Autos stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 im Wasser. © Marius Becker/dpa
Wetter

Unwetter in NRW: Vier Feuerwehrleute bei Hochwassereinsätzen in NRW gestorben – Liveblog

Bei den Hochwassereinsätzen in Nordrhein-Westfalen haben mindestens vier Feuerwehrleute ihr Leben verloren. Das teilte der Verband der Feuerwehren mit. Die Lage im Überblick.

Heftige Regenfälle sorgen für viel Chaos in NRW. Wir berichten live über die aktuellen Entwicklungen.

  • Mindestens 45 Menschen sind in NRW bislang ums Leben gekommen. Viele werden noch vermisst. Stark betroffen ist Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis.
  • Im Kreis Heinsberg ist ein Damm der Rur gebrochen. Der Stadtteil Ophoven steht teilweise unter Wasser. Die Lage bleibt sowohl hier als auch in Erftstadt weiter angespannt.
  • Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) sind zahlreiche Häuser eingestürzt, viele Menschen werden auch dort noch gesucht.
  • In Eschweiler und Stolberg, zwei heftig verwüsteten Gemeinden, kam es mehrfach zu Plünderungsversuchen. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen.
  • In Mülheim wurde ein Ausflugsschiff von den Fluten zerdrückt. Dabei wurde keine Person verletzt – niemand befand sich zu dieser Zeit auf dem Schiff.
  • Der Rheinpegel ist zwischenzeitlich stark angestiegen, ebenso wie der Ruhrpegel oder die Wupper.
  • Wegen des Unwetters ist in NRW viel kaputt gegangen. Es stellt sich die Frage: Wer kommt für die Schäden auf?Alle Infos zum Versicherungsschutz bei Starkregen finden Sie hier.

+++

Wir beenden unsere Live-Berichterstattung an dieser Stelle.

Samstag, 18. Juli, 10.50 Uhr

Experten sollen Lage an der Steinbachtalsperre neu bewerten

An der von einem Bruch bedrohten Steinbachtalsperre bei Euskirchen fließt das Wasser langsamer ab als erwartet. Deshalb sollen Experten am Sonntag die noch immer angespannte Lage am Staudamm neu bewerten, wie die Bezirksregierung Köln auf Twitter mitteilte. Die ursprünglich geplante Prognose, am Sonntagnachmittag gegen 15.00 Uhr Entwarnung geben zu können, kann den Angaben zufolge deshalb nicht gehalten werden.

Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Der Wasserstand sinke aber langsamer als erwartet, hieß es am Samstagabend. Entwarnung könne erst gegeben werden, wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei. Bis dahin bestehe weiter akute Dammbruchgefahr, wie die Bezirksregierung am Samstag warnte. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden.

Mit Hochleistungspumpen wird Wasser aus der Steinbachtalsperre abgepumpt. © Marius Becker/dpa © Marius Becker/dpa

Samstag, 18. Juli, 7.44 Uhr

Scholz stellen Finanzhilfen in Aussicht

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Soforthilfen in dreistelliger Millionenhöhe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe im Westen in Aussicht gestellt. «Es braucht einen nationalen Kraftakt», sagte der SPD-Politiker der «Bild am Sonntag». Er wolle am Mittwoch im Kabinett zwei Dinge auf den Tisch legen. «Erstens eine Soforthilfe, bei der letzten Flut waren dafür deutlich mehr als 300 Millionen Euro nötig. Da wird jetzt sicher wieder so viel gebraucht», erläuterte Scholz.

«Zweitens müssen wir die Grundlage für ein Aufbauprogramm schaffen, damit die zerstörten Häuser, Straßen und Brücken zügig repariert werden. Wie wir von der vorherigen Katastrophe wissen, geht es um Milliarden Euro.»

Olaf Scholz (SPD, r), Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat, besuchte in Rheinland-Pfalz von der Überschwemmung getroffene Kommunen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 17. Juli, 20.04 Uhr

Lachender Laschet sorgt für Empörung

NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat hat bei seinem Besuch in Erftstadt für Empörung gesorgt. Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Rede über Solidarität hält, sieht man Laschet im Hintergrund lachen.

In den sozialen Netzwerken folgte schnell eine Entschuldigung. Laschet bedauere den Eindruck, der entstanden sei: „Dies war unpassend und es tut mir leid.”

