NRW-Energiewirtschaft

Paukenschlag: RAG-Stiftung prüft Steag-Anteile von Ruhrgebiets-Städten zu übernehmen

Die RAG-Stiftung prüft derzeit, ob sie als Treunhänderin die Steag-Anteile der Ruhrgebiets-Kommunen, die sich vom Kohleverstromer verabschieden wollen, übernimmt.
Die RAG-Stiftung prüft, ob sie die Steag-Anteile der Kommunen treuhänderisch übernehmen kann. © picture alliance/dpa

Paukenschlag für die Energiewirtschaft in NRW: Die Essener RAG-Stiftung prüft, die Anteile des von Ruhrgebietskommunen gehaltenen Kohleverstromers Steag treuhändisch zu verwalten. Ziel sei es, Steag „zu restrukturieren“ und neu zu positionieren.

2011 und 2014 hatte ein Konsortium aus den Stadtwerken Dortmund (36 %), Duisburg (19 %), Bochum (18 %), Essen (15 %), Oberhausen (6 %) und Dinslaken (6 %) den fünftgrößten deutschen Stromerzeuger für rund 1,2 Milliarden Euro von Evonik übernommen.

Infolge der Energiewende und der Stilllegung der Steinkohlekraftwerke sieht sich Steag in seinem Kerngeschäft bedroht, die Erträge sind eingebrochen. Die Mehrheit der kommunalen Eigner plant, sich wieder von Steag zu verabschieden, konnte aber zuletzt keine Einigung erzielen.

Auf Vorstoß von Michael Vassiliadis, Chef der Industriegewerkschaft IGBCE, prüft nun die RAG-Stiftung, die Anteile in treuhändische Verwaltung zu übernehmen. Von der IGBCE hieß es, man stehe „im Dialog mit den Anteilseignern, den Oberbürgermeistern der beteiligten Städte sowie mit kompetenten Partnern.“ Steag habe „eine Perspektive als kompetenter Faktor der Energiewende“. Zudem erwarteten die Beschäftigten eine Antwort auf ihre Zukunftsfragen.

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