Applaus für Schalkes Rückkehrer Sam

Erste Training

Applaus für Sidney Sam: Wann hat es das zuletzt beim FC Schalke 04 gegeben? Während seine Mannschaftskameraden gestern längst in der Kabine verschwunden waren, absolvierte der begnadigte Flügelstürmer in hohem Tempo noch ein intensives Lauftraining. Damit symbolisierte Sam eindeutig, dass er auf Schalke einen Neuanfang starten will.

GELSENKIRCHEN

24.07.2015, 06:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sidney Sam ist auf Schalke noch nicht richtig zum Zug gekommen.

Sidney Sam ist auf Schalke noch nicht richtig zum Zug gekommen.

„Der Trainer war in Absprache mit der Mannschaft und mir der Entscheider bei dieser Personalie“, erklärte Manager Horst Heldt. Ob der Nationalspieler die Kurve bekommt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Abwarten bei Draxler

Abwarten heißt es auch, was die Zukunft von Julian Draxler betrifft. Bleibt er Schalke treu oder wechselt er zu Juventus Turin? Heldt gab sich ganz entspannt: „Es ist bisher nichts passiert, außer dass Juventus Turin Interesse an Julian hat. Turin ist nicht Hintertupfingen, aber uns liegt kein Angebot vor.“

Heldt hat Draxler im Vier-Augen-Gespräch den Rat gegeben, sich öffentlich nicht eindeutig zu positionieren. „Julian fühlt sich geschmeichelt, wenn der italienische Meister ihn verpflichten will“, hat Heldt im Gespräch mit dem Weltmeister festgestellt. Aber der Schalker Manager sieht offenbar keine Notwendigkeit, dass Draxler sich zu Schalke bekennt.

"Schalker Junge"

„Julian ist ein Schalker Junge, der sich mit dem Verein identifiziert und einen Vertrag bei uns bis 2018 hat“, so Heldt. Doch was passiert, wenn Draxler erst im August zu dem Entschluss kommt, Schalke verlassen zu wollen? Auch in diesem Fall bleibt Heldt gelassen, weil Draxlers Ausstiegsklausel (45,5 Millionen Euro) für 2015 abgelaufen ist und Schalke somit die Entscheidungsgewalt hat.

Klar ist hingegen, dass Sascha Riether künftig für die Königsblauen spielen wird. Der 32-Jährige wurde bis 2016 (plus Option) verpflichtet und absolvierte gestern die erste Trainingseinheit in neuer Umgebung. „Ich bin froh, dass es im dritten Anlauf geklappt hat. Bei den ersten beiden Schalker Anfragen wollten mich Wolfsburg und Fulham nicht ziehen lassen“, verriet Riether.

Riether will helfen

Der Rechtsverteidiger ist ablösefrei dank seiner guten Beziehungen zum SC Freiburg, der vorzeitig seinen noch bis 2017 datierten Vertrag auflöste. Riether sieht sich keineswegs nur als Interimslösung, sollte Neuzugang Caicara als gesetzter Rechtsverteidiger mal nicht zur Verfügung stehen. „Schalke ist in drei Wettbewerben vertreten. Da wird der Trainer sicherlich mal rotieren“, betont der Routinier, der auch außerhalb des Platzes den vielen jungen Spielern helfen will.

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