Samstag, 17. Juli, 19.19 Uhr

Zahl der Toten bei Unwetterkatastrophe steigt in NRW auf 45

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf 45 gestiegen. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Samstagabend mit. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer gegenüber Freitag um zwei erhöht.

Keine Toten wurden bislang bei der Bergung der Fahrzeuge auf der überfluteten Bundesstraße 265 bei Erftstadt gefunden, wie ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises berichtete. Bei der Überprüfung der insgesamt 28 Autos und Lastwagen, die von den Wassermassen überspült worden waren, kamen auch Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zum Einsatz.

Samstag, 17. Juli, 18.22 Uhr

Lüner Hospiz sammelt Spenden für Unwetter-Betroffene

Durch den Starkregen am Mittwoch (14. Juli) sind vor allem im Lüner Süden zahlreiche Keller und Wohnungen mit Wasser geflutet worden. In der Spitze hatte es laut Feuerwehr in der Stunde knapp 60 Liter pro Quadratmeter geregnet. Vom Unwetter stark Betroffene will das Lüner Hospiz mit Spenden unter die Arme greifen.

„Das Hospiz am Wallgang möchte den Menschen helfen, die durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage ihr Hab und Gut verloren haben“, heißt es auf einem Flyer der Einrichtung.

Samstag, 17. Juli, 17.58 Uhr

Vier Feuerwehrleute starben bei Hochwassereinsätzen in NRW

Bei den Hochwassereinsätzen in Nordrhein-Westfalen haben mindestens vier Feuerwehrleute ihr Leben verloren. Das teilte der Verband der Feuerwehren (VdF) am Samstag mit. Neben den beiden in Altena und Werdohl gestorbenen Männern seien zwei weitere Todesfälle gemeldet worden. In Nettersheim (Kreis Euskirchen) sei ein Feuerwehrangehöriger bei einem Rettungseinsatz ums Leben gekommen. Ein weiterer Feuerwehrangehöriger der Feuerwehr Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis) sei im Einsatz leblos aufgefunden worden und später im Krankenhaus gestorben.

„Die Betroffenheit in den Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus ist riesig. Wir alle werden das nach Ende der Einsätze erst verarbeiten müssen”, sagte der stellvertretende VdF-Landesvorsitzende, Bernd Schneider.

Samstag, 17. Juli, 17.02 Uhr

Steinmeier in Erftstadt: „Ihr Schicksal bricht uns das Herz”

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Samstag in Erftstadt ein Unterkunft für durch das Hochwasser wohnungslos gewordene Menschen besucht. In der zum Aufenthaltsraum umfunktionierten Kantine eines Gymnasiums traf der CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat mit etwa 20 Bewohnern zusammen, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete.

Samstag, 17. Juli, 16.30 Uhr

Probleme für Kohlekraftwerk Weisweiler durch Hochwasser

Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns RWE getroffen. Das Unternehmen schätzte die Schäden am Samstag auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Die Stromerzeugung des Kraftwerks Weisweiler bei Eschweiler laufe nur mit reduzierter Kraft, teilte RWE in Essen mit. Am Donnerstag habe der Fluss Inde bei Lamersdorf einen Deich überspült und sei in den Tagebau Inden gelaufen.

Samstag, 17. Juli, 15.55 Uhr

Bundeswehr birgt versunkene Fahrzeuge
Soldaten der Bundeswehr haben angefangen, auf der überfluteten Bundesstraße 265 bei Erftstadt in Nordrhein-Westfalen Fahrzeuge zu bergen. Menschen seien in den Autos und Lastwagen bisher nicht entdeckt worden, teilte die Feuerwehr der Stadt Erftstadt mit.

Auf der B265 waren zahlreiche Fahrzeuge überspült worden. Eine Sprecherin des Rhein-Erft-Kreises hatte am Freitag gesagt, es sei unklar, ob es alle Insassen rechtzeitig aus ihren Fahrzeugen geschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Bei der Bergung setzt die Bundeswehr nun auch Radpanzer ein.

