Burgstaller ist Schalkes wertvollstes Schnäppchen

Beeindruckende Bilanz

Guido Burgstaller ist auf Schalke endgültig angekommen. Der 1,5-Millionen-Euro-Mann war nicht nur mit seinem Treffer zum 1:4 maßgeblich an der Derbyaufholjagd beteiligt, seine Art zu spielen, beeindruckt Fans und Verantwortliche gleichermaßen. Denn Fakt ist: Die Königsblauen verloren noch nie ein Duell in der Bundesliga, in dem der Österreicher einen Treffer erzielte.

GELSENKIRCHEN

, 29.11.2017, 06:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es besteht Grund zu feiern: Guido Burgstaller hat seinen Marktwert in seinen ersten Monaten auf Schalke von zwei auf sieben Millionen gesteigert.

Es besteht Grund zu feiern: Guido Burgstaller hat seinen Marktwert in seinen ersten Monaten auf Schalke von zwei auf sieben Millionen gesteigert. © dpa

Da staunten die Schalker Trainingsbesucher am Dienstagvormittag nicht schlecht: Amine Harit gelang bei der Einheit nicht nur ein sehenswertes Tor per Volleyschuss, sondern der 20-Jährige wirbelte auf dem Platz, als hätte es die Fouls an ihm beim Derby in Dortmund nie gegeben.

Harit scheint sehr gutes Heilfleisch zu besitzen, die starke Prellung, die er beim denkwürdigen 4:4 davontrug, hat er offenbar schnell überwunden. Bevor es am Dienstag auf den Platz ging, machte Trainer Domenico Tedesco mit seinen Schützlingen zunächst noch eine intensive Videoanalyse vom Derby. „Da haben wir noch einmal gesehen, was gut und was schlecht war. Aus der Analyse haben wir gelernt, dass im Fußball nichts unmöglich ist“, sagte Guido Burgstaller, der mit seinem Anschlusstor zum 1:4 die sensationelle Aufholjagd eingeleitet hatte.

„Verrücktes Spiel“

„Das Tor war aber nicht einstudiert. Es war ein überragender Ball von Benjamin Stambouli“, lächelte der Angreifer. „Es war ein verrücktes Spiel, in dem wir sensationell zurückgekommen sind. Aber jetzt müssen wir uns auf den nächsten Gegner 1. FC Köln konzentrieren“, so der Stürmer, dessen Transfer für 1,5 Millionen Euro in der Winterpause 2016/2017 sich als Glücksgriff entpuppt hat.

Zwölf Treffer in den Pflichtspielen erzielte Burgstaller nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg für die Königsblauen. An diese starke Quote scheint er nahtlos anknüpfen zu können. Momentan sind es auch schon wieder sechs Pflichtspieltreffer, die Burgstaller in dieser Saison für Schalke gelangen.

Die nächste Aufgabe im Blick

„Ab und zu geht mal ein Ball rein“, sagte der 28-Jährige bescheiden. Ihm ist es wichtiger, dass Schalke als Mannschaft funktioniert. Deshalb hat er das Derby gedanklich bereits in den Hintergrund gestellt und die nächste Aufgabe im Blickfeld. Burgstaller: „Gegen Köln wird es für uns ein schweres Spiel, weil sie erst ein paar Pünktchen gesammelt haben und aus ihrer Krise unbedingt herauskommen wollen.“

Sein Marktwert ist innerhalb von elf Monaten von zwei auf sieben Millionen Euro geklettert ist. Auch das ist ein Indiz dafür, dass der Bundesliga-Spätstarter in der neuen Liga glänzend Fuß gefasst hat.

„Wieder gut im Rhythmus“

„Am Anfang der Saison hatte ich Probleme wegen einer Verletzung, aber jetzt bin ich wieder gut im Rhythmus“, freute sich Burgstaller. Im Angriff ist der Österreicher auf Schalke gesetzt. Und auch die Art, wie er Fußball spielt, kommt gut an. Der 28-Jährige arbeitet vorbildlich auf dem Platz und gibt nie einen Ball verloren. So legte er im Derby zwölf Kilometer zurück. Ein Spitzenwert, der sich fürs Team bezahlt machte.

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