Kreis in NRW soll umbenannt werden – Entscheidung ist gefallen

Zwei Helfer schütten Stimmzettel auf einem Tisch aus.
Am Donnerstag (18.8.) findet die Auszählung des Bürgerentscheides im Kreis Düren statt. © picture alliance/dpa
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Bei einem Bürgerentscheid im Kreis Düren hat sich eine große Mehrheit der Bürger gegen eine Umbenennung des Kreises ausgesprochen. 83 Prozent der Stimmen wurden für den Erhalt des bisherigen Namens „Kreis Düren“ abgegeben.

Der Kreistag hatte im Dezember 2021 mit großer Mehrheit den neuen Namen „Rurkreis Düren-Jülich“ beschlossen. Der verlängerte Titel soll die ländliche Region mit 270.000 Einwohnern zwischen Köln und Aachen besser beschreiben und nicht nur die Kreisstadt im Namen tragen. Der Fluss Rur fließt von der Eifel kommend durch das ganze Kreisgebiet. Für diesen Namen entschieden sich beim Bürgerentscheid aber nur 17 Prozent.

Die Beteiligung an der Abstimmung war groß: Schon eine Woche vor der Auszählung hatte die Hälfte der Bürger den Brief mit dem Stimmzettel zurückgeschickt. Letztendlich beteiligten sich knapp 120.000 Wahlberechtigte.

Die Gegner einer Umbenennung hatten angeführt, der Name „Rurkreis Düren-Jülich“ ignoriere die 13 anderen Städte und Gemeinden, die ebenfalls für den Kreis wichtig seien. Auch die Eifel, die Börde und die anderen Flüsse würden nicht berücksichtigt. Auch wurden die Angaben zu den Kosten bezweifelt. Der Kreis hatte den finanziellen Aufwand auf zwischen 25.000 und 30.000 Euro geschätzt. Unter anderem müssten Briefbögen und die Ortsschilder geändert werden.

Den Wunsch nach einer Namensänderung hatten auch schon andere Kreise. Der frühere Kreis Neuss benannte sich in Rhein-Kreis Neuss um. Der einstige Erft-Kreis heißt seit 2003 Rhein-Erft-Kreis.

dpa