Schlag gegen Rechtsextremismus

Verbot von rechtsextremer „Wolfsbrigade“: Razzien im Sauerland

Dem Verbot der rechtsextremen „Wolfsbrigade“ oder auch „Sturmbrigade 44“ durch Horst Seehofer sind zugleich bundesweite Razzien gefolgt. Auch im Sauerland vermuteten Ermittler Mitglieder.
In zwei Orten im Sauerland kam es nach dem Verbot der „Wolfsbrigade2 zu Razzien. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Das Verbot der Neonazi-Gruppe „Wolfsbrigade 44“ ist von Durchsuchungen im Sauerland begleitet worden. In Winterberg und Medebach seien am Morgen drei Objekte durchsucht worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Zwei der elf Mitglieder der Vereinigung wohnten dort. Es seien Mobiltelefone und Drogen sichergestellt worden.

Reul: „Wolfsbrigade“ sei rechtsextrem und antisemitisch

Die Mitglieder der Vereinigung seien „eindeutig rechtsextremistisch und antisemitisch“, sagte Reul. In NRW seien „mehr als zehn“ Polizisten und ein Diensthund im Einsatz gewesen. Die „Wolfsbrigade“ ist die vierte rechtsextreme Vereinigung, die Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in diesem Jahr verboten hat. Schwerpunkt der Durchsuchungsaktion war Hessen.

Insgesamt seien 25 Objekte durchsucht worden, davon 20 in Hessen, vier in Nordrhein-Westfalen und eins in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Bundesinnenministerium waren insgesamt 187 Einsatzkräfte an der Durchsuchung von Wohnungen von insgesamt elf Vereinsmitgliedern beteiligt.

Ziel der Razzien sei insbesondere die Beschlagnahmung von Vereinsvermögen sowie möglicher rechtsextremistischer Propagandamittel. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Vormittag wurden zunächst Waffen gefunden, und zwar Einhandmesser, eine Armbrust, Bajonette und eine Machete, sowie Hakenkreuze und NS-Devotionalien, zudem digitale Beweismittel und Speichermedien.

dpa

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