Trainer Udo Lattek hatte auf Schalke nicht den erhofften Erfolg. © dpa
Schalke 04

Stichtag: Als Schalke 04 den Vertrag mit Trainer Udo Lattek auflöst

Diese Zusammenarbeit hielt nicht mal eine Saison: Am 17. Januar 1993 trennte sich Schalke 04 von Trainer Udo Lattek, dem mit so großen Hoffnungen verpflichteten Meistertrainer.

Präsident Günter Eichberg setzte seine Idee im Sommer 1992 in die Tat um und war fest davon überzeugt, dass dieser Coup von Erfolg gekrönt würde. Eichberg träumte bereits von rauschenden Erfolgen und rühmte bei der Vorstellung des neuen Mannes dessen Charakter: „Der Udo ist ein menschlich feiner Kerl. Er arbeitet bei Schalke quasi umsonst.“

Na ja, ganz so war es nicht. Lattek soll sich vertraglich folgendes zugesichert haben: 8.000 Mark für jeden Bundesligapunkt, eine Suite im Gelsenkirchener Maritim-Hotel, einen Dienst-Mercedes inklusive Tankkarte und die Übernahme aller Telefonkosten.

Schalke nur Elfter

Besonderer Clou des Vertrages soll gewesen sein: Wenn Schalke Meister geworden wäre, hätte Lattek zwei Millionen Mark erhalten, beim Einzug in den UEFA-Cup und Platzierung vor dem „Lieblingsgegner“ Borussia Dortmund wären 1,5 Millionen fällig gewesen.

In der Winterpause, Schalke belegte den elften Tabellenplatz, hatten alle Beteiligten dann aber doch ein Einsehen. Der Trainer macht Platz für Helmut Schulte, der die Mannschaft letztlich auf den zehnten Rang führte. Lattek schaute nur noch als Berater zu und verließ den Verein im Sommer 1993.

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