Wetter

Hochwassermonat Juli: NRW mit Rekord-Niederschlägen und kaum Sonne

Tote, Vermisste, zerstörte Häuser und verwüstete Ortschaften: Der Starkregen Mitte des Monats war auch für Meteorologen „historisch“. Insgesamt brachte der Juli viel mehr Niederschlag als sonst.
Ein Taxi, das sich im Hochwasser festgefahren hat, steht auf einer überschwemmten Straße. © picture alliance/dpa/TNN

Nordrhein-Westfalen hat im Juli, dem Monat des katastrophalen Hochwassers, Rekord-Niederschläge registriert. Zugleich schien die Sonne im Bundesland nur 155 Stunden und damit im bundesweiten Vergleich am kürzesten.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag nach der ersten Auswertung seiner rund 2.000 Messstationen berichtete, fielen in NRW im Juni fast 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – 58 Liter mehr als im langjährigen Mittel, deutlich mehr als im Bundesschnitt (110) und zweithöchster Wert knapp hinter Bayern. Die Station Wipperfurth-Gardeweg verbuchte am 14. Juli mit 162,4 Litern den deutschlandweit höchsten Tagesniederschlag.

Hochwasser: Größte Naturkatastrophe NRWs

Der starke Regen hatte vor allem in den Flüssen Erft und Rur verheerende Hochwasser ausgelöst. 47 Todesopfer seien zu beklagen, hatte das NRW-Innenministerium vor kurzem bilanziert. Die Landesregierung spricht von der größten Naturkatastrophe, die NRW je durchlitten habe. Experten bezeichneten die Flut „mindestens“ als Jahrhundert-Unwetter.

Auch bundesweit hat es im Juli deutlich mehr geregnet als üblich. In dem Monat fielen deutschlandweit laut DWD im Mittel rund 110 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – knapp 40 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus bei fast 25 Prozent.

dpa

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