Christian Heidel tritt als Schalke-Manager zurück

Schalke 04

Ausgerechnet in Mainz endet die Schalker Laufbahn von Christian Heidel: Nach der 0:3-Niederlage gegen die 05er, deren Geschicke Heidel so lange geleitet hatte, erklärte er seinen Rücktritt.

Mainz

, 23.02.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christian Heidel tritt als Schalke-Manager zurück

Abschied von Schalke: Christian Heidel erklärte seinen Rücktritt. © dpa

Spätestens ab dem Sommer ist Christian Heidel kein Schalke-Manager mehr. Heidel hatte wegen seiner Transferpolitik seit einigen Wochen in der Kritik gestanden, zuletzt waren auch einige Mitglieder des Aufsichtsrats von ihm abgerückt.

Damit kam Heidel einer Entlassung durch den Aufsichtsrat zuvor. Ursprünglich hatte er noch einen Vertrag bis zum Jahr 2020, eine Verlängerung war nach der Schalker Pleitenserie ohnehin in weite Ferne gerückt. „Ich stehe dem Verein noch bis zum 30. Juni zur Verfügung“, sagte Heidel.

Die Entscheidung habe er bereits in der Winterpause getroffen, so der Manager. „Ich werde den Vertrag auflösen, ohne eine Abfindung zu verlangen - das ist in der Branche sicherlich ungewöhnlich.“

So erfuhr Domenico Tedesco von Heidels Schritt

Nach Informationen unserer Redaktion hatte Heidel bereits am Freitagabend Trainer Domenico Tedesco über seine Entscheidung informiert – der Trainer sei „fassunslos“ gewesen, heißt es. Die Mannschaft wusste nichts davon, Heidel kam nach dem Spiel in die Kabine und teilte seinen Entschluss mit.

Heidel hatte im Sommer 2016 die Nachfolge von Horst Heldt angetreten. „In den vergangenen drei Jahren konnten wir mit der Vizemeisterschaft, immer mindestens der Viertelfinal-Teilnahme in DFB-Pokal und Europa League sowie dem Achtelfinale in der Champions League einige sportliche Erfolge feiern. In der Bundesliga bleiben wir aus unterschiedlichen Gründen hinter unseren Erwartungen zurück“, begründete Heidel seinen Schritt.

Clemens Tönnies: „Ich bedaure diesen Schritt“

In Ruhe habe Heidel gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen gemeinsam viele Dinge entwickelt, so Heidel weiter. „Diese Ruhe ist derzeit nicht zu gewährleisten, was in erster Linie mit Diskussionen um meine Person zusammenhängt“, so der Manager.

„Ich bedauere diesen Schritt, der Christian Heidel ganz sicher nicht leichtgefallen ist. Wir werden bis zur Übergabe der Geschäfte selbstverständlich vertrauensvoll und verantwortungsbewusst zusammenarbeiten“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies.