Coronavirus

Wegen steigender Corona-Zahlen: Präsenzpflicht an NRW-Schulen wird aufgehoben

Die Präsenzpflicht an den Schulen in NRW wird ab kommenden Montag (14. Dezember) aufgehoben. Die Weihnachtsferien will NRW im Januar um weitere zwei Tage verlängern.
Schüler in NRW müssen vor den Weihnachtsferien nicht mehr am Präsenzunterricht im Klassenraum teilnehmen. © picture alliance/dpa

In Nordrhein-Westfalen wird die Präsenzpflicht an Schulen am Montag vorerst enden. Schüler der unteren Stufen können und sollen dann von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, ältere Schüler ab Klasse acht werden auf Distanz unterrichtet. Die Schulferien werden um zwei Tage verlängert. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag.

Lehrer-Verbände begrüßten die Entscheidung. Für Schüler bis Klasse sieben wird Eltern und Erziehungsberechtigten von Montag an freigestellt, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder sie von zu Hause aus lernen lassen. Laschet sagte, er hoffe aber, dass viele Kinder zu Hause bleiben. Wie ein entsprechendes Unterrichtsformat aussehen kann, oder was aus geplanten Klassenarbeiten wird, blieb zunächst unklar.

Vorgestellten Maßnahmen „sinnvoll und unausweichlich“

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) teilte nach Laschets Pressekonferenz schriftlich mit: „Die Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs war erfolgreich, richtig und wichtig, um in den vergangenen Monaten Bildungschancen von Millionen Schülerinnen und Schülern zu sichern.“ Dass der Präsenzunterricht nun doch ab der 8. Klasse endet, begründete Gebauer als „zusätzlichen Beitrag zum Infektionsschutz“.

Sie hatte jüngst ein früheres Ende der Schulpflicht vor den Weihnachtsferien kategorisch abgelehnt. Die Lehrergewerkschaft GEW nannte die von Laschet vorgestellten Maßnahmen „sinnvoll und unausweichlich“. Anlässlich der Entwicklung der Infektionszahlen könne es nach Auffassung der Gewerkschaft keinen Unterricht in vollen Klassen mehr geben.

Verband Bildung und Erziehung sieht „immense Herausforderungen“

„Die kommenden Wochen müssen von der Landesregierung genutzt werden, damit es am 11. Januar an den Kitas und Schulen sicherer weitergeht“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern: „Kitas und Schulen brauchen ein abgestimmtes Test- und Quarantänekonzept.“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßte die Entscheidung der Landesregierung grundsätzlich, teilte aber auch mit: „Wieder einmal stellt die kurzfristige Ankündigung über die Aufhebung der Präsenzpflicht und die Umstellung auf den Distanzunterricht die Schulen und die Familien vor immense Herausforderungen.“

dpa

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