld war von einer „Masken-Lüge“ die Rede. Die Veranstalter hatten 1000 Teilnehmer angemeldet. Ein dpa-Reporter schätzte die Zahl auf etwa 800. Zugleich gingen an verschiedenen Orten in der Innenstadt geschätzt ähnlich viele Gegendemonstranten des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) auf die Straße.

Zu Teilnehmerzahlen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Beamten waren im gesamten Innenstadtgebiet vor Ort. Unter den Gegendemonstranten waren auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften, Krankenhaus- und Pflegepersonal, Kulturschaffende vom Bündnis „Düsseldorfer Appell“, das sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wendet. Die Initiative „Querdenken 0711“ hatte ursprünglich 20.000 Teilnehmer ihrer Demonstration genannt, dann die Zahl aber selbst auf nur 1000 korrigiert.

Anhänger sind gegen die Corona-Maßnahmen

Für den Aufruf hatten die Veranstalter zunächst mit dem Konterfei von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geworben, das Foto aber nach Intervention der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei gelöscht. In den vergangenen Tagen war eine Diskussion entbrannt, ob die „Querdenken“-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. Zuvor waren Hinweise auf eine Radikalisierung und Unterwanderung durch Extremisten aufgetaucht. Anhänger der Initiative und Ableger der Bewegung sind in den vergangenen Monaten in zahlreichen deutschen Städten gegen Beschränkungen in der Coronakrise auf die Straße gegangen.

dpa

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