Coronavirus

Über 11.000 Freiwillige für Corona-Notfälle in NRW

Das NRW-Freiwilligenregister wurde vor fünf Monaten eingeführt. Seitdem haben sich viele Helfer gemeldet und sie werden dringend gebraucht. Eingesetzt werden sie unter anderem in Impfzentren.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte, NRW sei solidarisch und packe an. © picture alliance/dpa

Angesichts der starken Ausbreitung des Coronavirus melden sich in Nordrhein-Westfalen immer mehr Freiwillige aus Gesundheitsberufen für die Bekämpfung der Pandemie. Fünf Monate nach der Einführung eines NRW-Freiwilligenregisters hätten sich bereits mehr als 11 000 Fachleute registriert, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Darunter seien allein 3270 Ärztinnen und Ärzte und 3118 Pflegekräfte. Gerade in den vergangenen Wochen hätten die Meldungen von Freiwilligen stark zugenommen, sagte ein Sprecher der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Nordrhein-Westfalen ist solidarisch und packt an“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Landesverordnung tritt Mitte Dezember in Kraft

Freiwillige werden für Hilfseinsätze von ihren üblichen Tätigkeiten freigestellt, das Land übernimmt den Lohnausfall und erstattet den Arbeitgebern anfallende Kosten. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages habe einer entsprechenden Verordnung der Landesregierung am Donnerstag zugestimmt, hieß es in der Mitteilung.

Nicht nur die Freiwilligen selbst, sondern auch die Impfzentren, stationäre oder mobile Abstrichzentren, Krankenhäuser, stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, aber auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Rettungsdienste oder die Gesundheitsbehörden hätten damit Klarheit über den Einsatz der Freiwilligen. Die Landesverordnung soll am 17. Dezember 2020 in Kraft treten.

dpa

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