50.000 Euro Geldstrafe für Schalke 04

Schalke 04

Wegen der Vorfälle beim DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den FC Schalke 04 zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt.

Gelsenkirchen

, 11.02.2020, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit der Anlaufstelle #stehtauf kämpft Schalke gegen jede Art von Diskriminierung.

Mit der Anlaufstelle #stehtauf kämpft Schalke gegen jede Art von Diskriminierung. © dpa

Die Königsblauen hatten beantragt, einen Teilbetrag der Strafe in angemessener Höhe für ein konkretes Projekt im Kampf gegen Rassismus verwenden zu dürfen. Der DFB gab diesem Antrag statt: Bis zu 16.000 Euro darf und wird der Verein für die Durchführung von Qualifizierungs­workshops, in denen Verhaltensleitfäden zum Umgang mit Rassismus und Diskriminierung erarbeitet werden, nutzen. So werden Fans und Mitglieder weiter sensibilisiert und erhalten Hilfestellung für engagiertes Handeln.



Die Königsblauen begrüßen die schnelle Urteilsfindung und akzeptiert das Strafmaß des DFB vollumfänglich. Hintergrund der Strafe waren Aussagen von Hertha-Spieler Jordan Torunarigha, der von rassistischen Aussagen und Lauten gegen ihn während des Achtelfinal-Pokalspiels beider Mannschaften berichtet hatte. Schalke hatte daraufhin, auch nach einem Hinweis, der über die Anlaufstelle #stehtauf eingegangen war, unverzüglich mit Ermittlungen begonnen, die derzeit noch andauern.



Der Vorstand des FC Schalke 04 stellt fest: „Sinn machen Kampagnen, Aktionswochen und permanenten Angebote wie die Anlaufstelle nur dann, wenn sie auch genutzt werden. Erfreulicherweise zeigt sich, dass dieses System auf Schalke funktioniert. Die Akzeptanz der Anlaufstelle belegt: Die S04-Fans schauen bei diskriminierenden Vorfällen nicht weg, sondern greifen ein. Darüber freuen wir uns sehr, sind aber auch froh, dass die wenigen Meldungen von Leitbildverstößen oder anderen Vergehen implizieren, dass es sich um Einzelfälle handelt.“

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