Verdi

Tarifverhandlungen für NRW-Einzelhandel ohne Ergebnis

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in NRW blieb erfolglos: Ein Angebot wurde von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt. Das letzte Wort ist jedoch nicht gesprochen.
Mitarbeiter eines Lagers des Discounters Lidl stehen bei einem Warnstreik mit Warnwesten mit der Aufschrift „ver.di Handel“ vor einem Lager des Discounters. © picture alliance/dpa

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag kein Ergebnis gebracht. Die Gewerkschaft Verdi wies das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot als unzureichend zurück.

Die Arbeitgeber hatten einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten vorgeschlagen, der unterschiedliche Erhöhungsschritte für die Unternehmen vorsieht. Für Betriebe, die gut durch die Corona-Krise kommen, soll es schnellere und größere Erhöhungen geben als für Firmen, die unter der Pandemie leiden.

Verhandlungen werden im Juni fortgesetzt

Ab November 2023 soll dann wieder ein einheitliches Lohnniveau erreicht sein. „Die Arbeitgeber versuchen, einen Keil zwischen die Beschäftigten im Einzelhandel zu treiben“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer laut Mitteilung. Eine Laufzeit von 36 Monaten reiche gerade in der Krise viel zu weit in die Zukunft.

Die Beschäftigten bräuchten bei steigenden Preisen jetzt mehr Geld, um ihr Leben zu bestreiten. Verdi fordert für die rund 700 000 Verkäuferinnen und Verkäufer in NRW eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro sowie ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber betonen, eine solche Erhöhung sei auch ohne Krise kaum zu erwirtschaften. Die Verhandlungen werden am 22. Juni fortgesetzt.

lnw

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