Strukturwandel

Thyssenkrupp: Schließung des Grobblech-Werks betrifft 800 Angestellte

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp wird sein Grobblech-Werk in Duisburg schließen. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Berichte. Was passiert jetzt mit den rund 800 Beschäftigten?
Das Duisburger Grobblechwerk des angeschlagenen Stahlkonzerns Thyssenkrupp mit rund 800 Beschäftigten steht vor dem Aus. © picture alliance/dpa

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp bereitet die Schließung seines Grobblech-Werks in Duisburg mit rund 800 Beschäftigten vor. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“.

„In den letzten Monaten konnte trotz intensiver Suche kein Käufer gefunden werden, der den Geschäftsbereich fortführen würde“, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben des Thyssenkrupp-Stahlvorstands an die Mitarbeiter. Nach der Absage der Saarstahl AG für eine Übernahme des Geschäftsbereichs Grobblech werde man damit beginnen, die Stillsetzung des Werks bis spätestens Ende September 2021 einzuleiten.

Einige Mitarbeiter scheiden über Altersteilzeitregelungen aus

Thyssenkrupp hatte den Beschluss zur Stillsetzung im Frühjahr gefasst, sofern ein Verkauf nicht möglich sein sollte. Entlassen werden soll laut Thyssenkrupp niemand. „Von den rund 800 Mitarbeitenden erhalten gut 90 Prozent Ersatzarbeitsplätze im Duisburger Norden oder an anderen Standorten“, hieß es in einer Stellungnahme.

Weitere Mitarbeiter würden über Altersteilzeitregelungen ausscheiden können. In dem 1963 gegründeten Werk im Duisburger Süden werden Stahlbleche unter anderem für die Bauindustrie, den Schiffbau oder für Pipelines hergestellt. Es schreibt nach Unternehmensangaben seit Jahren rote Zahlen.

dpa

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