Gefängnis

Gefängnisse in NRW schließen „Liebeszellen“

In den sogenannten „Liebenszellen“ der Gefängnisse in NRW sind aktuell keine Langzeitbesuche mehr möglich. Das hat die Landesregierung aus aktuellem Anlass entschieden.
Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. (Symbolbild)
Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. (Symbolbild) © Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Die Gefängnisse in NRW haben ihre Langzeitbesuchsräume, umgangssprachlich auch „Liebeszellen“ genannt, vorübergehend geschlossen. Per Erlass wurden die Justizvollzugsanstalten vor rund einer Woche angewiesen, Langzeitbesuche bis auf weiteres auszusetzen. Das geht aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervor.

Neben dem üblichen Besuchskontingent kann unter bestimmten Voraussetzungen normalerweise auch der sogenannte Langzeitbesuch genutzt werden. In den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten können die Gefangenen in der Regel etwa drei Stunden mit ihren Familien oder Partnern verbringen – ohne Aufsicht. Aus diesem Grund können sie auch für intime Begegnungen genutzt werden.

Der Grund für die Schließung der „Liebeszellen“ ist die aktuelle Omikron-Variante des Coronavirus. Die Räume dienen nach Angaben eines Sprechers des Landesjustizvollzugs der Pflege familiärer und partnerschaftlicher Kontakte. Sie sind – je nach Anstalt – eher wie ein Apartment eingerichtet, haben zum Beispiel auch eine Kochecke.

„Normale“ Besuche bei Gefangenen fallen laut Bericht an den Rechtsausschuss unter die 3G-Regel. Umarmen dürfen sich die Gefangenen und ihre Besucher nur, wenn beide immunisiert sind.

dpa

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