Spielen wieder zusammen auf Schalke: Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar. © dpa
Schalke 04

Schalker Schicksalsspiel mit Klaas-Jan Huntelaar

Am frühen Dienstagabend war die Verpflichtung von Klaas-Jan Huntelaar perfekt. Der Mittelstürmer könnte gegen den 1. FC Köln schon zum Einsatz kommen. Was Trainer Christian Gross sagt.

Wie ernst die sportliche Situation beim FC Schalke 04 ist, verriet die Wortwahl von Trainer Christian Gross vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (18.30 Uhr/Sky). „Das ist eines von vielen Schicksalsspielen, die wir noch bis Mai haben werden“, sagte der 66-Jährige.

Notorische Pessimisten, von denen es rund um die Königsblauen angesichts der Entwicklung beim Tabellenletzten viele gibt, haben sofort die Statistik zur Hand und werden anführen, dass ihre Mannschaft seit neuneinhalb Jahren kein Heimspiel mehr gegen die Domstädter gewonnen hat.

Letzter Heimsieg gegen Köln im August 2011

Aber bei dieser Argumentation können die Optimisten sofort dagegen halten, dass beim letzten Sieg im August 2011 ein Schalker Spieler mit einem Dreierpack wesentlich zum 5:1-Endstand beitrug: Klaas-Jan Huntelaar.

Obwohl der 37-Jährige erst am Montag in Gelsenkirchen eintraf und die bei einem Wechsel üblichen Regularien absolvieren musste, denkt Gross daran, den Stürmer vielleicht schon im Kellerduell aufbieten zu können: „Das ist eine absolute Möglichkeit“, sagte der Schalker Trainer.

Rückennummer 21

Huntelaar unterschrieb am frühen Dienstagabend einen Vertrag bis zum Saisonende. Aufgrund seiner großen Verdienste soll ihn Ajax Amsterdam ablösefrei hat ziehen lassen. Der „Hunter“ erhält auf Schalke die Rückennummer 21.

„Die Verpflichtung von Klaas-Jan hat zwei zentrale Komponenten: Sportlich sind seine Qualitäten unbestritten, das hat er erst vergangene Woche mit einem Doppelpack gezeigt. Mindestens genauso wichtig sind seine Persönlichkeit, seine große Erfahrung und seine Verbundenheit zu Schalke. Letztere demonstriert er mit seiner Rückkehr und dem unbedingten Willen, seinen Teil zur Mission Klassenerhalt beizutragen“, sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Rechter Verteidiger noch gesucht

Huntelaar bekräftigte: „Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Schalke gehört in die 1. Bundesliga. Es liegt jetzt in unserer Verantwortung, dass das auch so bleibt.“ Der Stürmer hat seinen Ehrgeiz behalten.

Mit den Schalke-Rückkehrern Sead Kolasinac und Huntelaar scheinen die Schalker Transferaktivitäten aus der Zugangsseite noch nicht abgeschlossen. Die Suche nach einem bezahlbaren Rechtsverteidiger ist weiterhin in vollem Gange.

Gerüchte um einen Wechsel des Schweizers Kevin Rüegg zum FC Schalke 04 mochte Gross nicht bestätigen. „Ihm nahestehende Leute haben sich gemeldet, aber zurzeit habe ich andere Gedanken“, sagte er zu dieser Personalie. Im Sommer 2020 wechselte Rüegg vom FC Zürich zu Hellas Verona, wurde in Norditalien aber noch nicht glücklich, weil er kaum spielte.

Zu wenig investierte Schalkes Mannschaft bei der 1:3-Niederlage in Frankfurt, sodass der Erfolgsdruck gegen Köln immens ist. Mit Blick auf die Tabellenkonstellation wäre schon ein Unentschieden für die Gastgeber zu wenig. „Wir müssen und wollen druckvoller agieren als in Frankfurt, damit wir erfolgreicher sind. Jeder ist bei uns zum Tore schießen eingeladen. Extra-Leistung, Extra-Einsatz benötigen wir von allen – defensiv als auch offensiv“, fordert Gross.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.