Abwehr-Alarm bei den Königsblauen

Schalke 04

Drei Wochen Training haben die Fußballer des FC Schalke 04 hinter sich. Probleme gibt es vor allem in der Abwehr. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Gelsenkirchen

, 22.07.2019, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abwehr-Alarm bei den Königsblauen

Läuft zurzeit seiner Form hinterher: Schalkes Innenverteidiger Matija Nastasic. © dpa

Testspiel Nummer fünf im Rahmen der Saisonvorbereitung steht am Dienstagabend (19 Uhr) für den FC Schalke 04 auf dem Programm. Beim FC Twente Enschede erhofft sich Schalke-Trainer David Wagner weitere Aufschlüsse darüber, wie weit seine Mannschaft nach drei intensiven Trainingswochen leistungsmäßig ist.



Dass die Königsblauen in allen Bereichen noch Luft nach oben haben, ist keine neue Erkenntnis. Sieht man sich die einzelnen Mannschaftsteile genauer an, so dürfte Wagner momentan die Abwehrarbeit das meiste Kopfzerbrechen bereiten. Denn Schalke blieb in keinem der bisherigen Vorbereitungsspiele ohne Gegentreffer.


Kabak droht längere Pause


Das hat mehrere Gründe. Die Innenverteidigung ist bisher alles andere als eingespielt, weil Salif Sané wegen seiner Teilnahme am Afrika-Cup bisher überhaupt noch nicht zur Verfügung stand und erst am 6. August wieder mit dem Training beginnt. Deshalb dürfte der Senegalese für das DFB-Pokalspiel am 10. August wohl noch kein Thema sein.


Zudem hatte der bisherige Königstransfer Ozan Kabak großes Verletzungspech. Bereits in seiner ersten Trainingseinheit bei seinem neuen Klub zog sich der Neuzugang vom VfB Stuttgart eine Fußverletzung zu, die offenbar langwieriger ausfällt, als zunächst erwartet. Die optimistische Einschätzung geht von weiteren zwei Wochen Pause aus, ehe der 19-Jährige ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Pessimisten rechnen gar mit vier Wochen, die Kabak noch ausfallen könnte. Auf jeden Fall dürfte der türkische Innenverteidiger beim ersten Pflichtspiel beim SV Drochtersen/Assel noch nicht zur Verfügung stehen. Im Trainingslager in Herzlake musste sich Kabak mit Individualtraining - meistens in der Halle - begnügen.


Momentan nur zwei Innenverteidiger


Somit bleiben Wagner aktuell nur zwei gelernte Innenverteidiger, nämlich Benjamin Stambouli und Matija Nastasic. Letztgenannter präsentierte sich in den bisherigen Testspielen allerdings sehr unkonzentriert. Ein Eigentor gegen eine Bottroper Stadtauswahl sollte man nicht allzu hoch hängen, doch dass der Serbe danach auch noch in Wattenscheid patzte und gegen Norwich ungewohnte Schwächen zeigte, stimmte schon etwas nachdenklich. Solche Fehler in dieser Häufigkeit ist man beim Innenverteidiger nicht gewohnt.



Erfreulich für Trainer David Wagner war hingegen, dass Mark Uth und Alessandro Schöpf nach ihren schweren Verletzungen gestern Nachmittag beim Training erstmals auch mit dem Ball voll mitmischen konnten. Zurück im Mannschaftstraining ist auch Suat Serdar, der wegen der U21-Europameisterschaften die ersten Trainingswochen versäumte.

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