Schalke 04

Ex-Schalke-Trainer Domenico Tedesco will Spartak Moskau verlassen

Sportlich läuft es sehr gut für den früheren Schalker Trainer Domenico Tedesco bei Spartak Moskau. Dennoch will Tedesco will den russischen Klub spätestens zum Saisonende verlassen.
Domenico Tedesco will Spartak Moskau verlassen. © dpa

Einer der Hauptgründe für Tedescos Entschluss: Er möchte zurück zu seiner Familie. „Das ist eine sehr schwierige Entscheidung für mich. Ich bin stolz, der Trainer eines so großen Vereins zu sein, ich werde immer stolz darauf sein. Aber die Situation mit dem Coronavirus … Wir haben einen kompletten Lockdown in Deutschland, ich möchte näher bei meiner Familie sein. Die Situation hat sich geändert. Als ich den Vertrag unterschrieben habe, waren die Grenzen offen, wir konnten unsere Familie sehen, aber jetzt hat sich die Situation geändert. Das ist der Hauptgrund, warum ich diese Entscheidung getroffen habe. Das ist die schwerste Entscheidung meiner Karriere. Spartak ist für mich eine Familie, ich glaube an unsere Spieler“, sagte Tedesco.

„Ich bin schockiert“

Deshalb will Tedesco seinen Ende Mai am Saisonende auslaufenden Vertrag beim russischen Rekordmeister nicht verlängern. Am vergangenen Wochenende hatte Tedesco sich zudem entsetzt gezeigt nach Anfeindungen eines russischen Kollegen. „Mir wurde von der gegnerischen Bank gesagt, dass sei ihr Land und ich solle es verlassen“, sagte er. „Ich bin schockiert.“ Er habe so etwas nicht für möglich gehalten. „Wir alle lieben den Fußball. Weder Ausländerfeindlichkeit noch Gewalt haben im Sport und in unserer Gesellschaft etwas zu suchen.“

Zu dem Vorfall kam es am Samstag bei der Begegnung zwischen dem FK Sochi und Spartak. Die Moskauer hatten das Spiel mit 1:0 verloren. Der Torwarttrainer von Sochi, Dmitri Borodin, rief demnach dem Deutsch-Italiener zu: „Das ist unser Land.“ Borodin bestätigte dies. Die Vereine haben angekündigt, den Fall aufzuklären.

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