Angeblich toter Ex-Schalker Hiannick Kamba ist am Leben

Schalke 04

Der frühere Schalker Jugendspieler Yannick Kamba galt seit 2016 als verstorben. Doch jetzt gibt es laut „Bild“ die neuen Erkenntnisse, dass er lebt und Opfer eines Betrugs geworden sei.

Gelsenkirchen

, 04.05.2020, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeblich toter Ex-Schalker Hiannick Kamba ist am Leben

© nbm

Hannick Kamba gehörte als Verteidiger in der Saison 2003/2004 zum Kader der Schalker A-Jugend. Zwölf Jahre später schockierte die Nachricht über seinen plötzlichen Tod die Fußballwelt im Ruhrgebiet. Kamba soll 2016 bei einem Autounfall in seiner Heimat Kongo verstorben sein.




Der VfB Hüls, bei dem der Defensivspezialist zuletzt aktiv war, schrieb in einem Nachruf: „Er vertrat die Ideen und Werte unseres Vereins wie nur wenig andere. Sein Ableben wird eine große Lücke hinterlassen. Fraglos ist Hiannick ein herber sportlicher Verlust für uns, vorrangig wird er uns allerdings als Mitmensch fehlen.“



Opfer eines Betrugs?


Doch Kamba ist laut „Bild“ offenbar am Leben. Demnach soll die Ex-Frau des heute 33-Jährigen dessen Tod inszeniert haben, um an eine Versicherungspolice zu gelangen. Die Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk sagte der Zeitung, Kamba habe sich bereits 2018 bei der deutschen Botschaft in Kinshasa gemeldet, um den Betrug aufzudecken: „Er gab an, im Januar 2016 bei einer Reise im Landesinneren des Kongos von seinen Begleitern nachts verlassen und ohne Papiere, Geld, Telefon etc. zurückgelassen worden zu sein.“ Vermutlich habe seine damalige Frau infolgedessen eine Sterbeurkunde ausgehändigt bekommen, mit der sie in Deutschland die Versicherung geprellt habe.



Im Frühjahr 2018 soll Kamba einen Antrag auf Rückkehr nach Deutschland gestellt haben. Vor kurzem sei er nach Gelsenkirchen und in seinem Job bei einem Energieversorger zurückgekehrt.

Ehefrau bestreitet die Vorwürfe


Die Ehefrau, die mit Kamba einen zehnjährigen Sohn hat, bestreitet die Vorwürfe. Sie will erst nach der Todesnachricht von der Versicherung erfahren haben. Nun wird geprüft, ob die damals eingereichten kongolesischen Dokumente gefälscht oder in Afrika durch etwa Korruption erlangt wurden. Es geht um eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich. Kamba selbst gilt als Zeuge in dem Verfahren.

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