Geht in München wieder auf Torejagd: Simon Terodde. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke bei den „Löwen“: Auch ein brisantes Duell der Torjäger

Als Favorit geht der FC Schalke 04 am Dienstag in die DFB-Pokalpartie der zweiten Runde bei 1860 München. Trainer Dimitrios Grammozis glaubt an einen „echten Pokalfight“.

Als Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis am Montagvormittag zum Pressetermin eintraf, strahlte der Himmel königsblau. Dies entsprach der Stimmungslage bei den Königsblauen. Mit breiter Brust läuft der Zweitligist am Dienstagabend (18.30 Uhr, Sky) im ausverkauften Grünwalder-Stadion bei den Münchener „Löwen“ auf.

Nach vier Siegen in Folge ohne Gegentor hat sich auf Schalke Euphorie breitgemacht, die nun auch in einer „Englischen Woche“ mit drei Spielen in sechs Tagen fortgesetzt werden soll. „Wir wollen in jedem Wettbewerb das Maximale erreichen“, betonte Grammozis, der sich mit seinem Trainerteam intensive Gedanken darüber macht, ob und wie viele personelle Veränderungen in seinem Team in der Startelf notwendig sind.

Mölders gegen Terodde

Dabei lässt sich diese reizvolle Partie auch als Duell zweier Torjäger lesen: Auf der einen Seite Sascha Mölders bei den „Löwen“, auf der anderen Seite Simon Terodde bei den Schalkern. Beides Spieler mit eingebauter Torgarantie, oder flapsig formuliert: „Wampe“ trifft auf „Torrodde“.

Seinen Spitznamen hat Mölders dem früheren Löwen-Stürmer Olaf Bodden zu verdanken, der das Gewicht seines Nachfolgers vor einigen Monaten kritisiert hatte. Solch ein übergewichtiger Spieler habe im Profifußball nichts zu suchen, so die Botschaft von Bodden. Mölders reagierte. „Dieser Kommentar ist an meiner Wampe abgeprallt“, sagte der 36-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Tor-Bilanz spricht für sich

Für Dimitrios Grammozis spielt das Gewicht des „Pfundskerls“ keine Rolle. Auf Nachfrage dieser Zeitung lobte der Schalker Trainer den Löwen-Mittelstürmer in den höchsten Tönen. „Mölders ist ein absoluter Zielspieler, der das Publikum mit seinen Emotionen mitreisst“, so der 43-Jährige.

Während Mölders als kauziger Typ mit klarer Kante auch in Interviews gilt, ist sein Schalker Gegenpart Simon Terodde in dieser Hinsicht etwas zurückhaltender. Das tut seinem Stellenwert innerhalb des Kaders aber keinen Abbruch. Als nach zwei Spielen in Folge ohne einen Treffer von „Torrodde“ nach dem Sieg gegen Dresden von einer Krise des 33-Jährigen die Rede war, verdeutlichte dieser Scherz, welche Bedeutung der gebürtige Bocholter für die Schalker Mannschaft hat.

Rückkehr erst am Samstag

Elf Tore und zwei Torvorlagen in elf Zweitligaspielen sind Beweis genug, wie gut dieser Transfer war. Alle Experten sind sich sicher, dass Terodde den Zweitliga-Torschützenrekord (153 Treffer) nicht mehr lange mit Dieter Schatzschneider teilen wird.

Doch zunächst will der Schalker Angreifer mit seiner Mannschaft die Qualifikation für das Achtelfinale im DFB-Pokal erreichen. Nach dieser Partie bleiben die Königsblauen übrigens im Süden der Republik und machen sich am Donnerstag von München auf den Weg nach Heidenheim, wo am Freitag das nächste Zweitligaspiel stattfindet.

Achtelfinale im Januar 2022

Sollte Schalke das Achtelfinale erreichen, bleibt etwas Zeit. Denn dieses wird erst im neuen Jahr, genauer gesagt am 18. und 19 Januar 2022 ausgetragen.

Schalke und die „Löwen“ trafen bisher sechs Mal in diesem Wettbewerb aufeinander. Die Schalker Bilanz ist positiv: Es gab vier Siege und zwei Niederlagen.

Letztmals aufeinander getroffen sind beide Vereine am 28. Oktober 2009, seinerzeit im Achtelfinale des DFB-Pokals. Beim 3:0-Sieg der Königsblauen in München waren Benedikt Höwedes zwei Treffer gelungen, zudem konnte sich Rafinha in die Torschützenliste eintragen.

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