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Sturmtief Goran: Bäume stürzten auf Autos – Bahnverkehr betroffen

Ein Sturm ist am Donnerstagmorgen über NRW gezogen und hat zahlreiche Schäden angerichtet. Bäume stürzten auf Autos und Häuser, auch der Bahnverkehr war betroffen.
Feuerwehrleute räumen einen umgestürzten Baum weg. © picture alliance/dpa/Alexander Forstreuter

Heftige Sturmböen haben am Donnerstagmorgen in Nordrhein-Westfalen Bäume und Schilder umgeworfen, Mülltonnen durch die Gegend geschleudert und Gebäude beschädigt. Feuerwehr und Polizei verzeichneten Dutzende von Einsätzen. Von Verletzten wurde bis zum Mittag nichts bekannt.

Auch der Bahnverkehr war betroffen. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich wurden Fernverkehrszüge umgeleitet. Die Bäume hatten die Gleise blockiert. Betroffen war die ICE-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam. Die Züge hatten laut Deutscher Bahn etwa 45 Minuten Verspätung. Die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem entfielen.

In Dortmund rückte die Feuerwehr aus, nachdem ein Baum auf ein Haus stürzte. Am Hardenberg-Center beschädigte der Sturm Teile des Dachs, so Oliver Körner, Pressesprecher der Feuerwehr. An mehreren Stellen in Dortmund meldeten Anrufer Bäume, die auf die Straße gestürzt seien. Auch Bahnstrecken sind vom Sturm betroffen: Die Deutsche Bahn meldete für die Linien RB51 von Lünen nach Dortmund, dass ein Baum im Gleis liegt.

Im Märkischen Kreis blockierten Bäume mehrere Straßen. Insgesamt zählte die Polizei dort 23 wetterbedingte Einsätze. In Düsseldorf war die Feuerwehr laut einem Sprecher wegen abgebrochener Äste, umgekippter Bauzäune und herabgefallener Dachziegel im Einsatz.

Sturm beschädigt Telefonleitung

In Voerde im Kreis Wesel wurde eine Telefonleitung beschädigt. In Oberbruch im Kreis Heinsberg stürzte eine Laterne auf ein parkendes Fahrzeug. In Lotte im Kreis Steinfurt zerlegte der Sturm eine Holzhütte auf einem Baumarktgelände.

Auch in Köln, Dortmund, Münster, Euskirchen, Krefeld oder Paderborn kam es zu zahlreichen Einsätzen. Die schnellste schwere Sturmböe verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) mit 100 Kilometer pro Stunde. Ähnlich starke Böen wurden auch in Ahaus und Münster (98 Kilometer pro Stunde) und Düsseldorf (95) gemessen, wie der DWD-Meteorologe Bernd Hussing in Essen sagte.

Interessant seien die großen Temperaturunterschiede vor dem Durchzug der Regenfront und danach gewesen. So seien etwa in Köln gegen 7.00 Uhr zwölf Grad gemessen worden, eine Stunde später dann nur noch sechs Grad. „Das war schon markant.“ Für die Nacht zum Freitag rechnet der DWD erneut mit Sturmböen, die aber etwas schwächer ausfallen sollen als am Donnerstagmorgen.

dpa

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