Coronavirus

Polizei stoppt Gottesdienst in Essen mit fast 100 Teilnehmern

Die Polizei hat am Donnerstag einen Gottesdienst mit fast 100 Teilnehmern aufgelöst. Die Besucher der Essener Kirche hatten sich nicht an die Corona-Maßnahmen gehalten. Das hat Konsequenzen.
In Essen hat die Polizei einen Gottesdienst aufgelöst, bei welchem die Corona-Regeln nicht eingehalten wurden. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Die Polizei hat am Donnerstagabend in Essen einen Gottesdienst mit fast 100 Teilnehmern aufgelöst, 88 Erwachsenen und 10 Kindern. Die Gottesdienstbesucher hätten weder Masken getragen noch den vorgeschriebenen Abstand eingehalten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Es habe auch keine Teilnehmerliste gegeben.

Teilnehmer überwiegend aus Gelsenkirchen

Der Gottesdienst sei wegen der „massiven Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sofort beendet worden“, teilte die Polizei mit. Alle Teilnehmer seien aus der Kirche geführt worden. Ihre Identitäten seien festgestellt worden, die Erwachsenen hätten Anzeigen erhalten und müssten mit Bußgeldern rechnen, so die Polizei. Die Gottesdienstteilnehmer stammen laut dem Bericht überwiegend aus Gelsenkirchen.

Wie die WAZ berichtet, handelt es sich um die ehemalige neuapostolische Kirche an der Altenessener Straße. Ein Sprecher der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland differenzierte sich von dem Vorfall und stellte klar, dass es sich nicht um eine neuapostolische Gemeinde handelt. Welche Kirchengemeinde das Gebäude aktuell nutzt, entziehe sich seiner Kenntnis.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Essen ein Gottesdienst aufgelöst werden muss, weil sich die Teilnehmer nicht an die Corona-Regeln halten. Bereits im Dezember musste eine Hundertschaft eingreifen und einen Gottesdienst stoppen. Damals hatten sich Anwohner über den Gesang beschwert und so auf die Verstöße aufmerksam gemacht.

dpa

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