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„Stand jetzt sehen wir keine Chance, dass Ozan Kabak auf Schalke bleibt“

Trotz verkorkster Europameisterschaft habe der Verteidiger nicht an Wert verloren, glaubt Schalkes Sportvorstand Rouven Schröder. Der Türke ist und bleibt Verkaufs-Kandidat.
Der eine (Mark Uth/r., zum 1. FC Köln) ist schon weg, der andere wird Schalke wohl demnächst verlassen: Sportdirektor Rouven Schröder geht von einem Verkauf Ozan Kabaks innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen aus. © dpa

Drei Spiele, drei Niederlagen – die EM war aus Sicht der Türkei zum Vergessen. Für Ozan Kabak erst recht: Der Schalker Verteidiger kam nicht eine einzige Minute lang zum Einsatz. Dabei galt er als „heißeste“ (und einzige…) Schalker Aktie bei der EM – durch gute Leistungen sollte er seinen Wert für den Transfermarkt steigern. Das war zumindest der Schalker Wunsch.

Dass Kabak durch die Pleiten-EM nun aber an Wert verloren hat, glaubt Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder nicht: „Ozan ist ein hervorragender Verteidiger mit einem enormen Potenzial. Das sage ich nicht, weil wir auf einer Verkaufs-Veranstaltung sind, sondern das belegen alle Daten und auch die Erfahrungen der Vereine, bei denen er schon gespielt hat.“

Außerdem ist Kabak mit seinen 21 Jahren sicherlich noch nicht am Leistungs-Limit angekommen. Ca. drei Wochen Urlaub hat Kabak von Schalke nach der EM bekommen, im Schalker Trainingslager in Mittersill (ab 29. Juni) wird er also nicht dabei sein. Und das braucht er wohl auch nicht…

Alle Seiten wollen den Verkauf

Denn wenn Schröder über die Urlaubszeit von Kabak sagt, „dass wir das in zwei bis drei Wochen hinbekommen werden“, dann meint er damit klipp und klar den Verkauf von Kabak. „Stand jetzt sehen wir keine Chance, dass er auf Schalke bleibt“, so Schröder, der mit Kabaks Management im ständigen Kontakt steht. Der Spieler will erstklassig bleiben, Schalke muss ihn im Prinzip verkaufen, um eine Ablöse zu generieren und Kabaks Gehalt zu sparen – er gehört auf Schalke zu den Besserverdienenden.

Voraussetzung für den von allen Seiten gewünschten Transfer laut Schröder: „Es muss ein seriöses Angebot kommen.“ Kabak spielt seit 2019 auf Schalke, war zwischenzeitlich an den FC Liverpool ausgeliehen. Schalke soll für Kabak die Ablösesumme von 15 Millionen Euro an den VfB Stuttgart bezahlt haben. Sein Vertrag auf Schalke läuft bis 2024.

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