Auch im Schalker Aufsichtsrat gibt es viel Bewegung

Schalke 04

Ob in der Mannschaft oder auf der Führungsebene - beim FC Schalke 04 ist in dieser desaströsen Saison der Personalverschleiß hoch. Selbst im Aufsichtsrat ist Kontinuität ein Fremdwort.

Gelsenkirchen

, 10.04.2021, 07:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am 13. Juni wird eine digitale Mitgliederversammlung einen neuen Schalker Aufsichtsrat wählen.

Am 13. Juni wird eine digitale Mitgliederversammlung einen neuen Schalker Aufsichtsrat wählen. © dpa

Nach dem Rücktritt von Professor Dr. Stefan Gesenhues hatte der Aufsichtsrat das ungewöhnliche Problem, das kein Nachrücker sofort zur Verfügung stand. Hintergrund: Laut Satzung des Vereins rückt bei einem frühzeitigen Ausscheiden eines von der Mitgliederversammlung gewählten Mitglieds der Kandidat nach, der bei der letzten Wahl die meisten Stimmen erhalten hat.

Das Problem von Schalke: Für Gesenhues gab es keinen Nachrücker mehr, denn bereits im letzten Jahr hatte Matthias Rüter den langjährigen Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies und Ingolf Müller das langjährige Mitglied Uwe Kemmer beerbt.

Axel Hefer rückt nach

Nun hat Axel Hefer die freigewordene Stelle bis zur nächsten Mitgliederversammlung übernommen. Schalke musste dafür auf die Ergebnisse der Aufsichtsratswahlen von 2017 zurückgehen. Der 43-Jährige ist Vorstandsvorsitzender des Unternehmens „Trivago“. Im Schalker Aufsichtsrat ist er kein unbekanntes Gesicht. Bereits von 2014 bis 2017 gehörte er dem Gremium an und profilierte sich als kritischer Geist.

Vollständig ist der Schalker Aufsichtsrat aber noch nicht. Für den kooptierten Ulrich Köllmann wird noch ein Nachfolger gesucht. Ob der oder die lange bleiben darf, ist fraglich. Denn am 13. Juni werden auf der Mitgliederversammlung fünf Personen neu in den Aufsichtsrat gewhlt.

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