Nach einer eher zähen ersten Halbzeit gestaltete Schalke das Pokalspiel beim Viertligisten nach der Pause dann doch standesgemäß. Ein Spieler bedankte sich auf dem Platz fürs Trainer-Lob.

Drochtersen

, 10.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Alexander Nübel: Der neue Kapitän war über weite Strecken des Spiels beschäftigungslos – wenn es allerdings etwas zu tun gab, blieb er nicht ganz fehlerfrei. So wie in der 63, als er mit einem Fehlpass fast den Anschlusstreffer verschuldete. Sein Ersatzmann war übrigens Michael Langer, weil Schalkes neue Nummer zwei, Markus Schubert, das Abschlusstraining angeschlagen abbrechen musste. Note 4

Jonjoe Kenny: Auch der neue Rechtsverteidiger war hinten wenig gefordert, daher versuchte er, in der Offensive Akzente zu setzen. Das war allerdings nicht so richtig überzeugend. Note 4



Matija Nastasic: Der „Bruder Leichtfuß“ der Vorbereitung, der in Testspielen immer für den ein oder anderen Patzer gut war, blieb auch in Drochtersen nicht ganz fehlerlos. Nach seiner gelben Karte in der 23. Minute musste er etwas vorsichtiger zur Sache gehen. Note 3,5



Benjamin Stambouli: Der Abwehrchef versuchte immer wieder, das Spiel von hinten heraus zu ordnen, was ihm allerdings nicht immer gelang: Viele Zuspiele und Pässe kamen nicht an. Nach hinten zeigte er aber eine solide Leistung. Note 3,5

Bastian Oczipka: Man sieht schon, warum Schalke auf der Position des Linksverteidigers noch Nachholbedarf sieht. Oczipka konnte im Pokalspiel gegen Drochtersen nicht überzeugen, leistete sich viele Ballverluste, auch seine Flanken kamen zu oft nicht an. Note 4

Amine Harit bester Schalker, Burgstaller mit dem Doppelpack

Gute Partie im Mittelfeld: Omar Mascarell. © imago

Omar Mascarell: Der neue Vize-Kapitän war einer von zwei Sechsern in einem 4-2-3-1-System. Er machte seine Sache ganz gut, antizipierte viel und erstickte regelmäßig Angriffe der Niedersachsen im Keim. Dafür musste er vor allem in der ersten Halbzeit viele kleine Fouls einstecken. Note 3

Suat Serdar: Trainer David Wagner hatte ihn auf der Pressekonferenz vor dem Spiel noch gelobt – Serdar, der als zweiter Sechser auflief, wurde diesem Lob durchaus gerecht. Das 1:0 durch Skrzybski bereitete er sehenswert vor, in der 62.Minute wurde er für Münir Mercan ausgewechselt. Note 2,5

Daniel Caligiuri: Durfte nach langer Verletzungspause mal wieder von Anfang an ran, zeigte aber, dass er noch nicht wieder der Alte ist. Anders als noch in der Vorsaison spielte er nicht als Rechtsverteidiger, sondern weiter vorne in Rechtsaußen-Position. Seine Standards klappten auch noch nicht so gut – das Elfmeterschießen hat er aber nicht verlernt, wie er in der 65. Minute bewies. Note 3,5

Amine Harit bester Schalker, Burgstaller mit dem Doppelpack

Zwei Torschützen: Daniel Caligiuri (l.) mit Münir Mercan. © imago

Amine Harit: Er bestätigte den guten Eindruck aus der Vorbereitung: Harit war bester Schalker auf dem Platz. Schade, dass seine wunderschöne Direktabnahmen in der 20. Minute am Pfosten landete. Er holte den Elfmeter zum 3:0 heraus. Note 2

Steven Skrzybski: Das Tor zum 1:0 in der 44. Minute war war seine beste Tat, ansonsten blieb er unauffällig. Bereits in der 58. Minute wurde er für Weston McKennie ausgewechselt. Note 3

Guido Burgstaller: In der ersten Halbzeit gelang ihm wenig, auch, wenn er sich bemühte. In der 61. Minute stand er aber da, wo ein Stürmer stehen muss und erzielte sehr abgeklärt das 2:0, in der 83. legte er zum 5:0 nach. Note 2,5

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Weston McKennie: Kam in der 58. Minute für Steven Skrzybski – er war spät in die Vorbereitung eingestiegen, für 90 Minuten reichte es wohl noch nicht. Er brachte etwas mehr Tempo ins Spiel. Note 3

Münir Mercan: Kam in der 62. Minute für Suat Serdar – und durfte sich in der 73. Minute in die Torschützenliste eintragen: Er erzielte das 4:0. Ohne Note

Ahmed Kutucu: Kam in der 75. Minute für Caligiuri. Ohne Note

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