Samstag, 17. Juli, 14.58 Uhr

Polizei: Keine Drohnen über Einsatzgebieten fliegen lassen

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Euskirchen hat Neugierige davor gewarnt, in die Hochwassergebiete zu kommen. Zudem sollten Privatleute keine Drohnen über Einsatzgebieten von Polizei und Rettungsdienst fliegen lassen. «Sie behindern dadurch die Drohnen der Rettungskräfte!», schrieb die Polizei, die unter anderem für das Gebiet an der bedrohten Steinbachtalsperre zuständig ist, auf Twitter. Zudem sei der Drohneneinsatz unzulässig und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar.

Samstag, 17. Juli, 14.38 Uhr

Hochwasserkatastrophe in NRW: Über 23.000 Kräfte im Einsatz

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Innenministeriums rund 23.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW) an den Rettungsarbeiten beteiligt. Hinzu kämen 700 Beamte der Landespolizei und Kräfte der Bundespolizei sowie Einsatzkräfte aus Hessen, Niedersachsen und Hamburg. Die Bundeswehr ist nach Angaben vom Freitag mit weiteren 900 Soldaten vor Ort.

Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs Nordrhein-Westfalen tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hieß es am Samstagmorgen in Düsseldorf.

Samstag, 17. Juli, 13.53 Uhr
Laschet verspricht Hochwasser-Betroffenen Direkthilfe
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei einem Besuch in Erftstadt Direkthilfe für die vom Hochwasser betroffenen Menschen versprochen. Es werde „sehr unbürokratisch Geld ausgezahlt“, sagte der Unions-Kanzlerkandidat bei einem Besuch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der besonders betroffenen Stadt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhalten sich bei einem Besuch der Feuerwehrleitzentrale mit Helfern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhalten sich bei einem Besuch der Feuerwehrleitzentrale mit Helfern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). © picture alliance/dpa/dpa-Pool © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Danach werde man zusammen mit dem Bund „strukturell“ den Städten helfen müssen, den Wiederaufbau zu bewerkstelligen.

Samstag, 17. Juli, 13.47 Uhr
Bundespräsident Steinmeier dankt Helfern bei Hochwasserkatastrophe
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Helfern bei der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands gedankt. Viele hätten „bis zur Erschöpfung und jenseits davon gearbeitet“, sagte Steinmeier am Samstag bei einem Besuch im nordrhein-westfälischen Katastrophengebiet an der Erft. Er sprach den Helfen seinen tief empfundenen Dank „im Namen aller Deutschen“ aus. Der Ruf nach Hilfe aus allen Teilen der Region sei „groß und drängend“, sagte Steinmeier in Erftstadt.

Samstag, 17. Juli, 13.39 Uhr
VfL Bochum spendet 30.000 Euro für Opfer der Hochwasser-Katastrophe
Fußball-Bundesligist VfL Bochum spendet 30.000 Euro an die Hochwasser-Opfer und hat weitere Aktionen geplant. „Viele Menschen haben durch das Hochwasser Angehörige, Freunde oder Eigentum verloren. Der VfL Bochum 1848 möchte Unterstützung leisten und gleichzeitig den zahlreichen Helferinnen sowie Helfern danken, die unermüdlich im Einsatz für die Menschen sind“, teilte der Revierclub am Samstag mit.

Samstag, 17. Juli, 13.26 Uhr
Hochwasserkatastrophe in NRW: Mehr als 22.000 Kräfte im Einsatz
In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Innenministeriums rund 22.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW) an den Rettungsarbeiten beteiligt.

Einsatzkräfte stehen an einer überschwemmten Straße.
Einsatzkräfte stehen an einer überschwemmten Straße. © picture alliance/dpa/TNN © picture alliance/dpa/TNN

Hinzu kämen 700 Beamte der Landespolizei und Kräfte der Bundespolizei sowie Einsatzkräfte aus Hessen, Niedersachsen und Hamburg. Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs Nordrhein-Westfalen tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hieß es am Samstagmorgen in Düsseldorf.

Samstag, 17. Juli, 12.53 Uhr
Haftanstalt Euskirchen nach Unwetter weitgehend geräumt
Nach der Unwetterkatastrophe im Rheinland ist die Justizvollzugsanstalt Euskirchen weitgehend geräumt worden. Die Versorgung mit Strom und Wasser sei gestört, sagte ein Sprecher der Landesjustizvollzugsdirektion NRW am Samstag. Ein Teil der Gefangenen sei deshalb in andere Anstalten verlegt worden, für andere gebe es Vollzugslockerungen wie Langzeitausgänge. Einige Häftlinge seien auch in Euskirchen geblieben.

