Markus Weinzierl war nur eine Saison Trainer auf Schalke. © dpa
Schalke 04

Schalker Trainer seit 2002: Viele Namen, keine Spur von Kontinuität

Nach der ersten Amtszeit von Huub Stevens (1996 bis 2002) saß beim FC Schalke 04 kein Trainer mehr für zwei komplette Spielzeiten auf der Bank. Auch Christian Gross wird das nicht ändern.

Das ständige Wechselspiel auf der Schalker Trainerbank hat in der laufenden Saison geradezu groteske Ausmaße angenommen. Christian Gross ist seit September schon der vierte Coach, der nach David Wagner, Manuel Baum und Huub Stevens auf der Trainerbank Platz nimmt. Der Vertrag des 66-Jährigen läuft bis zum Saisonende.

Stevens betreute die Königsblauen vier Mal in seiner Trainer-Karriere und brachte es auf insgesamt 248 Bundesligaspiele unter seiner Regie. Damit ist er, was die Zahl der Spiele betrifft, die klare Nummer eins. Dahinter folgt Mirko Slomka, der es zwischen dem 4. Januar 2006 und 13. April 2008 auf 79 Partien bei einem Punkteschnitt von 1,85 brachte.

Karriereknick nach Schalke-Aus

Schalke versuchte es in dem Zeitraum zwischen 1996 und 2020 mit den unterschiedlichsten Trainertypen. Da gab es Trainer mit der Schalke-DNA (Mike Büskens, Marc Wilmots), die aber nur interimsmäßig einspringen durften. Es gab Meistertrainer wie Felix Magath oder sogar einen Übungsleiter wie Roberto Di Matteo, der mit dem FC Chelsea die Champions League gewann, der aber auf Schalke krachend scheiterte.

Immer noch einen sehr guten Namen hat bei den Königsblauen Ralf Rangnick, der Schalke zweimal betreute, dessen Arbeit bis heute hohe Wertschätzung genießt. Beim ersten Mal musste Rangnick gehen, weil er sich mit Manager Rudi Assauer überworfen hatte. Beim zweiten Mal ging er wegen einer Erkrankung aus eigenen Stücken.

Für nicht wenige Trainer bedeutete das Scheitern auf Schalke einen Karriereknick. Hier fallen einem sofort die Namen von Roberto di Matteo, André Breitenreiter oder Markus Weinzierl ein, die nach ihrem Schalke-Engagement bisher keine sportlichen Erfolge mehr feierten.

Dies kann Christian Gross nicht passieren. Er ist mit seinen 66 Jahren auf der Zielgeraden seiner Karriere.

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