Trainer Grammozis gibt seinen Spielern detaillierte Anweisungen. © RHR-FOTO
Schalke 04

Wie Dimitrios Grammozis seine Spieler im Training „heiß“ macht

Lautstark und engagiert ging es beim Training des FC Schalke 04 am Dienstagvormittag zur Sache. Dafür verantwortlich war hauptsächlich Trainer Dimitrios Grammozis.

Wenn die Spieler des FC Schalke 04 in den nächsten Spielen so viel Gas geben wie ihr Trainer am Dienstagvormittag, dann dürften sich bald Erfolgserlebnisse einstellen.

Denn Dimitrios Grammozis gab während der Trainingseinheit nicht nur immer wieder lautstarke Kommandos, sondern er sprintete auch schon mal 30 Meter über den Platz, um seinen Spielern die richtigen Laufwege anschaulich zu vermitteln.

Terodde verlässt früh den Platz

Dabei hatte der 43-Jährige nicht alle Kicker an Bord. Thomas Ouwejan war aus Gründen der Belastungssteuerung auf dem Trainingsplatz nicht dabei, während Marinus Bülter wegen einer Erkältung fehlte. Simon Terodde verließ schon nach einer halben Stunden den Platz. Der nächste Verletzte? Nein, das sei auch aus Gründen der Belastungssteuerung geschehen, versicherte der FC Schalke 04.

Dagegen absolvierten Levent Mercan und Can Bozdogan die komplette Einheit, obwohl sie laut türkischen Medienberichten schon so gut wie sicher an den Bosporus wechseln. Doch diese Spur ist nach Informationen dieser Zeitung längst nicht so heiß, wie sie gemacht wird.

Verkaufskandidaten trainieren

Schalkes Verkaufskandidaten sind ebenfalls noch beziehungsweise wieder in Gelsenkirchen. Ozan Kabak trainierte individuell, während Amine Harit und Omar Mascarell das Mannschaftstraining absolvierten.

Hier mischte auch der neue Torhüter Martin Fraisl mit. Der 28-Jährige ist mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet. „Ich war Führungsspieler und zuletzt in Den Haag Kapitän. Ich weiß, was es heißt, voranzugehen“, erzählte der Schlussmann, der nach Michael Langer und Reinhold Ranftl nun der dritte Österreicher im aktuellen Schalker Kader ist.

Ranftl und Fraisl kennen sich gut

Mit Ranftl spielte er in Wien zusammen in einer Mannschaft. „Wir haben damals sogar eine Fahrgemeinschaft gebildet“, erzählte Fraisl. Er sei „kein Daumendrücker“, der nur für das Training da sei und lächele.

Fraisl war übrigens weltweit unter den besten acht ablösefreien Torhütern, was den Marktwert betrifft. Deshalb habe er sich auch keine Sorgen vor Arbeitslosigkeit gemacht, als sein Vertrag in Den Haag ausgelaufen war.

„Ich hatte mehrere Angebote. Aber ich bin ruhig und geduldig geblieben. Als das Schalker Angebot kam, habe ich sofort gemerkt, dass es passt,“ betonte der Schlussmann.

Solche Äußerungen machen deutlich: Der Österreicher ist selbstbewusst und ambitioniert. Er will spielen und nicht nur auf der Bank sitzen. Ralf Fährmann wird das zur Kenntnis nehmen.

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