Schalke 04

Schalke-Trainer Grammozis: Ballbesitz heißt nicht automatisch Dominanz

Bei der 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV hatte Schalke weniger als 30 Prozent Ballbesitz - das rief viele Kritiker auf den Plan. Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis wehrt sich nun.
Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis: Für ihn bedeutet Ballbesitz nicht automatisch auch Dominanz. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Keine 30 Prozent Ballbesitz, und das in einem Heimspiel, und das auch noch in der Zweiten Liga: Für viele Kritiker stand die Ursache für die Schalker 1:3-Heimniederlage gegen den Hamburger SV schnell fest. Gerade in der Zweiten Liga, so ihre Meinung, müsse Schalke dominanter auftreten. Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis teilt diese Auffassung so nicht unbedingt.

„Wenn wir unsere Torchancen – und die gab es ja – genutzt hätten, würden wir jetzt nicht über Ballbesitz reden“, so Grammozis in der Pressekonferenz vor dem Schalker Spiel am Sonntag bei Holstein Kiel. Sowieso hat Grammozis zu dem ganzen Thema seine eigene Meinung: „Ballbesitz bedeutet nicht automatisch Dominanz. Man kann auch mit weniger Ballbesitz als der Gegner dominant sein.“

„Mehr Ruhe am Ball“ nötig

Und das war Schalke dieser These folgend laut Grammozis gegen den HSV. Schließlich hätten die Hamburger lange Zeit kaum Torchancen gehabt. Grammozis: „Und wenn man kaum Torchancen des Gegners zulässt, obwohl der mehr den Ball hat, ist das ja auch eine Form von Dominanz.“

Gleichwohl weiß Grammozis, dass seine Mannschaft viele mögliche Ballbesitz-Phase zu schnell, weil zu hektisch, wieder aus der Hand gab. Ein Trainingsschwerpunkt in dieser Woche, so Grammozis, sei gewesen: „Mehr Ruhe am Ball.“ Denn das sieht auch Grammozis so: Zumindest kann mehr Ballbesitz nicht schaden.

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