Samstag, 17. Juli, 12.24 Uhr
NRW-Innenministerium: Opferzahl nach Hochwasser mit 43 unverändert
Nach dem verheerenden Hochwasser sind in Nordrhein-Westfalen laut Innenministerium noch immer 43 Todesopfer offiziell bekannt. Die Zahl habe sich seit Freitag nicht verändert, so eine Sprecherin. Die Rettungskräfte fürchteten unterdessen, dass sie nach dem Rückzug des Wassers weitere Opfer entdecken könnten. So sind unter anderem in Erftstadt-Blessem die Arbeiten noch in vollem Gange.

Samstag, 17. Juli, 12.02 Uhr
Abrisskante unterspült: Zufahrt zu Ortsteil in Erftstadt abgesperrt
Die Polizei hat den Erftstadter Ortszeit Blessem mit eingestürzten Wohnhäusern am Samstag großräumig abgesperrt. Grund sei eine Unterspülung der Abrisskante, man wisse nicht, ob weiter Gefahr drohe, sagte ein Polizeibeamter an der Absperrung. Die Zufahrtsstraßen nach Blessem wurden mit weiß-roten Bändern abgesperrt, an einer anderen Stelle standen Polizeibeamte auf der Fahrbahn.

Samstag, 17. Juli, 12.01 Uhr
Pegelstände sinken an vielen Flüssen in Nordrhein-Westfalen
Nach der Unwetterkatastrophe ist die Hochwasserlage in vielen linksrheinischen Gebieten von Nordrhein-Westfalen weiterhin angespannt. In anderen Flussgebieten seien die Wasserstände dagegen deutlich gefallen, heißt es im Lagebericht des Landesumweltamts (Lanuv) vom Samstag. Lediglich im Einzugsgebiet der Ruhr überschritten einzelne Pegel noch die unterste Informationsstufe. Mit der vorhergesagten trockenen Witterung würden die Wasserstände rechtsrheinisch weiter fallen. Auch die Hochwassermeldepegel unterhalb der Rur-Talsperre in der Eifel hätten aktuell stagnierende oder sogar leicht fallende Tendenz. Unsicher sei aber, in welchen Maß sich der Dammbruch an der unteren Rur auf die Wasserstandsentwicklung auswirkt.

Samstag, 17. Juli, 11.24 Uhr
Bundeswehr räumt überflutete Fahrzeuge von Bundesstraße bei Erftstadt
Auf der Bundesstraße 265 bei Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr begonnen, die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen. Menschen seien in den Lastwagen und Autos bisher nicht entdeckt worden, teilte die Feuerwehr der Stadt Erftstadt am Samstag mit.

Autos stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 im Wasser.
Autos stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 im Wasser. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Auf der B265 waren zahlreiche Fahrzeuge überspült worden. Eine Sprecherin des Rhein-Erft-Kreises hatte am Freitag gesagt, es sei unklar, ob alle Insassen es rechtzeitig aus ihren Wagen geschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Der von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffene Erftstadter Ortsteil Blessem werde von einer Hundertschaft der Polizei gesichert, teilte die Stadt weiter mit.

Samstag, 17. Juli, 11.08 Uhr
Rhein-Hochwasser bei Köln: Höchststand erreicht, Pegelstände sinken
Das Rhein-Hochwasser hat bei Köln in der Nacht zum Samstag seinen Höchststand mit 8,06 Metern erreicht, danach fiel laut Städtischen Entwässerungsbetrieben der Wasserstand wieder. Für die nächsten Tage seien keine „abflusswirksamen Niederschläge“ vorhergesagt, so dass der Rheinwasserstand in Köln weiterhin fallen werde, hieß es am Vormittag.

