NRW: Zoll findet fünf Kilogramm Kokain als gemalte Bilder

Pressesprecher Jens Ahland zeigt Bilder aus hochreinem Kokain.
Pressesprecher Jens Ahland zeigt Bilder aus hochreinem Kokain. © Hauptzollamt Köln
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Fünf Kilogramm Kokain als Untergrund für gemalte Bilder hat der Zoll am Köln/Bonner Flughafen beschlagnahmt. Das hochreine Kokain sei zur Tarnung sehr flach gepresst und dann bemalt worden, sagte Zoll-Sprecher Jens Ahland am Dienstag in Köln. „Allein die Menge dieser Kokain-Bilder hätte eine Einzeldosis für so viele Leute ergeben, wie in das ausverkaufte Stadion des 1. FC Köln passen.“

Aktuell seien fast jede Nacht Drogenfunde in Paketen am Flughafen zu verzeichnen. Allein seit Mitte Juni seien dort Drogen im Wert von rund 2,9 Millionen Euro gefunden worden. Neben Heroin und Crystal Meth in Büchern und Ecstasy-Tabletten in Protein-Pulver-Packungen sei auch Haschisch zwischen Kinderspielzeug versteckt worden.

Ein Drogenwischtest liegt auf einem Bild.
Ein Drogenwischtest liegt auf einem beschlagnahmten Bild. © Thomas Banneyer/dpa

Pro Nacht mehr als 100 Drogenfahnder im Einsatz

Jede Nacht sind auf dem Flughafen mehr als 100 Drogenfahnder im Einsatz. Die Herkunft der Pakete lasse selten Rückschlüsse zu, sagte Ahland. „Das kommt wirklich zum Teil aus Ländern, wo man nie damit rechnen würde, deswegen schließen wir auch keine Routen aus. Wir konzentrieren uns wirklich mehr darauf, wie ist die Ware beschrieben, welche Hinweise haben wir vielleicht, aber Kommissar Zufall spielt natürlich auch eine Rolle.“ Die Drogen wie auch die Verstecke werden nach Abschluss der Ermittlungen zerstört.

„Kokain als gemalte Bilder und Kartoffelbrei getarnt, Heroin und Crystal Meth in Büchern sowie Haschisch zwischen Kinderspielzeug versteckt, sind gute Beispiele für die tägliche Herausforderung sich nicht von der Optik oder Aufmachung der Pakete und deren Inhalt täuschen zu lassen“, so der Pressesprecher des Haupt-zollamts Köln.

Bei einem größeren Fund im vergangenen Februar sind über 40 Kilogramm getarntes Kokain gefunden worden. Die Drogen wurden als schwarzes Kaffeepulver getarnt.

dpa/seh