Christian Gentner: "Schalke und uns fehlt die Konstanz"

Der Schalke-Gegner

Drei Brüder - eine Leidenschaft. Bei den Gentners dreht sich alles um Fußball. Thomas spielt bei der TuS Koblenz, Michael ist Trainer der U16 des VfB Stuttgart, doch der Erfolgreichste des Trios ist Christian Gentner. Wir trafen ihn zum Interview.

STUTTGART

von Von Frank Leszinski

, 30.11.2013, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kapitän des VfB Stuttgart: Christian Gentner.

Kapitän des VfB Stuttgart: Christian Gentner.

(erstaunt) Nein. Was meinen Sie?

Das war mir gar nicht bewusst und in beiden Fällen war der Titel auch sehr überraschend. Starke Rückrunden haben jeweils den Ausschlag gegeben, wo wir das Feld sozusagen von hinten aufgerollt haben; 2007 mit dem VfB Stuttgart und 2009 mit dem VfL Wolfsburg.

Hier fühle ich mich sehr wohl. Mit einer Unterbrechung bin ich seit 1999 im Verein. Hier stimmen die Rahmenbedingungen, der Klub hat das Potenzial, auch weiterhin eine gute Rolle im deutschen Fußball zu spielen.

Wir haben leider zu häufig Unentschieden gespielt. Das wirkt sich dann in der Tabelle aus, weil die Leistungsdichte in der Bundesliga enorm hoch ist.

Bis zur Winterpause sollten wir erst einmal so viele Punkte wie möglich sammeln. Das wir nicht leicht, denn wir haben ein schwieriges Restprogramm.

Nein, denn Leistungsträger wie Boateng oder Draxler haben nicht beziehungsweise kaum gespielt. Hinzu kommt, dass Schalke einen großen Kader mit viel Qualität hat, wo Ausfälle kompensiert werden können. Was Schalke momentan vielleicht etwas fehlt, ist die Konstanz, genauso wie dem VfB.

Nein, das ist richtig. Wir hatten unter seiner Leitung eine Serie von sieben Bundesligaspielen ohne Niederlage. Zuletzt mussten wir kleine Rückschläge verkraften, aber insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns mit ihm weiterentwickeln.

Am liebsten wieder auf die europäische Bühne. Aber jetzt sollten wir erst einmal die Spiele bis zur Winterpause abwarten. Danach können wir eine Zwischenbilanz ziehen. Entscheidend ist für mich, dass bei unserer Mannschaft eine positive Entwicklung zu sehen ist.

Ich denke jetzt nicht jeden Tag daran, ob ich noch einmal nominiert werde. Aber ich habe die Nationalmannschaft auch noch nicht abgeschrieben. Bundestrainer Löw weiß, was ich kann.

Auf jeden Fall. Vedat hat einen unglaublichen Torinstinkt. Er will in jedem Spiel treffen.

Darauf freue ich mich. Als er im Jahr 2010 VfB-Trainer war, habe ich unter ihm trainiert. Ich wünsche ihm alles Gute, dass er mit Schalke so viel Spiele wie möglich gewinnt. Aber dieser Wunsch gilt erst wieder ab Sonntag (lacht).