Samstag, 17. Juli, 10.52 Uhr
Nach Dammbruch der Rur: Stadtteil von Wassenberg teils unter Wasser
Nach dem Bruch eines Damms der Rur und einer Evakuierung steht im nordrhein-westfälischen Wassenberg der Stadtteil Ophoven teilweise unter Wasser. Das sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen. Es sei für die Bürger nach wie vor gefährlich, sich in dem Gebiet aufzuhalten, sagte der Sprecher. „Durch hohe Wasserstände verursachte Gefährdungen können nicht ausgeschlossen werden“, teilte auch die Stadt mit. Wer nicht in der Lage sei, seine Wohnung selbstständig zu verlassen, solle über eine Hotline um Hilfe bitten.

Die Lage blieb auch am Samstag gespannt. Der Pegelstand des Wassers stagniere, teilte die Stadt mit. Weiterhin gefährdet sind die Stadtteile Effeld und Steinfeld. Die Vorwarnung einer möglichen Evakuierung bleibe dort bestehen.

Samstag, 17. Juli, 10.09 Uhr
Landgericht Wuppertal bleibt nach Überflutung geschlossen
Das Landgericht Wuppertal bleibt nach seiner Überflutung noch die gesamte kommende Woche geschlossen. Es sei erst am Freitagnachmittag gelungen, das vollgelaufene Untergeschoss leer zu pumpen, sagte ein Gerichtssprecher am Samstag. Die Technik des historischen Gebäudes auf einer Insel in der Wupper sei komplett lahmgelegt.

Ein Einsatzwagen der Polizei sichert eine überflutete Straße. Die Wupper in der Wuppertaler Innenstadt tritt über das Ufer.
Ein Einsatzwagen der Polizei sichert eine überflutete Straße. Die Wupper in der Wuppertaler Innenstadt tritt über das Ufer. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

„Das Entscheidende ist, dass wir keinen Strom haben“, sagte Sprecher Matthias Roth. Nun würden dringend Trocknungsgeräte und Notstromaggregate gesucht. „Aber Notstromaggregate sind ein rares Gut.“ Das Landgericht sei deshalb für alle Besucherinnen und Besucher gesperrt. Auch über Telefon oder Fax sei es nicht erreichbar. Eilige Anträge nehme das Amtsgericht Solingen entgegen. Die Verhandlungen einiger Prozesse, die nicht unterbrochen werden dürfen, sollten vorübergehend im Amtsgericht Velbert stattfinden.

Samstag, 17. Juli, 9.39 Uhr
Hochwasserkatastrophe in NRW: Über 19.000 Kräfte im Einsatz
In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesregierung mehr als 19.000 Einsatzkräfte an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs Nordrhein-Westfalen tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hieß es am Samstagmorgen in Düsseldorf.

Samstag, 17. Juli, 8.24 Uhr
Bislang keine Todesopfer in Erftstadt-Blessem entdeckt
In der besonders vom Hochwasser betroffenen nordrhein-westfälischen Ortschaft Erftstadt-Blessem gibt es bislang keine bestätigten Todesopfer. Das sagte ein Kreisprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage in Blessem sei derweil weiter angespannt.

Rettungsschwimmer und Polizeitaucher stehen in einer überfluteten Straße im Ortsteil Blessem.
Rettungsschwimmer und Polizeitaucher stehen in einer überfluteten Straße im Ortsteil Blessem. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

In anderen Teilen des Kreises gingen die Pegelstände unterdessen zurück, im Norden habe man Evakuierungen aufheben können. Da die Arbeiten der Rettungskräfte im Bereich Blessem noch in vollem Gange sind, könne man nicht ausschließen, noch Todesopfer zu finden. Belastbare Zahlen zu Vermissten gebe es nicht. Im Stadtteil Blessem waren mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt.

Samstag, 17. Juli, 8.02 Uhr
Nach Dammbruch: Weiter angespannte Lage in Wassenberg
Nach dem Bruch eines Damms der Rur ist im nordrhein-westfälischen Wassenberg (Kreis Heinsberg) der Stadtteil Ophoven evakuiert worden. Die Lage war am frühen Morgen laut Mitteilung der Stadt weiter angespannt. Der zuständigen Kreispolizei Heinsberg und der Bezirksregierung Köln waren am Morgen aber keine besonderen Vorkommnisse aus der Nacht bekannt. Wie die Bezirksregierung am Freitagabend mitgeteilt hatte, waren rund 700 Anwohner von der Evakuierung betroffen.

