Erneuerbare Energien

Stromautobahn durch NRW: Bundesnetzagentur legt Trasse für Rheinland und Münsterland fest

Nun steht fest, wo ein Teil der Strom-Höchstspannungsleitung durch Nordrhein-Westfalen verlegt werden soll. Die Bundesnetzagentur hat eine Entscheidung zum Trassenkorridor vorgelegt.
Die Bundesnetzagentur folgte im Prinzip dem Trassenkorridor von Amprion. Jetzt muss noch entschieden werden, wo genau die Kabel im Boden liegen. © picture alliance / dpa

Die für den Transport von Windstrom von der Nordsee nach Nordrhein-Westfalen geplante Höchstspannungsleitung A-Nord nimmt konkrete Formen an. Die Bundesnetzagentur hat am Montag den Trassenkorridor für den gut 102 Kilometer langen Abschnitt von Borken im Münsterland nach Meerbusch-Osterath bei Neuss festgelegt.

Damit steht auch fest, dass die Stromkabel den Rhein bei Rees im Kreis Kleve queren sollen. Aus dem Kreis Kleve hatte es zuvor Kritik an den Planungen des Netzbetreibers Amprion gegeben. Die Bundesnetzagentur folgt aber dem Vorschlag von Amprion, der die rund 2 Milliarden Euro teure Stromleitung plant und baut.

Der Verlauf des Korridors für die Hochspannungsleitung.
Der Verlauf des Korridors für die Hochspannungsleitung. © dpa © dpa

Nur auf einem kurzen Abschnitt bei Rhede im Kreis Borken habe sich die Genehmigungsbehörde für einen anderen Verlauf entschieden, teilte Amprion mit. Im weiteren Planungsverfahren muss Amprion einen Vorschlag erarbeiten, wo genau innerhalb des 1000 Meter breiten Korridors die Kabel im Erdboden verlegt werden sollen.

Leitung soll im Jahr 2025 in Betrieb genommen werden

Der Netzbetreiber will im dritten Quartal 2021 den Antrag auf Planfeststellung für diesen Abschnitt der insgesamt 301 Kilometer langen Gleichstromtrasse stellen. „In dieser Phase sollen auch die ersten Gespräche mit den Flächeneigentümern starten, die möglicherweise betroffen sind“, sagte Projektleiter Jörn Koch. Die Stromleitung soll etwa zwei Gigawatt an Leistung übertragen, was laut Amprion dem Energiebedarf von zwei Millionen Menschen entspricht.

Nach den bisherigen Planungen soll die Leitung im Jahr 2025 in Betrieb genommen werden. Im neuesten Netzentwicklungsplan hat Amprion aber vorsichtshalber das Jahr 2027 als Alternative aufgeführt. Gleichzeitig mit dem Trassenkorridor für die A-Nord-Verbindung hat die Bundesnetzagentur die Trasse für einen Abschnitt der Gleichstromleitung Ultranet festgelegt, über die der Strom von Osterath weiter nach Baden-Württemberg transportiert werden soll.

Für Ultranet wird kein Erdkabel verlegt, stattdessen werden bestehende Strommasten genutzt, an denen zusätzliche Leiterseile montiert werden. Der von der Bundesnetzagentur festgelegte Abschnitt reicht von Osterath bis Bergheim im Rhein-Erft-Kreis und ist etwa 30 Kilometer lang.

dpa

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