Hilft seinem Herzensclub: Clemens Tönnies. © dpa
Schalke 04

Jetzt geht es um die Wurst: Clemens Tönnies hilft Schalke 04

Gute Nachrichten für den FC Schalke 04: Es gibt eine Geldspritze für die hoch verschuldeten Königsblauen durch zwei Sponsoren.

Einer davon ist ein Unternehmen der Tönnies-Gruppe, was für einige Verwunderung gesorgt hat. Denn vor einigen Wochen gab es viel öffentlichen Wirbel, als zwei Mitglieder des Schalker Aufsichtsrates finanzielle Hilfe durch Clemens Tönnies ablehnten.

Daraufhin hatte der zurückgetretene Aufsichtsratschef sein Angebot, Schalke finanziell unter die Arme zu greifen, zurückgezogen. Tönnies beharrte auf einem einstimmigen Beschluss des elfköpfigen Aufsichtsrates. Alles andere war für ihn nicht akzeptabel.

Keine Bedingungen

Das ist jetzt offenbar nicht mehr der Fall, was der Schalker Führungsebene bestimmt nicht ungelegen kommt. Sie muss alles Geld zusammenkratzen, denn es geht ja auch darum, im Falle eines Abstiegs einen ordentlichen Lizenzierungsantrag für die 2. Liga hinzubekommen. Dieser schlimmste aller Fälle muss einkalkuliert werden.

Nun gibt es doch durch eine Tönnies-Firma zusätzliches Geld für die Königsblauen, die jeden Euro bei einem Schuldenstand von rund 240 Millionen Euro zweimal umdrehen müssen. Dabei handelt es sich um die Firma Böklunder, die ihren im Sommer 2021 auslaufenden Vertrag um drei Jahre bei gleichen vertraglichen Inhalten und Konditionen bis zum 30. Juni 2024 verlängert hat.

Seit 2001 Schalke-Sponsor

Böklunder ist bereits seit 2001 ein Schalker Sponsor. Mit dem Unternehmen wie auch mit dem anderen Sponsor wurde eine Sonderzahlung vereinbart, die dem Bundesligisten neuen finanziellen Handlungsspielraum eröffnet. Laut Vereinsangaben sind keine Bedingungen oder zusätzliche Verpflichtungen mit der neuen Vereinbarung mit den beiden Sponsoren verknüpft.

Nun stellt sich die Frage, ob Schalke mit dem Geld, bei dem es sich um einen Gesamtbetrag im zweistelligen Millionen-Bereich handeln soll, finanzielle Löcher stopft oder noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Bisher haben die Blau-Weißen mit Klaas-Jan Huntelaar, Sead Kolasinac und William drei Spieler in der Winterpause verpflichtet. Dies war zwar auf den Positionen, wo Schalke den größten Bedarf sah, nämlich auf der rechten und linken Außenbahn sowie im Angriff.

Weitere Neuzugänge?

Aber das Transferfenster ist noch bis zum 1. Februar geöffnet, sodass immer noch die Möglichkeit besteht, den Kader zu verstärken. Kurz vor dem Transferschluss fallen normalerweise die Preise. Allerdings hat Schalke in dieser Spielzeit nicht gerade eine glückliche Hand bei der Verpflichtung von neuen Spielern bewiesen.

Der am Montag vom VfL Wolfsburg ausgeliehene William soll nach dem trainingsfreien Dienstag am Mittwoch das erste Mal am Mannschaftstraining teilnehmen. „Ich komme, um zu helfen. Ich werde immer 100 Prozent geben“, so der Brasilianer.

Geholfen hat Schalke nun doch Clemens Tönnies, der auch nach seinem Rücktritt ohnehin stets betont hatte, „im Herzen ein Blauer zu bleiben“. Ob dieses Engagement etwas bringt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Denn für Schalke geht es um die Wurst. In Bremen muss endlich damit begonnen werden, zu punkten. Sonst rückt der Klassenerhalt in immer weitere Ferne.

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