Für zwei weitere Stadtteile – Effeld und Steinkirchen – gab es in der Nacht weiter eine Vorwarnung, dass es zur Evakuierung kommen könnte. „Insgesamt stagnieren die dortigen Wasserpegel derzeit“, teilte die Stadt Wassenberg am frühen Samstagmorgen mit. Wie groß der Schaden durch den Dammbruch ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Laut WDR sieht Wassenbergs Bürgermeister Marcel Maurer (CDU) einen möglichen Grund für den Dammbruch auf niederländischer Seite: Dort seien Schleusenklappen geschlossen worden, so dass es zum Rückstau der Wassermassen gekommen sei.

Samstag, 17. Juli, 7.49 Uhr
Bedrohte Steinbachtalsperre: Grundablass nicht mehr verstopft – Rückkehr in Ortschaften am Sonntag
Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich nach Auskunft des Kreises Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) weiter. Nach Informationen der Bezirksregierung Köln ist der bislang nach der Hochwasserkatastrophe verstopfte Grundablass der Talsperre jetzt freigelegt, wie es in einer Mitteilung von Freitagabend hieß.

Über diese Öffnung kann jetzt Wasser kontrolliert abgelassen werden, um den Druck auf dem Bauwerk zu senken. Das Technische Hilfswerk (THW) pumpte zusätzlich Wasser ab. Am Nachmittag hatte der Kreis gemeldet, dass eine Drohne keine kritischen Risse an dem Bauwerk entdeckt hatte. Der Kreis schätzte die Lage aber weiterhin kritisch ein.

Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lassen Schläuche in die Steinbachtalsperre hinab, um das Wasser abzupumpen.
Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lassen Schläuche in die Steinbachtalsperre hinab, um das Wasser abzupumpen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Talsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz wurden evakuiert. Es werde aber aktuell davon ausgegangen, dass im Laufe des Sonntags eine Rückkehr in die evakuierten Ortschaften möglich ist, heißt es in einer Mitteilung vom Freitagabend. Voraussetzung sei eine gleichbleibende Wetterlage.

Samstag, 17. Juli, 7.13 Uhr
Bezirksregierung Köln: Deich der Rur gebrochen – Stadtteil evakuiert
Im Kreis Heinsberg ist nach der Unwetterkatastrophe der vergangenen Tage ein Damm der Rur gebrochen. Nach Informationen der Bezirksregierung Köln haben Rettungskräfte damit begonnen, in Wassenberg den Ortsteil Ophoven zu evakuieren. Betroffen sind laut der Mitteilung via Twitter vom späten Freitagabend rund 700 Einwohner.

Wie groß der Schaden durch den Dammbruch ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Rur hat seine Quelle in der Eifel und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas.

Samstag, 17. Juli, 7.13 Uhr
Unwetterschäden sorgen weiter für Einschränkungen im Regionalverkehr
Auch am Samstag führen Unwetterschäden im Regionalverkehr der Bahn zu zahlreichen Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen. Die Strecke der Linie RB59 im Raum Dortmund-Aplerbeck Süd sei gesperrt, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr am frühen Samstagmorgen auf Twitter mit.

Zwischen Unna und dem Dortmunder Hauptbahnhof wurde demnach ein Busnotverkehr eingerichtet. Auch die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Witten und dem Hauptbahnhof Hagen sei gesperrt. Das betrifft demnach die Linie S5. Zwischen den beiden Bahnhöfen wurde ein Ersatzverkehr per Bus eingerichtet. Teilausfälle gibt es ebenfalls zwischen dem Hauptbahnhof Aachen und Herzogenrath, betreffend der Linie RE4.

Freitag, 16. Juli, 22.20 Uhr

Kanzlerin informiert sich per Videoschalte über Lage in NRW

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Freitagabend in einer Videokonferenz von der Koordinierungsgruppe des nordrhein-westfälischen Innenministeriums über die aktuelle Lage im Katastrophengebiet informieren lassen.

Laut Mitteilung einer Sprecherin der Bundesregierung waren auch Ministerpräsident Armin Laschet und Innenminister Herbert Reul (beide CDU) beim Gespräch mit der Kanzlerin dabei. Merkel sicherte dabei kurz- und langfristige Unterstützung durch den Bund für die betroffenen Menschen in den Hochwassergebieten zu.

