Coronavirus

Gerichtsurteil: Hallensportler müssen weiter Abstand halten

In den vergangenen Wochen gab es viele Lockerungen im Sport. Im Freien ist wieder nahezu alles möglich - einzig in der Halle gibt es noch Einschränkungen und die bleiben auch.
Beim Handball lässt sich Körperkontakt nicht vermeiden. © picture alliance / dpa

Mannschaftssportler, die in der Corona-Krise besonders von Einschränkungen betroffen sind, müssen damit vorerst weiter leben. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch entschieden. Laut einem Eilbeschluss ist die Coronaschutzverordnung des Landes rechtens. Der Antragsteller aus Düsseldorf hatte kritisiert, dass seine Kinder in mehreren Sportvereinen ihren Mannschaftssport nicht mehr ausüben können. Er verwies auf Profis in der Fußball-Bundesliga und bemängelte eine Ungleichbehandlung des Breitensports (Az.: 13 B 617/20.NE).

Diese Sicht teilen die OVG-Richter nicht. Grund des Verbots von Kontakten im Sport- und Trainingsbetrieb sei die erhöhte Infektionsgefahr. Da bei intensiverer Atmung vermehrt potenziell virushaltige Tröpfchen in die Luft abgegeben werden, sei es vertretbar, dass der „nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb grundsätzlich nur im Freien und für Gruppen von regelmäßig maximal zehn Personen zulässig ist“, heißt es in der Begründung.

Sonderregelungen im Profibereich seien zulässig, weil dort eine Infrastruktur mit medizinischer Betreuung vorhanden sei. Mit den vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzkonzepten sei, im Gegensatz zum Breitensport, das Infektionsrisiko hier besser einzugrenzen. Die Entscheidung des OVG ist nicht anfechtbar.

dpa

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt