Blutspenden

Wegen Corona: Drastische Einbrüche beim Blutspenden – Bedarf ist groß

Corona hat im letzten Jahr zeitweise zu dramatischen Rückgängen bei Blutspenden geführt. Das Normalniveau ist immer noch nicht erreicht. Dabei ist der Bedarf an frischem Blut unvermindert groß.
Nach teils drastischen Einbrüchen unter anderem wegen der Corona-Pandemie hat sich die Situation beim Blutspenden etwas stabilisiert. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Nach teils drastischen Einbrüchen unter anderem wegen der Corona-Pandemie hat sich die Situation beim Blutspenden etwas stabilisiert. Trotz des jüngsten Lockdowns seien in diesem Jahr bisher viele Spender zu den Blutspendeterminen gekommen – ganz anders als beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr, sagte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) West, Stephan David Küpper, der dpa.

Einige große Kliniken dagegen berichteten von einer nach wie vor spürbar geringeren Spendenbereitschaft. Zwar herrsche kein akuter Mangel an Blutkonserven, der Bedarf sei aber unverändert hoch.

Weniger Spender durch Hygienemaßnahmen

An der Uniklinik Düsseldorf haben die Appelle der Politik, unnötige Kontakte zu vermeiden, nach Angaben einer Sprecherin in allen Lockdown-Phasen zu einem Rückgang der Spenderzahlen geführt. Zudem hätten die nötigen Hygienemaßnahmen zur Folge, dass weniger Spender kommen könnten als normalerweise. „Wir kaufen von verschiedenen Anbietern auch viel Blut dazu.“

Die Kliniken der Stadt Köln riefen in dieser Woche dringend zu Blutspenden auf. Seit der Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Oktober gebe es wieder zu wenig Spender, sagte der Ärztliche Direktor Prof. Horst Kierdorf. „Wir haben auf unseren Intensivstationen aber noch immer viele Covid-19-Patienten, die infolge ihrer Therapie einen erhöhten Bedarf an Blutkonserven haben.“ Hinzu kämen Krebs- und Unfallpatienten, die Spenderblut benötigten.

Stabile Lage, aber anhaltend hoher Bedarf

Die Unikliniken in Essen und Münster sprachen von einer stabilen Lage – bei anhaltend hohem Bedarf. Größtes Problem für das DRK ist nach Angaben von Sprecher Küpper, dass seit Beginn der Corona-Krise feste Spendetermine in Firmen, Universitäten oder Berufskollegs wegfielen. Solche Termine machten ansonsten 15 Prozent des Gesamtaufkommens aus und müssten nun durch zusätzliche öffentliche Termine aufgefangen werden

dpa

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