Freitag, 16. Juli, 21.30 Uhr

Dortmunder Feuerwehr hilft nach Unwetter-Katastrophe

Die Dortmunder Feuerwehr weit über Dortmund hinaus im Einsatz, um bei der Bewältigung der riesigen Unwetterschäden zu helfen. Etliche Einsatzkräfte machten sich zum Beispiel am Freitagmittag (16.7.) auf den Weg nach Schleiden im Kreis Euskirchen.

Mitgenommen haben sie auch 20 Tauchpumpen, die die Hörder Firma Wilo als Spende zur Verfügung gestellt hat. Sie sollen vor Ort an die Anwohner oder die örtlichen Feuerwehren übergeben werden, um da, wo es noch geht, die Not ein wenig zu lindern.

Freitag, 16. Juli, 21.08 Uhr

Hunderttausend Menschen nach Unwetter ohne Strom

m Westen Deutschlands waren nach dem verheerenden Unwetter auch am Freitagnachmittag noch rund 102.000 Menschen ohne Strom. Das Unwetter und die daraus entstandenen Überflutungen sorgten weiterhin für Ausfälle in der Stromversorgung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, teilte der zum Eon-Konzern gehörende Energieversorger Westenergie in Essen mit.

Westenergie betonte, es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen. Etwa zehn Umspannanlagen des Verteilnetzbetreibers Westnetz seien derzeit aber noch von den Überschwemmungen direkt betroffen. Einzelne Anlagen seien nach wie vor schwer erreichbar, in anderen stehe immer noch das Wasser.

Freitag, 16. Juli, 20.51 Uhr

Bundespräsident Steinmeier besucht am Samstag Erftstadt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben der NRW-Staatskanzlei besucht das Staatsoberhaupt am Mittag zusammen mit Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt, wo zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren. Steinmeier will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskräften sprechen.

Freitag, 16. Juli, 20.14 Uhr

Braunkohletagebau Inden: RWE-Mitarbeiter weiter vermisst

Nach einem im Braunkohletagebau Inden bei Aachen vermissten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE ist am Freitag erfolglos gesucht worden. Das Unternehmen geht nicht mehr davon aus, dass der 58-Jährige noch lebend gefunden wird, wie RWE am Abend mitteilte.

Am Morgen sei über dem überschwemmten Gebiet eine Drohne zum Einsatz gekommen, sagte ein RWE-Sprecher. In der Nacht und am Tag haben Feuerwehr, DLRG, Polizei und Mitarbeiter am Boden und aus der Luft über Stunden gesucht. Bei dem Angestellten einer Partnerfirma handelt es sich um einen Geräteführer, der eine Raupe gefahren hatte.

Freitag, 16. Juli, 19.24 Uhr

NRW-Finanzverwaltung setzt Katastrophenerlass in Kraft

Nordrhein-Westfalens Finanzverwaltung hat zur Entlastung der vom Unwetter betroffenen Bürger einen Katastrophenerlass in Kraft gesetzt. Laut Mitteilung von Freitag sind mit dem Erlass über 30 steuerliche Unterstützungsmaßnahmen möglich. So können die Wirtschaft und Privatpersonen Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau nutzen.

Auch die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung und die Beseitigung von Schäden am selbst genutzten Wohneigentum kann als außergewöhnliche Belastung steuerlich berücksichtigt werden.

Freitag, 16. Juli. 18.52 Uhr

Trauerbeflaggung für Opfer der Unwetterkatastrophe

Zum Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe werden die Fahnen an zahlreichen Gebäuden in Nordrhein-Westfalen bis Montag auf Halbmast wehen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ordnete am Freitag für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände Trauerbeflaggung an, wie das Innenministerium mitteilte.

Freitag, 16. Juli, 18.37 Uhr

Pumpen gegen Hochwasser werden stark nachgefragt

In den Bau- und Fachmärkten sind Pumpen und Straßenbesen gefragt. Stellenweise werden sogar Ausstellungsstücke werden verkauft. Teilweise kommen Menschen aus anderen Städten, um sich mit den gefragten Werkzeugen einzudecken.

