Kriminalität

Rätselhafte Messerattacke in NRW-Regionalexpress beschäftigt das Gericht

Nach einer Messerattacke in einem NRW-Regionalexpress hat der Prozess begonnen. Der Verdächtige räumt die Vorwürfe ein. Und doch bleibt ein großes Rätsel.
Ein halbes Jahr nach einer blutigen Messerattacke in einem Regionalexpress hat am Freitag der Strafprozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. © picture alliance/dpa/Symbolbild

Ein halbes Jahr nach einer blutigen Messerattacke in einem Regionalexpress hat vor dem Landgericht Mönchengladbach am Freitag der Strafprozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 25-Jährige ist wegen versuchten Mordes angeklagt.

Er soll am späten Abend des 12. März im RE 8 kurz vor der Station Rommerskirchen grundlos und unvermittelt mit einem Küchenmesser auf einen jugendlichen Mitreisenden eingestochen und ihn schwer verletzt haben. „Der kam von hinten, hat ein Messer gezogen und zugestochen“, sagte der heute 17-Jährige als Zeuge am ersten Verhandlungstag.

Schüler aus NRW erlitt sechs Stichverletzungen

Der Schüler erlitt bei dem Angriff sechs Stichverletzungen im Brust- und Bauchbereich sowie am Arm. Als der Angreifer schließlich von ihm abgelassen habe, habe er sich nach vorne geschleppt. Der Schaffner habe ihn ins Führerhaus gezogen. Auch zwei Frauen hatten sich in den vorderen Zugbereich geflüchtet und dort in Sicherheit gebracht.

Der angeklagte Pole ließ über seinen Verteidiger knapp erklären, dass er die Tatvorwürfe einräume. Nach der Zeugenaussage des Opfers entschuldigte er sich bei dem 17-Jährigen: „Es tut mir leid, was ich getan habe.“

Das Motiv für die Tat ist bislang völlig rätselhaft. Eine psychiatrische Gutachterin soll die Schuldfähigkeit des Angeklagten klären. Für den Prozess sind noch sechs weitere Verhandlungstage bis Ende Oktober angesetzt.

dpa

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