Schalke 04

Huub Stevens vor seiner Zwei-Spiele-Mission auf Schalke: „Ich brenne“

Nach der Beurlaubung von Manuel Baum übernimmt Schalkes Jahrhundert-Trainer für zwei Spiele - mindestens. Oder folgen noch mehr? „Lasst Euch überraschen“.
Emotionaler Abschied: Am 18. Mai 2019 (0:0 gegen Stuttgart) sollte Huub Stevens’ Trainerlaufbahn nach dem schon vorher geschafften Klassenerhalt beendet sein - eigentlich. © Rabas

Die Lage drohte in tiefer Aussichtslosigkeit zu enden, also machte Jochen Schneider das, was er schon nach der Beurlaubung von Domenico Tedesco gemacht hatte: Schalkes Sportvorstand beförderte Huub Stevens (67) aus dem Rentner-Dasein auf den Cheftrainer-Posten des FC Schalke 04 – allerdings nur für die beiden Spiele gegen Bielefeld (Bundesliga) und Ulm (Pokal/Dienstag).

Die vierte „Amtszeit“

Die insgesamt vierte „Amtszeit“ des Niederländers soll also nur eine recht kurze werden, bis Schalke dann in der ebenso kurzen Winterpause eine nachhaltigere Lösung präsentieren will. Ganz ausschließen, dass Stevens aber auch 2021 noch auf der Schalker Trainerbank sitzt, will er selbst nicht: „Lasst Euch überraschen“, antwortete Stevens auf eine entsprechende Frage – mit einem breiten Lachen und ganz viel Schalk in den Augen.

Dass Stevens – für wie lange auch immer – überhaupt noch einmal zugesagt hat, verblüfft. In einem Interview mit den Ruhr Nachrichten im Frühjahr 2019 hatte er definitiv ausgeschlossen, noch einmal auf irgendeine Trainerbank zurückkehren zu wollen. Damals hatte er Schalke gerade vor dem Abstieg gerettet, seiner Gesundheit war das nicht gerade förderlich. Nach einem Spiel in Nürnberg musste er seinen Kardiologen aufsuchen – Stevens war damals schon leicht angeschlagen in seiner erste Rettungs-Mission gegangen.

Keine Überzeugung mehr in Baum

Nun also Stevens, die Vierte. Huub, Huub, Hurra. Der Trainer der Eurofighter soll Schalke bis zum Jahresende immerhin noch eine aussichtsreiche Perspektive verschaffen, die Hoffnung auf den Klassenerhalt im Jahr 2021 lässt. Manuel Baum wurde das nicht mehr zugetraut. Nach der Grusel-Vorstellung gegen Freiburg, so Sportvorstand Jochen Schneider, habe die Überzeugung gefehlt.

Am Donnerstagabend sei der Entscheidungsprozess dann abgeschlossen gewesen und Huub Stevens habe auch spontan zugesagt. „Das blau-weiße Herz“, so Stevens, schlägt noch immer. Die Mannschaft müsse nun wieder Spaß am Fußball bekommen, am besten über Erfolgserlebnisse im Training. Stevens, der Mike Büskens mit in sein Trainerteam holt, sei jedenfalls voll motiviert: „Ich brenne!“ Auch das sagte Stevens breit lächelnd mit viel Schalk in den Augen.

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