Freitag, 16. Juli, 17.56 Uhr

Kreis nimmt Angaben zu Todesopfer in Erftstadt zurück

Die Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises hat Angaben zu bislang einem bekannten Todesopfer im besonders betroffenen Erftstadt zurückgenommen. Der vermeldete Todesfall, bei uns im Liveblog um 16.06 Uhr gemeldet, sei wohl fälschlicherweise mit dem Hochwasser in Verbindung gebracht worden, wie ein Sprecher des Kreises am Freitag sagte.

Freitag, 16. Juli, 17.44 Uhr

Bonner Bürger bieten Hochwasser-Opfern Unterkünfte an

Nach einem Aufruf der Stadt Bonn, Menschen aus Hochwassergebieten eine Unterkunft anzubieten, sind bei der Verwaltung Hilfsangebote für mehr als 1000 Betroffene eingegangen. Viele Privatpersonen wollten bis zu drei Menschen aufnehmen, und Hotels stellten bis zu 50 Doppelzimmer zur Verfügung, teilte die Stadt am Freitag mit.

„Wir sind überwältigt von der Vielfalt und der Fülle der Angebote. Weitere brauchen wir im Moment nicht mehr“, erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Ab jetzt sollten die Telefonleitungen für Hilfesuchende frei gehalten werden. Zudem suche ein Mitarbeiter der Stadt vier große Sammelunterkünfte auf, um die Menschen dort über das Angebot zu informieren. Angesprochen seien Hochwasser-Geschädigte aus Bonns stark betroffenen Nachbarkreisen Ahrweiler, Euskirchen und Rhein-Sieg.

Freitag, 16. Juli, 17.24 Uhr

Bahnverkehr in NRW weiter gestört – Überspülungen auf A 61

Wegen Überflutungen bleibt der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen weiterhin massiv gestört. Zahlreiche Strecken waren am Freitagnachmittag entweder noch komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Nach wie vor gebe es kein umfassendes Lagebild der Schäden. „Wo immer es die Gegebenheiten vor Ort möglich machen, laufen bereits erste Reparaturen“, hieß es.

Seit Freitagnachmittag ist die Stadt Wuppertal von Köln aus wieder mit dem Regionalzug erreichbar, teilte die Bahn mit. Im Fernverkehr aber ist unter anderem der Abschnitt Wuppertal-Hagen-Dortmund derzeit nicht befahrbar. Es kommt zu Zugausfällen. Die Strecke Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund ist nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar.

Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr kommt es zu erheblichen Einschränkungen – nach wie vor. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Auf den Autobahnen im Rheinland wurden am Freitag laut Angaben eines Sprechers der Autobahn GmbH Rheinland „nach und nach“ wieder einige Strecken freigegeben. Dennoch gebe es noch immer zahlreiche Sperrungen, besonders kritisch sei es auf der Autobahn 61.

Zwischen Kerpen und Rheinbach seien die Fahrspuren teils derart überspült, „dass man nichts mehr von der Autobahn sieht“, so der Sprecher. Im nördlichen Rheinland, etwa Richtung Mönchengladbach oder Düsseldorf, normalisiere sich die Lage langsam. Insgesamt gehe das Wasser zurück. Das Kreuz Leverkusen auf der A 1 blieb am Freitagnachmittag gesperrt.

Freitag, 16. Juli, 17.04 Uhr

Mülheim: Lage hat sich entspannt, „nur materielle Schäden“

In Mülheim an der Ruhr hat sich die Lage mittlerweile wieder entspannt. Der Pegelstand der Ruhr gehe zurück, die Deiche hätten gehalten, vermeldet die Stadt am Freitagnachmittag.

„Die Hochwasserlage und die Sicherheit der Bürger*innen“ habe die Stadt zu jeder Zeit „im Griff“ gehabt, lässt sich Feuerwehrchef Sven Werner zitieren.

„Gott sei Dank“ habe es in Mülheim nur materielle Schäden gegeben – etwa das Fahrgastschiff Moornixe, das zerstört wurde (siehe Tweet oben). „Es gab keine Verletzten oder Toten“, so der Feuerwehrchef.

Die Ereignisse der vergangen Tage können Sie hier nachlesen:

mit dpa

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.