Aus für Huntelaar - Heidel und Weinzierl loben RB

Schalke gegen Leipzig

In keinem Mannschaftsteil hat Schalke-Trainer Markus Weinzierl so wenig personelle Alternativen wie im Sturmzentrum. Während mit Breel Embolo frühestens Mitte der Rückrunde zu rechnen ist und Franco Di Santo auch in Leipzig (Sa. 18.30 Uhr) ausfallen wird, ist für Klaas-Jan Huntelaar das Fußball-Jahr 2016 beendet.

GELSENKIRCHEN

02.12.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für ihn ist das Fußballjahr 2016 beendet: Klaas-Jan Huntelar fällt mir einem komplizierten Innenbandanriss im Knie aus.

Für ihn ist das Fußballjahr 2016 beendet: Klaas-Jan Huntelar fällt mir einem komplizierten Innenbandanriss im Knie aus.

Die MRT-Untersuchung am Donnerstag ergab zwar einen normalen Befund, „doch der Innenbandanriss in seinem Knie liegt an einer so ungünstigen Stelle, dass der Heilungsverlauf nur schleppend vorankommt“, erzählte Schalkes Sportdirektor Axel Schuster. Die zuletzt geschonten Naldo und Meyer kehrten dagegen ins Mannschaftstraining zurück, so dass Weinzierl wohl der Elf vertraut, die zuletzt gegen Darmstadt die Schalker Erfolgsserie (zwölf Pflichtspiele ohne Niederlage) ausbaute.

Heidel lobt kommenden Gegner

Wer Christian Heidel als „Fußball-Romantiker“ charakterisiert, der findet beim 53-Jährigen keinen Widerspruch. Von dieser Warte aus betrachtet, müssten Vereine wie Hoffenheim oder Leipzig Heidel ein Dorn im Auge sein, weil dort das Geld regiert und es kaum Fußball-Tradition gibt. Doch Heidel wehrt sich gegen diese Sichtweise.

„Ich bin keineswegs der Oberkritiker von Leipzig, auch wenn ich das immer wieder lesen muss. Dort wird hervorragende Arbeit geleistet. Leipzig ist aktuell die beste Mannschaft in Deutschland“, betonte der Schalke-Manager und ergänzte: „RB Leipzig ist gefühlt kein Aufsteiger. Da ist viel Geld, aber es wird überragend gut eingesetzt.“

Embolo entscheidet sich gegen Leipzig

Doch nicht immer entscheiden allein die Finanzen. In der Sommerpause buhlten beide Vereine heftig um den Schweizer Nationalspieler Breel Embolo. Lange Zeit schien Leipzig die Nase vorn zu haben, doch schließlich erhielten die Königsblauen die Zusage des Stürmers. „Wir haben keinen Cent mehr geboten als Leipzig. Es war eine rein emotionale Entscheidung von Breel“, stellte Heidel klar.

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Ebenfalls heftig umworben wurde auch Markus Weinzierl von Leipzig, ehe er sich für Schalke entschied. Bestätigten mochte der 41-Jährige das nicht, sondern sagte mit einem Lächeln: „Ich bin froh, Schalke-Trainer zu sein.“

Weinzierl: RB hat sich "super entwickelt"

Auch Weinzierl lobte den nächsten Gegner in den höchsten Tönen: „Sie haben sich geschickt verstärkt und es hat sich super entwickelt. Dass sie oben mitspielen würden, hatte ich erwartet, aber nicht, dass sie nach zwölf Spieltagen Tabellenführer sind.“

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Als „Kopf des Erfolgs“ charakterisierte Weinzierl RB-Sportdirektor Ralf Rangnick, ein Mann mit zweifacher Schalker Vergangenheit, der vor dem Wiedersehen mit seinem früheren Klub alle Interviewanfragen konsequent ablehnte. Dabei hätte Rangnick sicherlich eine Menge zu erzählen gehabt. Wie er zum Beispiel in seiner ersten Amtszeit auf Schalke nicht glücklich wurde, obwohl er mit der Vizemeisterschaft und einer ordentlichen Punktebilanz sportlich zu überzeugen wusste.

Große Erfolge unter Rangnick

Im März 2011 kehrte er zurück. Unter Rangnick gelang Schalke der Sprung ins Halbfinale der Champions League und der Pokaltriumph in Berlin. Alles schien gut, doch am 22. September 2011 schockte Rangnick die Öffentlichkeit mit seinem Bekenntnis, er leide unter einem Erschöpfungssyndrom. Nach einer Auszeit ist er nun höchst erfolgreich in Leipzig aktiv.

Doch am Samstag will Schalke dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beibringen. Markus Weinzierl: „Wir sind selbstbewusst genug, um in Leipzig etwas mitzunehmen.“ 

 

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