Hochwasser

Nach Flutkatastrophe in NRW: Heftige Kritik an Koordination von Hilfsangeboten

Nach der Flutkatastrophe in NRW bleibt die massive Kritik an der Koordination von Hilfsangeboten bestehen - und verstärkt sich noch einmal. Das Innenministerium drückt sein Bedauern aus.
Nach der Flutkatastrophe in NRW bleibt die massive Kritik an der Koordination von Hilfsangeboten bestehen. © picture alliance / dpa

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Nordrhein hat nach der Hochwasserkatastrophe die Koordination von Hilfsangeboten durch das NRW-Innenministeriums kritisiert.

„Da wird überhaupt nichts von zentraler Stelle organisiert. Zentrale Ansprechpartner sind nicht da“, sagte Geschäftsführer Christoph Becker der „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (NRZ).

Der Verband habe nach dem Unwetter Unterkünfte für Betroffene organisiert, das Angebot sei aber nicht bis zu den Menschen durchgedrungen. „Unsere Hotline spricht sich in den überfluteten Regionen nur schwer rum“, sagte Becker.

Auch der Transport der Betroffenen zu den Hotels sei ein Problem gewesen. „Wir haben festgestellt, dass die Mitarbeiter vor Ort teilweise gar nicht wussten, was zu tun ist.“

NRW-Innenministerium drückt sein Bedauern aus

Das Innenministerium teilte mit, eine Koordinierungsgruppe des Krisenstabes sammle die Hilfsangebote und schicke diese mehrmals täglich an die Bezirksregierungen. „Ausgerechnet“ das Angebot des Gaststättenverbandes sei „bedauerlicherweise mit einiger Verzögerung“ vermittelt worden.

Minister Herbert Reul (CDU) habe „in einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer des DEHOGA Nordrhein, Christoph Becker, sein Bedauern über diese Verzögerung zum Ausdruck gebracht.“

dpa

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